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Wilder Genuss

Erstellt von Werner Karl am 2. März 2010

wilder-genussStephan Solich
Wilder Genuss

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 11/2009
HC, Sachbuch, Bildband, Essen & Trinken, Jagd
ISBN 9783788812881
Titelfoto von N. N.
Fotos von den Gerichten von Miguel Dieterich, Naturfotos von Alfred Limbrunner,
Karl-Heinz Volkmar, Heribert Sendlhofer, Erich Marek, Wolfgang Zobel
Mit einem Vorwort von Heribert Sendlhofer

www.neumann-neudamm.de
www.dawirt.at/508239987f13ca80d.html

Wild auf der Tafel ist nicht jedermanns Fall, doch immer mehr Feinschmecker und Personen, die sich natürlich ernähren wollen, entdecken seine Vielfalt und die abwechslungsreichen Rezepte. Heribert Sendlhofer, ein passionierter Jäger und Autor von einigen Fachbüchern, geht im Vorwort von „Wilder Genuss“ auf diesen Aspekt des Waidwerks ein: Nicht immer verlangt es den Jäger nach einer Trophäe, oder er ersetzt die fehlenden natürlichen Feinde des einheimischen Wildes, das sonst zu zahlreich würde – zunehmend geht es darum, ein gutes, frisches und natürliches Lebensmittel zu erhalten. Stephan Solich, Wirt des niederösterreichischen Landgasthofs „Zum goldenen Hirschen“, präsentiert mit „Wilder Genuss“ sein zweites Kochbuch, das ganz im Zeichen der Wild-Küche steht. Wer nun annimmt, traditionelle Rezepte vorzufinden, sieht sich schnell getäuscht, denn der Nachwuchskoch verbindet Ursprüngliches mit zeitgenössischen Ideen und Zutaten.

Abgerundet wird das Buch durch rund 80 Farbfotos, klein und doppelseitig, auf denen die Zutaten, die fertigen Gerichte und das Wild in der freien Natur zu sehen sind. Vor allem die stimmungsvollen Aufnahmen von Landschaft und Tier verleihen dem großformatigen, sehr schön gestalteten Kochbuch Bildbandqualität. Die Rezepte sind unterteilt in „Suppen & Vorspeisen“, „Hauptspeisen“, „Spezialitäten & Süßes“. Innerhalb dieser Rubriken ist noch einmal nach der Art des Wildes sortiert. Es empfiehlt sich, dass man, bevor man sich dem Rezeptteil widmet, das „Glossar“ am Ende des Buches liest, denn viele Begriffe stammen aus dem Österreichischen (eventuell auch aus der Jägersprache). Außerdem muss man zuerst von dag (Dekagramm) auf eine vertraute Gewichtseinheit (Kilo, Gramm) umrechnen.

Hier nun einige Beispiele für die Gerichte, die Stephan Solich vorstellt: „Consommé vom Spießhirsch mit seinen Hirnpofesen“, „Wildterrine mit Speck, Wagramer Nüsse und Dörrpflaumen mit Cumberlandsauce“, „Grillspieß von der Jagdstrecke“, „Taube im Kohlmantel“, „Tortellini vom Fasan auf Steinpilzen à la creme“, „Gefüllter Hasenschlögel mit Heidelbeersauce und Kartoffelknödel“, „Geschmorte Wildschweinstelze mit Tomaten und Gemüse-Couscous“, „Nierenbraten vom Maibock mit Spargelrisotto“, „Gemsragout in der Rotweinbirne und Gamsrücken in der Kräuterkruste mit Griesknödel“, „Elefantenohr vom Sika auf Rucola mit Granatapfel“, „Bruckfleisch vom Spießhirsch mit Semmelknödel“, „Forelle Müllerin“, „Erdbeermarillenragout mit karamellisiertem Ziegenkäse“, „Hirn mit Ei“.

Wer sich nichts unter Begriffen wie „Beuschel“, „Liachtln“, „Parüren“ u. ä. vorstellen kann, findet die Erklärungen entweder unmittelbar in der Zutatenliste oder im Glossar. Man sollte sich wirklich alles genau durchlesen, bevor man sich für ein Gericht entscheidet, das man gern nachkochen möchte, denn auch Innereien, die nicht jeder mag, werden in einigen Fällen mit verarbeitet oder sind sogar Hauptbestandteil. Davon einmal abgesehen zeigen die genannten Beispiele, dass Stephan Solich nicht nur mit den bekannten Knödeln und dem gängigen Rotkohl aufwartet, sondern sich auch Anleihen aus der internationalen Küche holte und mit Cranberrys, Couscous, Spaghetti usw. frischen Wind in die Wild-Küche bringt. Der Schwierigkeitsgrad der Gerichte variiert. Es gibt einige Rezepte, die mit wenigen Zutaten und ohne großen Aufwand auskommen, aber auch solche, die mehr Zeit und Erfahrung fordern und die man eher zu einem besonderen Anlass auf den Tisch bringen würde.

Zu jedem Rezept gibt es eine Zutatenliste, eine Kochanleitung und ein Foto. Schön und hilfreich beim Nachkochen wäre es gewesen, wenn die Anleitung möglichst auf einer Doppelseite Platz gefunden hätte und übersichtlicher gegliedert worden wäre. Möchte man während des Kochens etwas nachlesen, ist oft Suchen im Fließtext oder Umblättern erforderlich. Auch Hinweise zur Personenzahl und Arbeitszeit wären hilfreich.

„Kesselgulasch vom Wildschwein“ ist eines der einfacheren Gerichte, das man im Freien im Kessel über einem offenen Feuer, aber auch am Herd in einem großen Topf zubereiten kann: Etwas Öl oder Schweineschmalz erhitzen und darin 5 kg Zwiebeln in Würfeln unter Rühren rösten. Kessel vom Feuer nehmen, 5 EL Paprika edelsüß unterrühren und mit etwas Wasser aufgießen. 10 geh. Knoblauchzehen, 1 EL Majoran, etwas Thymian, 10 geh. scharfe Peperoni und 2 TL gem. Kümmel hinzufügen; zurück aufs Feuer und alles mit aufkochen lassen. 5 kg Wildschwein in Würfeln (ca. 3 x 3 cm) hinzugeben, mit Wasser aufgießen, bis das Fleisch bedeckt ist und es im eigenen Saft schmoren lassen, bis es weich ist. Dabei immer wieder Wasser angießen, Salz und Pfeffer hinzufügen. Mit etwas Wasser 20 dag Mehl binden und die Flüssigkeit andicken, sobald das Gericht fertig ist.

Sicher kann man das Wildschwein auch durch anderes Fleisch ersetzen und diese große Menge entsprechend reduzieren für einen kleineren Kreis an Essern. Allerdings macht das Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderlich. Darum ist „Wilder Genuss“ ein Kochbuch, das man keinem Anfänger empfehlen möchte. Es wendet sich gezielt an Jäger, Förster und Köche, die sich auskennen, und an jene, die gern experimentieren und ausreichend Erfahrung haben, um die Rezepte ihrem Bedarf anpassen zu können – und die natürlich Wild lieben. Wer die Voraussetzungen erfüllt, für den ist dieser Band ein wunderschön gestalteter Quell an Rezepttipps.

Copyright © 2010 Irene Salzmann (IS)
 
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Wilder Genuss

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Lagerküche – Mittelalterlich kochen auf offenem Feuer

Erstellt von Werner Karl am 1. Januar 2010

lagerkuche-e28093-mittelalterlich-kochen-auf-offenem-feuerTatjana Junker
Lagerküche – Mittelalterlich kochen auf offenem Feuer

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen
1. Auflage: 11/2009
HC, Sachbuch, Essen & Trinken, Esskultur, Geschichte
ISBN 9783788813017
Titel- und Fotos im Innenteil von Markus Rupprecht

www.neumann-neudamm.de
www.baculus.de

Gruppen, die sich mit dem Mittelalter beschäftigen und das damalige Leben nachzustellen versuchen, Live-Rollenspieler, die aktiven Fans von Mittelaltermärkten, Pfadfinder, Schulklassen… und auch jene, die etwas anderes ausprobieren wollen als das übliche Picknick, werden sicher der „Lagerküche“ viel Interesse entgegen bringen. Tatjana Junker, die sich mit Geschichte und Küche beschäftigt, verband kurzerhand das Mittelalter mit dem Kochen, um eine Rezeptsammlung zusammenzustellen, die den genannten Zielgruppen von Nutzen ist. Dabei ging es ihr weniger um die historischen als um die pragmatischen Aspekte. Sie griff auf überlieferte Anleitungen zurück, scheute sich aber nicht, sie den gegenwärtigen Begebenheiten etwas anzupassen. Auch wollte sie den Irrglauben beenden, man könne nur Eintöpfe kochen, denn Ragouts, Nachspeisen etc. lassen sich ebenfalls am offenen Feuer herstellen. Alle Rezepte wurden erprobt, die Speisen nicht gestylt und die Fotos nicht retuschiert!

Tatsächlich kann man die Gerichte auch zu Hause nachkochen, nur fehlt dann das ‚Lager-Flair’. Das Buch beginnt mit einigen Hinweisen zum Aufbau einer Kochstelle, dem Kühlen von verderblichen Lebensmitteln, den notwendigen Küchenutensilien und speziellen Hinweisen zum Feuer, denn beispielsweise genügt etwas Glut zum Warmhalten, während man Flammen zum Anbraten benötigt.

Der Rezeptteil ist in verschiedene Rubriken gegliedert: „Zum Frühstück und für Zwischendurch“, „Eintöpfe und Suppen“, „Gemüse und Kräuter“, „Beilagen und Teigwaren“, „Fleisch und Geflügel“, „Fisch und Meeresfrüchte“, „Nachtisch und mehr“, „Zusätzliche Schmankerl“. Im Anhang finden sich Quellenangaben und Warenkunde. Die Einteilung ist nicht anders als in einem konventionellen Kochbuch, und viele Rezepte lesen sich vertraut. Sie bestehen oft aus wenigen Grundzutaten, die leicht zu besorgen und zuzubereiten sind. Zum Nachkochen laden „Haferbrei“, „Eier mit Zwiebeln“, „Lauch und Brotbrocken in Wein“, „Zanzarelli“, „Lauch mit Walnüssen“, „Gehackter Mangold und Spinat mit aromatischen Kräutern“, „Gebratene Brote“, „Blancmanger“, „Huhn in Bier“, „Rehkeule“, „Omelett mit Räucherfisch“, „Forelle in Zimtsauce“, „Holunderblütenmus“, „Aprikosen nach Apicius“, „Honigbutter“, Salbeiöl“ u. v. m. ein. Nicht immer verrät der Name auf Anhieb, worum es sich handelt, während anderes eindeutig ist. Verwendet werden im Mittealter bekannte Zutaten, wobei auch der Einfluss der Römischen Küche hin und wieder zu bemerken ist.

Zu jedem Gericht gibt es eine Zutatenliste, inklusive Personenangabe. Dem folgt eine genaue Anleitung, oft ergänzt durch zusätzliche Tipps. Kleine und große Abbildungen bzw. Farbfotos von den Zutaten, den fertigen Gerichten und auch vom Lagerleben runden ab. Ein schnelles und einfach zu bereitendes Gericht, das auch Anfängern gelingt, ist „Gebratene Möhren“ (für 4 Personen), das als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten gereicht werden kann: 2 Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen fein hacken und in 1 EL Butter dämpfen. 1,5 kg Möhren putzen, in ca. 1 cm große Stücke schneiden, zum Zwiebelgemüse geben und kurz anbraten. 1 l Gemüsebrühe angießen und alles garen, bis die Möhren bissfest oder weich – je nach Geschmack – sind. Die Brühe abgießen und in einem anderen Gefäß auffangen. Das Gemüse mit 2 EL Mehl bestäuben, 2 EL Butter hinzufügen und kräftig anbraten. Mit Pfeffer abschmecken. Die aufgefangene Brühe ergibt mit Pfeffer, Butter und Kräutern eine schmackhafte Suppe.

Wenn man die leckeren Rezepte liest und die stimmungsvollen Bilder betrachtet, bekommt man schnell Lust, selber das Lagerleben auszuprobieren (oder wenigstens einige der Gerichte nachzukochen). Die nützlichen Hinweise und genauen Beschreibungen ermuntern auch Neulinge, es zu versuchen, und nach einiger Zeit wird man eine gewisse Routine erworben haben. Für Mittelalterfreunde, Rollenspieler, aber auch Jugendgruppen dürfte ein Wochenende auf einer Burg mit „Lagerküche“ ein unvergessenes Erlebnis sein. Ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die mal aus dem Alltagstrott ausbrechen, etwas Ungewöhnliches erleben und Spaß haben wollen!

Irene Salzmann (IS)
 
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Lagerküche – Mittelalterlich kochen auf offenem Feuer

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Diana auf allen Wegen

Erstellt von Werner Karl am 27. Dezember 2009

diana-auf-allen-wegenEmil F. Pohl
Diana auf allen Wegen

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 1/2007
HC, Belletristik, Erinnerungen, Waidwerk
ISBN 9783788811099
Titelbild und Fotos aus dem Archiv des Autors

www.neumann-neudamm.de

Verklärt durch viele Heimatfilme und einige wenige Dokumentationen ist das Bild, das sich viele Menschen von Jägern machen, nicht unbedingt immer richtig. Deshalb sind Erfahrungs- und Erlebnisberichte aus der Feder von Autoren, die selbst beruflich oder aus passionierter Leidenschaft auf die Jagd gegangen sind, besonders interessant, da sie deren Wahrnehmung ungefiltert beschreiben. Das ist auch bei Emil F. Pohls „Diana auf allen Wegen“ der Fall. Der Jäger erzählt von seinen Sternstunden während der Jagd, wozu nicht nur die Erlegung kapitaler Böcke gehört sondern noch viel mehr. Vor über fünfzig Jahren wurde er als junger Soldat von dem Anblick einer Diana-Statue so berührt, dass er sie nie vergessen konnte und das Bild ihn über viele Jahre Jagdleidenschaft begleitet hat.

Das Fieber endgültig geweckt wurde in ihm in den Pyrenäen. In einer abgelegenen Region wurde er von den Einheimischen nicht nur in deren Lebensart sondern auch in die Leidenschaft für die Hatz und Erlegung von Beute eingeführt. Das begründete eine ganze Reihe von Jagdreisen, die ihn in die Wachau führten nach Ungarn und an andere fast unberührte Landschaften Ost- und Mitteleuropas. Dabei beschreibt er nicht nur den Verlauf der Jagd, beginnend mit der Suche nach dem Wild und dem stundenlangen Auflauern, sondern geht auch auf die Landschaft und die Menschen ein, schildert seine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen, garniert das Ganze gelegentlich mit einer Anekdote und wird dann wieder ernst, wenn es zum entscheidenden Moment kommt.

All dass ist sehr persönlich und lebendig umgesetzt, auch wenn der Autor insgesamt sehr sachlich und nüchtern bleibt. Man merkt, dass er einer Generation entstammt, in der Gefühle – wenn sie überhaupt eine Rolle spielen durften – nur distanziert zur Sprache kamen, der Ablauf und die Methodik viel wichtiger waren als die Stimmung, die in ihm beim Anblick eines Nebel verhangenen Sees oder eines im Sonnenlicht badenden Waldes aufkam. Wie selbstverständlich benutzt er auch viele Fachbegriffe, die den meisten Laien eher verschlossen sind. So ist klar, dass er in erster Linie als Jäger für andere Jäger schreibt und nicht darüber nachdenkt, ob auch Laien Interesse an dem Buch haben könnten. Aus diesem Grund bleibt manches auch den Lesern, die nicht selbst schon einmal auf der Pirsch waren, fremd.

Daher ist „Diana auf allen Wegen“ in erster Linie für Jäger interessant, nicht aber für diejenigen, die ein wenig mehr von den Gefühlen verstehen möchten, die einen Waidmann bewegen, aus nicht beruflichen Gründen auf die Jagd zu gehen.

Christel Scheja (CS)

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Diana auf allen Wegen

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Vom Staupenschlag zum Henkerstrick – Authentische Wildererfälle aus preußischen Archiven

Erstellt von Werner Karl am 8. Dezember 2009

vom-staupenschlag-zum-henkerstrick-e28093-authentische-wildererfalle-aus-preusischen-archivenHelmut Suter
Vom Staupenschlag zum Henkerstrick – Authentische Wildererfälle aus preußischen Archiven

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 10/2006
HC, Sachbuch, Geschichte, Gesellschaft, Politik, Jagdwesen
ISBN 9783788810993
Titelbild und Fotos aus diversen Archiven u. a. dem des Autors

www.neumann-neudamm.de

Die Heimatfilme und –dramen der Nachkriegszeit haben wohl das Bild der Wilderer als gewissenlose Schurken oder tragische Figuren am deutlichsten geprägt und ein romantisch-verklärtes Bild in den Köpfen der Menschen geschaffen, das mit der historischen Wirklichkeit im Grunde nur wenig zu tun hat. Helmut Suter versucht mit seinem Buch „Vom Staupenschlag zum Henkerstrick“ nun, diese Vorstellungen aufzuweichen und das vorzustellen, was wirklich geschehen ist. Anhand von Archivaufzeichnungen aus der Mark Brandenburg zeigt er, wie unterschiedlich die Vorgehensweisen und Motive der Wilderer waren (sind) und dass im Grunde kein Fall wie der andere ist und man so gut wie keine Kategorien schaffen kann.

Zunächst geht er der Frage nach, was Wilderei überhaupt ist. Wie und vor allem wann kam es dazu, dass das Wild nur noch von einer bestimmten Gruppe von Menschen gejagt werden sollte? Warum haben sich Bauern und einfache Leute doch darüber hinweg gesetzt? Wollten sie wirklich nur ihre Felder und ihr Vieh beschützen? Haben sie es aus reinem Hunger geschlossen, um endlich wieder Nahrung im Kochtopf zu haben, wenn die Ernten schlecht waren? Oder stecken dahinter sogar eine Art organisiertes Verbrechen und professionelle Diebe, die das irgendwann im Mittelalter eingeführte und später immer mehr verschärfte Vorrecht des Adels wissentlich brachen, weil sie ihre Abnehmer für das Fleisch hatten? Und wie viele Urteile wurden überhaupt gerecht gefällt? Waren manche Richter oder Schöffen nicht sogar bestechlich und hatten selbst etwas zu verbergen? Welche Rolle spielten die Amtmänner und Förster, die die Wilderei eindämmen und die Schuldigen stellen sollten? War der Beruf wirklich so achtbar und Wohlstand bringend, wie manche romantischen Geschichten behaupten?

Die zitierten Berichte verraten, dass das Leben als Wilderer und Jäger für keinen leicht war und genau so viele Verbrecher wie auch Gesetzeshüter ihr Leben lassen mussten, dazu noch ihre Familien mit in den Untergang rissen. Insgesamt wird die Zeit zwischen dem 17. Jahrhundert und den Jahren bis zum zweiten Weltkrieg abgedeckt. Selbst die Nazis benutzten die Wilderei noch zu Propagandazwecken. Das Buch beginnt recht spannend. Anschaulich, verständlich und lebendig beschreibt der Autor, wie es dazu kam, dass rechtschaffene Bauersleute plötzlich als Wilderer gebrandmarkt wurden, wann überhaupt das Adelsvorrecht so ernst genommen wurde, dass Strafen, die über Gefängnis, Verstümmlung bis hin zur Todesstrafe reichten, ausgesprochen wurden.

Es zeigt, dass sehr unterschiedlich geurteilt wurde. Soldaten kamen oft glimpflicher davon als Zivilisten, manch ein Richter musste seinen eigenen Lieferanten für den Sonntagsbraten mit einer Strafe belegen, und nicht zuletzt waren manchmal auch die Jäger und Förster selbst Wilderer. Langweiliger wird es, als es nur noch die ausgewählten Fälle vorstellt und unkommentiert stehen lässt, kaum Querverbindungen oder Vergleiche zieht oder gar mit allgemeinen Aussagen verknüpft. Hier fehlt ein wenig die Tiefe und die Bedeutung, die die einzelnen Beispiele für das Thema haben. Wer sich einen Überblick über das Thema ‚Wilderei in Deutschland’ verschaffen will, findet hier viele interessante Informationen und Beispiele. Allerdings ist „Vom Staupenschlag zum Henkerstrick“ nicht ganz so ausgereift, wie es hätte sein können, da der Autor am Ende zu sehr listet und zu wenig erklärt.

Christel Scheja (CS)

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Vom Staupenschlag zum Henkerstrick – Authentische Wildererfälle aus preußischen Archiven

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Mein Dreckbär: Die Abenteuer

Erstellt von Werner Karl am 4. November 2009

mein-dreckbar-die-abenteuerHeike Schütz
Mein Dreckbär: Die Abenteuer

FEL!X AG, Wintrich & J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 10/2007
HC, Kinder/Jugendbuch, Abenteuer
ISBN 9783867380171
Titelgestaltung von
www.frauenfabrik.de
Idee, Text und Illustrationen von Heike Schütz

www.felix-ag.de
www.neumann-neudamm.de
www.heike-schuetz.de

Es war einmal ein kleiner, sauberer, einwandfrei hygienischer Stoffbär. Der wurde aus einem Spezialgeschäft für Kinderspielzeug von den Großeltern Karl-Ludwigs gekauft. Doch der Bär war sehr einsam. Der Junge setzte ihn auf seinen Nachttisch und bewunderte ihn nur. Der Bär aber wollte doch so gerne in den Arm genommen werden und mit seinem Besitzer schmusen. Das ist es doch, wofür er geschaffen worden war! Eines Tages bei einem Umzug der Familie ging der Bär verloren. Ein Junge namens Alexander fand ihn und taufte ihn Dreckbär. Bei seinem kleinen Abenteuer war der Bär ja in den Dreck gefallen und nun gar nicht mehr einwandfrei sauber und hygienisch. Als Alexander und Karl-Ludwig sich durch Zufall begegnen entbrennt ein heftiger Streit um den Dreckbären.

Dies alles erfahren die Zwillinge Julia und Yul von ihrem Vater. Als dieser ihnen noch erzählt, dass der Dreckbär sprechen, kann glauben sie ihm kein Wort. Da hat der Vater ihnen wohl einen Bären aufgebunden! Neugierig, wie Kinder nun mal sind, wollen sie das Geheimnis des Dreckbären selber ergründen. Dabei geraten sie in ein nicht ganz ungefährliches Abenteuer. Heike Schütz ist es gelungen, eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. Sie handelt von Liebe, Vertrauen und Freundschaft, wo man diese nicht erwartet hätte. Warmherzig erzählt sie von den Sehnsüchten und auch der Weisheit des Dreckbären.

Das Cover zeigt den Dreckbären beim Spielen am Fluss. Auch im Buch tauchen Illustrationen vom Dreckbären auf. Sie verhelfen diesem Buch zu einem besonderen Flair. Am Ende des Bandes findet der Leser noch einen kleinen Lebenslauf der Autorin und eine Empfehlung zu ihren anderen Büchern. Der Dreckbär kann ebenfalls käuflich erworben werden. Obwohl dieses Buch für Kinder gedacht ist, bekommt man beim Lesen auch als Erwachsener das Bedürfnis, seinen alten Teddybären vom Regal zu holen und ganz fest zu knuddeln. Eine wundervolle Geschichte zum selber Lesen oder Vorlesen! (PW) (5xPRT)

Titel bei Amazon.de:
Mein Dreckbär: Die Abenteuer

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1.Markus Kosbürg
2.Dieter Münzing
3.Elke Bus
4.Roman Schmöller
5.Alfred Siegfanz
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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Hakahana Jägersmann

Erstellt von Werner Karl am 3. November 2009

hakahana-jagersmannHeinz Adam
Hakahana Jägersmann

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 11/2007
HC, Belletristik, reale Jagderzählungen, Abenteuer
ISBN 9783788811747
Titel- und Innenillustrationen von Hans Lakomy

www.neumann-neudamm.de
www.heinzadam.de/
www.naturearthouse.com/seiten/kuenstler.php?artist=9

Hakahana bedeutet so viel wie schnell, schnell, jetzt mach mal. Heinz Adam erzählt in diesem Buch von seinen Erlebnissen, die er beim und rund ums Jagen erfahren hat. Dabei bringt er so manche Anekdote mit ein, die zum Lachen reizt. So erzählt er von seiner erfolglosen Jagd nach einem Bock, dieser erschien ihm immer just dann vor seiner Flinte, wenn z. B. gerade keine Jagdzeit war. Er warnt davor, jemandem auch nur ein Kaninchen zu versprechen, auch da hat er so seine Erfahrungen gemacht. Die Taubenjagd und ein Ausflug nach Afrika runden die Sache sehr schön ab. Dabei erfährt auch der Nichtjäger vom Umgang mit dem Wild und der Natur. Nicht sinnloses Abschlachten steht im Vordergrund - sondern im Gegenteil, es werden hohe ethische Ansprüche an jeden Jäger gestellt. Ein ‚Killer’ ist dort nicht erwünscht.

Heinz Adam bringt dem Leser die Natur des Jagens näher und vor allem der Leitspruch: Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild. Weidmännisch jagt, wie´s sich gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt! sagt mehr als tausend Worte. Heinz Adam gelingt es mit diesem Buch, die wahre Seele des Jägersmannes offen zu legen und Vorurteile abzubauen. Dabei bringt er seinen eigenen Humor mit ein, der einem so manches Schmunzeln entlockt. Er verwendet viele Wörter aus der Jägersprache, die man aber beim Einlesen nach und nach entschlüsseln kann.

Die wundervollen Zeichnungen von Hans Lakomy machen dieses Buch zu einem einzigartigen Lesevergnügen. Beim Betrachten der Schieferzeichnungen sieht man förmlich die Bewegungen des Wilds. Dieses Buch ist für alle geeignet, die immer schon einmal wissen wollten, was denn so vergnüglich am Jagen ist. Ein wundervolles Weihnachtsgeschenk - auch für Nichtjäger geeignet! (PW) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de:
Hakahana Jägersmann

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Ingolf Remmer
2. Christina Schnitzer
3. Volker Specht
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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Ritter-Kochbuch

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

ritter-kochbuchHeiko Schwartz
Ritter-Kochbuch

Felix AG, Wintrich & J. Neumann-Neudamm, Melsungen,: 11/2008
HC, Sachbuch, Essen & Trinken, Esskultur, Geschichte
ISBN 9783867380294
Titel- und Innenfotos von Heiko Schwartz, Jens Christoph, Paavo Blafield
Foodstyling von Timo Kalning

www.felix-ag.de
www.neumann-neudamm.de
www.heiko-schwartz.de, heiko.schwartz@ratz-fatz.net

Die stolzen Ritter faszinierten schon immer die Menschen, wurden sie in aufwändigen Spielfilmen doch stets als tapfere, ehrbare Recken geschildert, die für das Gute, ihren König und schöne Burgfräulein kämpften („Die Ritter der Tafelrunde“, „Prinz Eisenherz“, „Ivanhoe“, „Robin Hood“…). Vor allem Jungen bis 14 Jahren versetzten sich gern in die Rollen ihrer Helden und spielten Schlachten mit Zinn- und Plastikfiguren nach. Das moderne Live-Rollenspiel, an dem auch Erwachsene Spaß haben, ist nicht viel anders. Mittelaltermärkte, mittelalterliche Weihnachtsmärkte und Spektakel wie z. B. die Kaltenberger Ritterspiele oder die Landshuter Hochzeit locken auch die Nicht-Spieler in Scharen. Dass die Lebensumstände im Mittelalter weit weniger rosig und die Ritter auch nur Menschen ihrer Zeit mit vielen Fehlern waren, will man eigentlich gar nicht so genau wissen. Trotzdem gibt es Gruppen, die den damaligen Alltag auf ihren Treffen vor historischer Kulisse möglichst realistisch darzustellen versuchen, indem sie selbst gefertigte Gewänder und Rüstungen anlegen, nach traditionellen Vorgaben erstellte Waren verkaufen, eine Schmiede errichten, auf historischen Musikinstrumenten spielen u. v. m. Auch der kulinarische Aspekt ist ein wesentlicher Punkt.

Heiko Schwartz möchte in seinem „Ritter-Kochbuch“ nicht nur den Freunden des mittelalterlichen Spektakulums Rezepte vorstellen, wie sie wohl einst von den wohlhabenden und einfachen Leuten auf den Tisch gebracht wurden und die auf Zusammenkünften nachgekocht werden können, sondern auch jene über die damaligen Tischsitten und Speisen aufklären, die die Ritterzeit bislang nur mit wilden Gelagen, Fett triefenden Braten, umher fliegenden Knochen und viel Wein in Verbindung brachten, und sie für interessante und schmackhafte Gerichte begeistern. Schlägt man das Buch auf, sieht man als Erstes eine wunderschöne Fotografie, die von einer Burg aus gemacht wurde und die umliegende hügelige Landschaft mit Wäldern, Wiesen und Feldern zeigt. Weitere stimmungsvolle Aufnahmen von Burgen, Szenen aus dem Ritterlager, den Gerichten etc. ziehen sich durch den ganzen Band.

In einer mittelalterlich anmutenden Schrift wird zunächst von der Entstehungsgeschichte des Buchs erzählt. Der Autor gibt eine kleine Einführung in die Thematik mit der Esskultur als Schwerpunkt. So erfährt man beispielsweise, dass viele Zutaten, die aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken sind, damals unbekannt waren wie die Kartoffel, die Tomate, der Mais oder die Schokolade. Das Essen der einfachen Menschen unterschied sich von dem der Reichen; der Speiseplan orientierte sich an den Jahreszeiten und Kirchenfesten. Bier und einheimischer Wein waren gängige Getränke, wurden aber nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut bzw. würden nach heutigen Maßstäben dem Essig gleichkommen. Da die Lagerung ein Problem darstellte, wurde sehr viel stärker gewürzt, um die Haltbarkeit der Speisen zu verlängern, und man demonstrierte gern seinen Reichtum durch den verschwenderischen Umgang mit teuren Gewürzen.

Da manche Zutaten nicht mehr oder nur schwer zu erhalten sind und sich der Geschmack geändert hat, wurden die Rezepte etwas angepasst – und der Autor ermuntert, selber zu experimentieren, wegzulassen, was man nicht mag, und hinzuzufügen, was lecker ist. Auf rund 120 Seiten wird u. a. erklärt, wie man mit einfachen Mitteln Bier brauen und Fruchtweine ansetzen, Fische räuchern und Fleisch pökeln, Käse, Butter und Senf herstellen kann, dass man aus Getreide nicht nur Brot buk, sondern damit auch Breispeisen und Suppen anreicherte, dass Rinder vor allem als Zugtiere benutzt wurden und ihr Fleisch daher selten auf den Tisch kam, Süßspeisen meist auf Honig und Fruchtsüße basieren. Im Rezeptteil werden so geläufige Speisen wie „Arme Ritter“, „Eierkuchen mit Kräutern und Speck“, „Linseneintopf“, „Gehackteskucken“ und „Lachs in Kräutersoße“ vorgestellt, aber auch Gerichte, die heute nahezu vergessen sind, wie „Pikanter Bauernbrei“, „Frühlingssuppe“, „Wildkaninchen am Galgen“, „Gans im Hirsebett“ und „Fastenhahn in Mandelmilch“. Die meisten Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus und sind – auch Dank Fleisch, Geflügel und Fisch aus der Tiefkühltruhe – schnell zubereitet, am offenen Feuer und auch am Herd daheim. Stets gibt es eine Zutatenliste, eine nachvollziehbare Kochanleitung und manchmal auch zusätzliche Tipps und Erklärungen.

Hier ein Beispiel: „Kalb in Senfsoße“:
1 geh. Knoblauchzehe in etwas Fett dünsten, 4 Kalbsfilets dazu geben und von beiden Seiten bei hoher Hitze kurz anbraten, so dass sie außen braun, innen aber noch roh sind. In einem Mörser 100 g Senfkörner zerstoßen, je 2 EL Honig und Apfelessig, klein geschnittenen Thymian, etwas geschroteten schwarzen Pfeffer und wenig Ingwer hinzufügen. Die Soße mit Weißwein verlängern, bis sie dünnflüssig ist, in der Pfanne erhitzen und das Fleisch darin kochen, bis es durch und innen nur noch zart rosa ist. Dazu passt Wild- oder Dinkelreis.

Alles in allem ist das „Ritter-Kochbuch“ ein sehr schön gestalteter Band, der Wissenswertes über die Esskultur der damaligen Zeit vermittelt und nachkochbare Rezepte bietet, die an Großmutters Küche erinnern und durch die Verwendung natürlicher Zutaten, dunkler Mehlsorten, Honig und Fruchtsüße auch die Zustimmung der Anhänger der Vollwertkost finden dürften. Der Titel wendet sich an alle Hobby-Köche, die gern mal etwas anderes auf den Tisch bringen möchten, an Rollenspieler und (Hobby-) Historiker. Sicher wäre es ein Schulausflug, der lange in guter Erinnerung bliebe, wenn der Geschichtslehrer mit seiner Klasse im Schatten einer Burg ein ‚Ritter-Picknick’ veranstalten würde… (IS) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de:
Ritter-Kochbuch

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Olaf Schuster
2. Sabine Krebs
3. Sophie Leuchtmeier
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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Das Hüttenkochbuch

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

das-huttenkochbuchWolfgang und Magdalene Grabitz
Das Hüttenkochbuch

J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 11/2008
HC, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 9783788811716
Titel- und alle Fotos im Innenteil von Wolfgang Grabitz

www.neumann-neudamm.de

„Das Hüttenkochbuch“ wendet sich an all jene, die gern Bergwandern und ihre Urlaubstage auf einer Hütte verbringen möchten. Solche Unternehmungen sollten im Voraus gut geplant werden, denn auf den Berg hinauf führen selten befestigte Straßen, und es gibt i. d. R. auch keine Einkaufsmöglichkeiten am Weg. Was man braucht, muss man selber hinauf tragen – und je länger man steigt, desto schwerer wiegt das Gepäck. Von daher ist es ratsam, sich an der Ausstattung der Hütte zu orientieren: Verfügt sie über elektrischen Strom, Herd und Kühlschrank – oder nichts davon? Entsprechend ist auszuwählen, was außer einem Erste-Hilfe-Kitt, Toilettenpapier, Reinigungs-/Waschmitteln, eigenem Küchengerät, Kerzen, Taschenlampen, Zündhölzern etc. an Getränken und haltbaren Lebensmitteln einzupacken ist.

Die Autoren versuchen zu helfen, indem sie einige einleitende Worte, viele Tipps und eine Liste „Grundbestand“ vor den umfangreichen Rezeptteil stellen. In diesem findet man gegliedert in „kalte Speisen“, Gerichte von der „Kochstelle“, vom „Backofen“, „vom Grill“, aus dem „Räucherofen“ und „Tischfeuer“ allerlei leckere Vorschläge für zünftige Mahlzeiten, die großen und kleinen Essern schmecken, z. B. „Wildkräutersalat“, „Soleier“, „Reibeplätzchen mit Kasseler“, „Brotsuppe pikant“, „Geschnetzeltes mit Gratin“, „Hefezopf“, „Gebratener Lachs vom Grill“, „Spare-Ribs“, „Geräucherte Forellen“ und „Käsefondue“. Zu jedem Rezept gibt es eine Zutatenliste, eine nachvollziehbare Anleitung, dazu oft noch Empfehlungen für Beilagen und Getränke sowie Extra-Tipps. Abgerundet wird mit stimmungsvollen Landschaftsfotos (alle wurden vom Autor in den Bergen geschossen – nur ein ‚Ausreißer’ ist dabei: eine Strandhütte), aber auch mit Abbildungen der Zutaten bzw. der fertigen Gerichte.

Für Auflockerung sorgen zwischendurch eine „Berggeschichte“ und das „Hütten-ABC“. Am Ende des Bandes finden sich noch einige Informationen zum Autorenpaar, das bei Verlag J. Neumann-Neudamm außerdem den Titel „Das Original-Grabitz-Wildkochbuch“ veröffentlicht hat. Alle Rezepte sind leicht nachzukochen und machen schon beim Durchblättern des Buchs Lust, das eine oder andere auszuprobieren, selbst wenn man in den eigenen vier Wänden und nicht auf der Hütte weilt. Bei den Gerichten handelt es sich mehr oder weniger um einfache, rustikale, oft aus der Alpenküche stammende Ideen – aber nicht nur. Manche haben phantasievolle Namen wie „Adleratzung“, „Sülze mit Teufelssoße“, „Geplatzter Bogen“, „Schweineschulter im Heu“ oder „Hüttenglut/Traumfeuer“. Andere kennt man auch aus der bürgerlichen Küche anderen Regionen wie „Sahnehering mit Bratkartoffeln“, „Strammer Max“, „Dicke Bohnen mit Speck“, „Detmolder Holunderküchl“ und „Zwiebelsuppe“. Exotisches ist nicht dabei, wie das folgende Beispiel beweist.

„Leberkäse mit Ei“:
1 Scheibe Leberkäse in etwas Fett braten. 1 Ei braten und mit Salz bestreuen. Den Leberkäse auf einen Teller geben, das Spiegelei darauf legen, mit einem Salatblatt und einer in Spalten geschnittenen Tomate servieren. Dazu Brot und Almdudler (Limonade) reichen. Der Tipp empfiehlt, den Leberkäse von beiden Seiten anzubraten und in einem aufgeschnittenen Brötchen anzubieten.

„Das Hüttenkochbuch“ ist ein sehr schön gestalteter und mit vielen leckeren Rezepten versehener (Bild-) Band, der wahrlich alltagstauglich ist. Hier gibt es keinen unnötigen Schnickschnack – und die Gerichte schmecken trotzdem oder gerade deswegen. Auch für weniger geübte Köche und alle, die kaum Zeit haben und doch gut essen wollen, ist dieses Kochbuch sehr empfehlenswert! (IS) (3xPRT)

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Roland Pfeilstette
2. Vanessa Pflicht
3. Phillip Triska
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

Titel bei Amazon.de:
Das Hüttenkochbuch

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Pilze des Waldes

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

pilze-des-waldesProf. Dr. Gottfried Amann, fortgeführt von Claudia Summerer
Pilze des Waldes

Teilausgabe von „Bodenpflanzen des Waldes“
Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 1962, 8. Auflage: 4/2004
HC, Sachbuch, Lexikon, Taschenbildbuch, Natur & Tier
ISBN 9783788807634
Titelgestaltung von Peter Engel, Grünwald
Titel- und Innenillustrationen Paul Richter
14 Seiten mit Schwarzweiß- und Farbabbildungen

www.neumann-neudamm.de

Prof. Dr. Gottfried Amann wurde vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Bestimmungsbücher bekannt, in denen die wichtigsten Pflanzen und Tiere des einheimischen Waldes vorgestellt werden. Nach seinem Tod 1988 wird das umfangreiche Werk von Claudia Summerer fortgeführt. Besonders beeindruckend in allen Büchern - natürlich auch in „Pilze des Waldes“ - sind die naturgetreuen Illustrationen in Schwarz-Weiß und Farbe, die von Paul Richter stammen.

„Pilze des Waldes“ wendet sich an alle Naturfreunde, seien sie Spaziergänger, die mit Hilfe des Bestimmungsbuches mehr über ihre Umwelt erfahren wollen, oder gehören sie zu den Pilzsammlern, die im Zweifelsfall nachschlagen möchten, ob der Fund in den Korb gehört oder weiter wachsen soll (trotzdem ist es für Unkundige ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen). Das handliche Format des Bandes macht es möglich, ihn als Begleiter immer bei sich zu haben. Im Vorwort wird nicht nur erklärt, wie das Buch zu handhaben ist, sondern die Autoren weisen zudem darauf hin, dass man die Pflanzen nicht mutwillig zerstören darf, denn auch ungenießbare Pilze sind nützlich und dienen anderen Lebewesen als Nahrung.

Als nächstes werden einige Grundlagen und Fachtermini erläutert, damit man z. B. weiß, was die Lorchel von der Morchel unterscheidet oder was es bedeutet, wenn die Blätter/Lamellen als ‚frei’, ‚abgerundet’, ‚angeheftet’, ‚angewachsen’ oder ‚hängend’ beschrieben werden. Auch auf besonders giftige Arten wird ausdrücklich hingewiesen, und einige weitere Sammel-Tipps werden gegeben.

Auf die Farbtafeln folgt nun der Bestimmungsteil. Dieser ist gegliedert in „Schlauchpilze“ (Speise-Morchel, Herbst-Lorchel, Weiße Trüffel etc.) und „Ständerpilze“ (Krause Glucke, Pfifferling, Maronen-Röhrling usw.). Die bedeutendsten Speisepilze sind ebenso hervorgehoben wie die giftigen Sorten; auch andere Namen, unter denen sie bekannt sind (Pfifferling = Reherl), werden erwähnt. Kurz und sachlich beschreibt der Autor Hut, Stiel, Fleisch und Sporenstaub, gibt Auskunft über Standort, Zeit des Wachstums und etwaige Besonderheiten.

Auf die mitunter sehr phantasievollen Namen - wie z. B. Eselsohr, Stinkmorchel, Totentrompete, Satanspilz, Echter Reizker, Lila Dickfuß - geht er im Anschluss ein. Abgerundet wird mit zwei Seiten Rezepte, sowie einem Namens und Sachverzeichnis der beschriebenen Arten, so dass sich die entsprechenden Texte und Abbildungen schnell finden lassen. Wie auch die fünf anderen Bücher der Reihe ist „Pilze des Waldes“ ein sehr schöner, informativer und handlicher Band, der großen und kleinen Naturfreunden gewiss viel Freude bereiten wird. (IS) (3xPRT)

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Pilze des Waldes

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Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
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Die Gewinner der Preisrätseltitel:
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1. Alfons Schlechter
2. Katrin Duda
3. Kerstin Hübner
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
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Jäger 1×1 - Waffentechnik

Erstellt von Werner Karl am 26. Oktober 2009

waffentechnikKettner (Hrsg.)
Jäger 1×1 - Waffentechnik

Basierend auf Grundlagen einer Diplom-Arbeit der Ferlacher Büchsenmacherschule
von Marc Gortschnigg, Patrick Karasin, Florian Bild, Alexander Schönlieb, Martin Gessinger und der E. Kettner GmbH
überarbeitet von Verlag J. Neumann-Neudamm AG und Roland Zeitler
Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 4/2009, 1. Auflage: 9/2008
TB im Kleinformat, Sachbuch, Waffentechnik, Jagdwesen
ISBN 9783788812157
Titelgestaltung von Verlag J. Neumann-Neudamm AG
unter Verwendung eines Bildes der Fa. Blaser: Repetierdoppelbüchse R 93 Duo „Mod. Hamed“
Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.neumann-neudamm.de

Wie der Titel bereits vorwegnimmt, handelt es sich bei diesem Büchlein, das einen robusten Einband hat und gut in die Hemd- oder Jackentasche passt, um Fachliteratur. „Jäger 1 x 1: Waffentechnik“ ist ein sehr gut recherchiertes und anschaulich illustriertes Nachschlagewerk, das sich in erster Linie an Jäger wendet (die für ihre Prüfung lernen) und an all jene, die sich für (Jagd-) Waffen interessieren. Zunächst werden „Kalte oder blanke Waffen“ vorgestellt, d. h. traditionelle und gebräuchliche Messer und Stoßwaffen, von denen manche wie die „Saufeder“ heute nur noch Dekorationszwecken dienen.

Unter „Kurzwaffen“ versteht man Waffen mit einer Gesamtlänge von weniger als 60 cm: die „Pistole“ und der „Revolver“. Ihre speziellen Eigenschaften werden erläutert und Holstervarianten vorgestellt. „Langwaffen“ sind wenigstens 60 cm lang und lassen sich in mehrere Hauptgruppen einteilen, darunter Repetierer, Kipplaufwaffen, halbautomatische Waffen und Flinten. Dieser Teil ist besonders umfangreich, denn außerdem wird auf die verschiedenen Läufe kombinierter Waffen, verschiedene Ladevorgänge, Verschlusseinrichtungen, Schaftvarianten u. v. m. eingegangen. Kein noch so winziges Detail wurde übersehen! Weitere Kapitel sind der „Munition“, der „Optik“, der „Waffenpflege“ und der „Ballistik“ gewidmet. Auch auf die aktuelle Gesetzgebung zum Waffenbesitz und Hinweise auf Gefahren werden nicht ausgeklammert. Als Laie staunt man, wie weit manche Ziel gerichtete Waffe reicht (bis 5000 m), während Schrotwaffen auch in einem stumpfen Winkel streuen können (Radius 50 m).

Die sachlichen, knapp und leicht verständlich gehaltenen Erläuterungen werden durch viele Fotos, Grafiken und Tabellen ergänzt und veranschaulicht. Auch dem Neuling oder Laien vermittelt das Buch sehr viel Wissen und machen es durchaus auch interessant für Autoren historischer und phantastischer Romane und Illustratoren. Die Hauptzielgruppe sind allerdings Jäger, Förster und Sportschützen, die Bedarf an einem informativen Nachschlagewerk haben und ihre Kenntnisse ergänzen oder erweitern wollen. - Ein rundum gelungenes Buch! (IS) (3xPRT)

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Jäger 1×1 - Waffentechnik

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1. Sylvia Pradel
2. Maike Meier
3. Monika Honsel
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Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
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