Buchrezicenter.de

neuauflage

  • Rezi-Tipp

  • Verlage

  • Archiv



Silberlinge

Erstellt von Werner Karl am 8. März 2010

silberlingeJim Butcher
Silberlinge
Die dunklen Fälle des Harry Dresden

Originaltitel: Death Masks (2003)
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
München: Droemersche Verlagsanstalt 2009
Knaur Taschenbuch 50175
Umfang: 431 Seiten
ISBN 9783426501757

www.droemer-knaur.de

Noch immer tobt eine Art “Kalter Krieg” zwischen den Vampiren des “Roten Hofs” und der Vereinigung der Magier, zu der auch der Chicagoer Magier und Privatermittler Harry Dresden gehört. Dieser steht auch als scheinbarer Auslöser des Konflikts im Mittelpunkt des Interesses der Vampire, die immer wieder versuchen, Harry zu töten. Ein mächtiger Vampir bietet ihm deshalb eine Art persönliches Duell an mit der Option, sollte Harry gewinnen, die Fehde ein für alle mal zu beenden. Doch kann man den Mitgliedern des “Roten Hofs” überhaupt trauen?

Als dann auch noch das berühmte Grabtuch Jesu aus Italien gestohlen wird und ausgerechnet in Chicago wieder auftaucht und sich zudem ein Mafiaboss persönlich einschaltet, der Harry ebenfalls nach dem Leben zu trachten scheint, hat der Magier alle Hände voll zu tun, sich seiner Haut zu wehren. Doch seinen gefährlichsten Gegner kennt Harry noch gar nicht, denn er und seine Helfer werden in den Kampf gegen eine uralte Sekte verwickelt, welche die Silberlinge verwalten, jene 30 Silbermünzen, die dereinst Judas für seinen Verrat an Christus erhalten haben soll. Jede dieser Münzen verspricht ihrem Besitzer unglaubliche Macht und Unsterblichkeit, jedoch auch  höllische Seelenqualen und die bedingungslose Abhängigkeit von diesem Machtinstrument. Der Anführer der sogenannten Denarier plant jedoch viel mehr. Mit dem Grabtuch Jesu könnte er mannigfaltige Seuchen unvorstellbaren Ausmaßes über die Menschheit bringen und nur Harry und seine Helfer können dies vielleicht noch verhindern…

Silberlinge ist der fünfte Band der Serie um Harry Dresden und gehört sicherlich zum Besten, was die Reihe bisher zu bieten hatte. Vor allem der durchgängige Spannungsgehalt des Romans ist ein entscheidendes Argument für das Lesevergnügen des vorliegenden Buchs. Dabei wirkt die Action nicht so überzogen wie in Wolfsjagd, kleine Pausen ermöglichen dem Leser Atem zu schöpfen und die verschiedenen Krisenherde und Gegner halten nicht nur den Protagonisten auf Trab, sondern auch den Rezipienten. Zwar labern die Schurken mal wieder zu viel und können es nicht lassen, wenn sie den Gegner schon “unter dem Messer” haben, ihn noch so lange voll zu quasseln, bis endlich Rettung naht, jedoch kann man dem Autor diese Schwäche durchaus nachsehen, gelingt ihm doch erneut ein packendes, atmosphärisch dichtes Abenteuer mit glaubhaften Charakteren und einem nicht zu überbietenden Spannungsgehalt. Über weitere Bände dieser wunderbaren Serie wird man sich freuen dürfen, der nächste soll laut Ankündigung des Verlags bereits im September 2009 erscheinen.

Copyright © 2009 by Gunther Barnewald

Titel bei Buch24.de:
Silberlinge - Die dunklen Fälle des Harry Dresden

Abgelegt unter Horror, Krimi & Thriller | Keine Kommentare »

Turm der Lügen

Erstellt von Werner Karl am 7. März 2010

turm-der-lugenMarie Cristen
Turm der Lügen

Knaur Taschenbuch Verlag, 12/2009
Taschenbuch, History
ISBN 9783426639924
Umschlaggestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter
Verwendung einer Abbildung von The Bridgeman Art Library

www.knaur.de
www.marie-cristen.de

Nach der „Flandern“-Reihe begeistert Marie Cristen diesmal mit einem ganz ungewöhnlichen historischen Roman: „Turm der Lügen“ erzählt von einem Skandal am französischen Königshof im frühen 14. Jahrhundert. Dabei versteht es die Autorin, gut recherchierte Fakten mit Leben zu füllen und nur wenn es nötig ist, auf Fiktion zurückzugreifen.

Frankreich im Jahre 1313: Der alternde König Philipp IV von Frankreich aus dem Geschlecht der Kapetinger hatte vier Söhne. Überlebt haben Ludwig, genannt der Zänker, Philipp und Charles der Schöne. Die beiden Letzteren sind mit Jeanne und Blanche, den Töchtern der überaus ehrgeizigen Mahaut, Pfalzgräfin von Artois, verheiratet, während Marguerite, die Frau von Ludwig, eine Cousine von Jeanne und Blanche ist. Was nur wenige wissen: Mahaut hat eine weitere Tochter, die sie vor 16 Jahren heimlich gegen einen wenige Tage zuvor geborenen Sohn ihrer Kammermagd vertauscht hat. Hugec von Flavy sorgte davor, dass das ungewollte Mädchen versorgt wird, auch nachdem die Kammermagd am Kindbettfieber verstorben war. Und so ist Séverine ahnungslos aufgewachsen, gehasst von ihrem vorgeblichen Vater, aufgezogen von einer Köchin, die dem Mädchen zwar ihre Liebe, aber keinen höfischen Schliff geben konnte.

Adrien Flavy, der Sohn des treuen Ritters, ist entsetzt, als er Séverine nach längerer Trennung wieder sieht. Das Mädchen ist halb Küchenmagd, halb Stallbursche, völlig verwildert und von naiver Unschuld. Er beschließt, dass sie ihrem natürlichen Rang gemäß Besseres verdient hat und bringt sie kurz entschlossen bei Jeanne Burgund unter, damit sie zumindest wie eine Edeldame erzogen wird und vorteilhaft heiraten kann. Er ist selbst in das Mädchen verliebt, versucht aber weiterhin, sie als kleine Schwester zu sehen. Jeanne wie Séverine wissen nichts davon, dass sie leibliche Schwestern sind. Blanche und Marguerite hingegen ahnen auf den ersten Blick, dass dieses Mädchen zumindest keine Magd ist. Sehr schnell wird Séverine in einen Strudel von Intrigen hineingezogen, dem sie nichts entgegenzusetzen hat als Mut und Entschlossenheit: Marguerite und Blanche betrügen ihre Ehemänner – keine Kleinigkeit, denn sie sind die Schwiegertöchter des Königs. Beide Frauen flirten mit der Gefahr, sie sind ebenso schön wie skrupellos. Und sie wissen, dass Séverine mehr gesehen hat, als gut für sie ist …

Auch wenn hier einmal mehr eine Frau zur Heldin wird, die sich strikt weigert zu weben, nähen oder sonst irgendetwas zu tun, was für Frauen dieser Zeit völlig selbstverständlich war, Séverine ist ein überzeugender, sehr sympathischer Charakter. Alle Figuren sind lebendig, die Geschichte sprachlich gekonnt erzählt. Der Skandal, die Politik und das Leben dieser Epoche stehen im Vordergrund; die Liebesgeschichte zwischen Séverine und Adrien bleibt diesmal nur eine zusätzliche Würze. Langeweile kommt dabei keinen Moment lang auf, zudem ist es ein in jeder denkbaren Hinsicht authentisches Buch. Sehr empfehlenswert für alle Liebhaber gut recherchierter historisch-romantischer Geschichten!

Copyright © 2010 by Alexandra Balzer (alea)
 
Titel bei Buch24.de:
Turm der Lügen

Abgelegt unter Historisch | Keine Kommentare »

Die Maurin

Erstellt von Werner Karl am 19. Februar 2010

die-maurinLea Korte
Die Maurin

Historischer Roman
Knaur Taschenbuch Verlag 2010
Umfang 663 Seiten
ISBN 9783426502303

www.droemer-knaur.de

Die Maurin ist nach Die Nonne mit dem Schwert der zweite historische Roman der Autorin Lea Korte. Lea Korte, geboren 1963, wanderte nach Abschluss ihres Studiums nach Spanien aus, wo sie zunächst in Katalonien und später im Baskenland und in Valencia als Übersetzerin und Autorin lebte. Zusammen mit ihrem französischen Ehemann und ihren beiden Kindern lebt sie heute in Südspanien. Mehr Informationen unter www.leakorte.com.

Das Buch die Maurin entführt den Leser in das 15. Jahrhundert. In Andalusien kommt es zu erbitterten Kämpfen zwischen Mauren und Christen, nachdem Hassan, der Emir von Granada, weitere Tributzahlungen an das kastilische Königshaus für die Zukunft verweigert. Dies ist aber durchaus auch im Sinne der Christen, zumindest im Sinne der Königin Isabel und ihrer Berater. Die Christen wollen die Mauren ganz aus ihrem Gebiet vertreiben. Hierzu ist Ihnen jedes Mittel recht und die Weigerung der Mauren die Tributzahlungen weiterhin zu leisten, kommt ihnen mehr als gelegen.

Auch die Mauren gehen gnadenlos gegen ihre Feinde vor. Auf  beiden Seiten gibt es immer wieder Gewinner und Verlierer, aber auch viele Tote, Gefangene und zerstörte Ortschaften und Landstriche. Die Kriegswirren und das Leben in einer maurischen Familie sowie am kastilischen Königshofe kann der Leser in diesem Buch hautnah miterleben, denn er begleitet die junge Maurin Zarah. Zarah, lebt mit ihrem maurischen Vater Abdarrahman und ihrer Mutter Leonor sowie ihren Geschwistern und Halbgeschwistern (Kindern aus der ersten Ehe Abdarrahmans) in Granada. Sie ist bereits mit 10 Jahren einem Mann versprochen, den sie nicht liebt. Aber Zarah ist ein eigenwilliger Charakter und so kommt es, dass sich plötzlich Gefühle in ihr regen für einen anderen Mann, der nicht maurischer Abstammung ist und auch nicht muslimischen Glaubens ist. Zarah hält dies natürlich vor ihrer Familie geheim. Insgesamt entspricht Zarah nicht dem Rollenbild der Frau in der damaligen Zeit und sie hat in vielen Dingen ihren eigenen Kopf.

Sie interessiert sich für politische Dinge und wird so auch als Hofdame von Aischa, der ersten Frau des Emirs Hassan, für diplomatische Aufträge eingesetzt. Kann Sie so auch ihre Eheschließung abwenden? Jedenfalls versucht sie es.Zarah gelangt als Kindermädchen von Ahmed (Aischas und Hassans Enkel) auch nach Kastilien an den Königshof, wo sie ihrer geheimen Liebe erneut begegnet. Das Schicksal jedoch schlägt immer wieder grausam zu und über Zarahs Familie und auch über Zarah selbst bricht ein Unglück nach dem Anderen herein.

Dieses Buch verbindet Historie mit Liebesgeschichte. Trotz der Länge von 663 Seiten wird die Geschichte an keiner Stelle langweilig. Durch die lebendige Beschreibung der unterschiedlichen Lebensweisen beider Völker, und ihrer Ansichten fühlt sich der Leser beiden Völkern verbunden. Das Buch wird vervollständigt durch eine Auflistung der beteiligten Personen zu Beginn und durch eine Nachbemerkung, eine Zeittafel, Stammbäumen und einem Glossar sowie Literaturhinweisen zum Schluss des Buches. Dem Leser fehlt es somit an Nichts. Er kann sich ganz und gar in der Geschichte verlieren.

Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel bei Buch24.de:
Die Maurin

Abgelegt unter Historisch | 2 Kommentare »

Das Gemälde

Erstellt von Werner Karl am 13. Februar 2010

das-gemaldeSusan Hill
Das Gemälde

Originaltitel: The Man in the Picture (2007).
Aus dem Englischen von Susanne Aeckerle.
München: Droemersche Verlagsanstalt 2009.
Knaur Taschenbuchhardcover.
Umfang 158 Seiten
ISBN 9783426663509

www.droemer.de

Der Protagonist und Ich-Erzähler besucht eines abends seinen alten Collegetutor, einen eingefleischten Junggesellen, der auf seine alten Tage noch immer in der Hochschule wohnt. Dieser erzählt ihm die unheimliche Geschichte eines alten Bildes, welches bei ihm im Wohnzimmer hängt. Auf diesem ist ein unheimlich wirkende Karnevalsszenerie in Venedig dargestellt, bei der viele Menschen in traditionellen Masken umher wimmeln, jedoch ein Mann Hilfe flehend, irgendwo im Hintergrund, zum Betrachter blickt, während zwei Verkleidete ihn wegführen wollen.

Der Protagonist erfährt, dass sein Tutor das Gemälde dereinst auf einer Auktion erstanden hat, da ein anderer Bieter zu spät kam, der es um jeden Preis hatte kaufen wollen. Erst Jahre später erfährt der Hochschullehrer, welche Geschichte sich dahinter verbirgt, nämlich die einer eifersüchtigen, rachsüchtigen Frau, einer verschmähten Geliebten, die sich an ihrem ehemaligen Freund rächt, indem sie ihn in Venedig verschwinden lässt. Mysteriöserweise taucht sein Abbild jedoch in dem Gemälde wieder auf. Er ist der Mann im Hintergrund, der den Betrachter Hilfe suchend anblickt. Seine Witwe möchte das Gemälde zurück haben, zumal die rachsüchtige ehemalige Geliebte sich auch noch den Sohn der Witwe geangelt hatte und letztere aus dem Haus gedrängt und das Bild weggegeben hatte. Durch einen Unfall starb die Rächerin jedoch und der Sohn wurde so schwer verletzt, dass er ebenfalls, Jahre später, als Krüppel, den Verletzungen erliegt.

Doch der Hochschullehrer verweigert die Rückgabe, trotz der unheimlichen übersinnlichen Ausstrahlung des Gemäldes und seiner düsteren Vorgeschichte. Nach dem überraschenden Tod des Tutors findet sich der Protagonist als Erbe plötzlich im Bann des seltsamen Bildes wieder. Als nach seiner Hochzeit die Ehefrau die Hochzeitsreise ausgerechnet nach Venedig machen will und er sie nicht davon abbringen kann und mag, passiert ein Unglück…

Susan Hills hier vorliegende Novelle erinnert stark an klassische Gespenstergeschichten eines Lord Dunsany oder Sheridan LeFanu. Dies ist wohl auch beabsichtigt, denn der größte Teil der Handlung wird bei zwei abendlichen Treffen des Protagonisten mit seinem Tutor quasi “am Kaminfeuer” erzählt, so wie es vielen klassischen Gruselerzählungen zukommt. Leider ist die Idee der Autorin nicht besonders neu oder originell (Oscar Wilde stand hier wohl ebenso Pate wie eine Kurzgeschichte von W. Sommerset Maugham, die im Episodenfilm Mord ohne Mörder gutklassig verfilmt worden ist), das Ganze ist jedoch immerhin geschickt und atmosphärisch akzeptabel umgesetzt.

Wer sich im Genre auskennt, wird sich wohl eher langweilen und alles für vorhersehbar halten, wer jedoch keine ausgeprägte Kenntnis klassischer Geistergeschichten besitzt, kann sich bei der Lektüre sicherlich wohlig gruseln und einen gar heimeligen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Copyright © 2009 by Gunther Barnewald
 
Titel bei Amazon.de:
Das Gemälde

Abgelegt unter Mystery | Keine Kommentare »

Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich

Erstellt von Werner Karl am 9. Februar 2010

kreuzstich1Tatjana Kruse
Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich

München: Droemersche Verlagsanstalt 2010
Knaur Taschenbuch 50367
Umfang: 319 Seiten
ISBN 9783426503676

www.droemer-knaur.de

Der vorliegende Krimi ist das erste Abenteuer um den knuffigen Helden Kommissar I. R. Siegfried Seifferheld aus Schwäbisch Hall. Bei einem gescheiterten Banküberfall wurde Seifferheld dereinst an der Hüfte verletzt und, da er sich ehedem langsam dem Pensionsalter nähert, in Rente geschickt. Doch ein Workaholic wie Seifferheld lässt sich so leicht nicht aufs Abstellgleis schieben. So erledigt er kleinere Aufträge für die Polizei, schreibt unter anderem die Polizeiberichte für die Presse und erntet ob seiner flapsigen, auf den witzigsten Punkt gebrachten Formulierungen dort viel Lob, obwohl er eigentlich nur beabsichtigt hatte, diese lästige Aufgabe wieder los zu werden.

Als dann mehrere durchtrainierte Junggesellen im “besten Mannesalter” zwischen 40 und 50 abrupt hintereinander aus mysteriöse Weise den Löffel abgeben müssen, wittert Seifferhelds Spürnase einen perfiden Serienkiller, während die Polizei hartnäckig von Unfällen ausgehen möchte. Also beginnt der Ruheständler auf eigene Faust mit den Ermittlungen, ohne sich um den Spott seiner aktiven Kollegen zu kümmern.

Dass er dabei das Leben eines guten Freundes riskiert, indem er ihn als Lockvogel einsetzt, seine VHS-Kochgruppe als Unterstützung instrumentalisiert und auch mal Autos kaputt fährt, um vermeintliche Verbrecher zu verfolgen, die sich dann als harmlose Bürger heraus stellen, ficht den Kommissar a. D. genau so wenig an, wie der Spott seines “häuslichen Harems”, der aus seiner grimmigen Schwester, seiner erfolgreichen Bankertochter und der völlig durchgeknallten Enkelin besteht, die sich auch schon mal nackt an irgendwelche öffentlichen Geländer kettet, um gegen menschliche “Verfehlungen” zu protestieren oder als Pin-up-Girl für Bild zu posieren.

Als der Serienkiller immer öfter zuschlägt, merkt schließlich sogar die ignorante Polizei, dass etwas faul ist in Schwäbisch Hall, aber da beginnt der Mörder schon fast Amok zu laufen und nur Seifferheld scheint ihm nah genug auf den Fersen zu sein, um ihn wirklich stoppen zu können. Oder hat der arrogante Psychotherapeut, den der Kommissar befragt hatte, etwa recht und der Mörder ist eine Mörderin?…

Mit dem schrulligen Siegfried Seifferheld gelingt Tatjana Kruse die Erschaffung eines wunderbar schrägen Protagonisten, den man in seiner ganzen Altherrenspießigkeit einfach gerne haben muss. Obwohl der Kommissar eine Zusammenballung übelster Klischees und reaktionärster Ansichten ist, kann man ihm nie wirklich böse sein, zumal er köstliches Chaos bei seinen Ermittlungen verbreitet. Dass der Mörder erst sehr spät im Buch erscheint, ist ob der gebotenen Unterhaltung kein Manko, die witzigen Charaktere halten die Handlung am Laufen, so dass die kriminalistischen Elemente fast zur Nebensächlichkeit geraten.

Ähnlich wie beim knuddeligen Inspektor Columbo muss man Seifferheld, seinen Hund Onis und auch alle anderen Figuren des Romans einfach ins Herz schließen. Wer Humor hat und provinzielle Krimis nicht ganz bierernst meint betrachten zu müssen, dem sei dieses herrliche Buch empfohlen. Als Leser kann man sich nur auf weitere Abenteuer dieses außerordentlichen Helden freuen. (5xPRT)

Copyright © 2010 by Gunther Barnewald

Titel bei Amazon.de:
Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich

Abgelegt unter Krimi & Thriller, geplante Preisrätsel | Keine Kommentare »

Der Bastard von Tolosa

Erstellt von Werner Karl am 6. Februar 2010

der-bastard-von-tolosaUlf Schiewe
Der Bastard von Tolosa

Droemer Verlag, München, 11/2009
HC mit Schutzumschlag, Belletristik, History
ISBN 9783426198414
Titelgestaltung von ZERO Werbeagentur, München unter Verwendung
eines Motivs von Fine Pic, München, Bridgeman Art Library

www.droemer.de

Ulf Schiewe, Jahrgang 47, hat, statt einer Karriere als Kunstmaler nachzugehen, in der Softwareindustrie gearbeitet. Nun hat er sein Debüt in der Kunst des Schreibens gegeben und einen historischen Roman vorgelegt, der in jedem nur denkbaren Wortsinn episch zu nennen ist. Auf über 900 Seiten entfaltet sich die bewegende Lebensgeschichte des Edelmanns Jaufré Montalban, Cavalier und Castellan von Rocafort. In der Ich-Perspektive wird erzählt, wie er 1096 mit tausenden anderen Kriegern aufbricht, um Jerusalem zu ‚befreien’. Er entflieht so der glücklosen Ehe mit einer Frau, zu der er gezwungen wurde, nachdem er seine Liebe nicht heiraten durfte. Vierzehn Jahre bleibt er in Outremer, wo er sein Glück findet. Er ist Castellan einer großen christlichen Festung, hat eine Frau, die er über alles liebt, und eine Tochter.

Doch dann wird seine Frau getötet, und er kehrt mit seiner Tochter und seinem Freund Hamid - ein Moslem - nach Hause zurück. Dort wird er nicht mit mit offenen Armen empfangen: Seine Familie hatte ihn tot geglaubt, seine erste Frau steht im Begriff, einen anderen Mann zu heiraten, sein Sohn Raoul begegnet ihm mit Hass und Unverständnis. Bald wird er von neuem in Krieg, Verrat und Kampf verstrickt, denn er hütet ein gefährliches Geheimnis …

Kunstvoll nutzt der Autor Retroperspektiven und all die Vorteile, die der Ich-Erzähler bietet, um den Leser hautnah an die Schrecken der Kreuzzüge und die für uns so grausam erscheinende Zeit des 11. Jahrhunderts heran zu führen. Jaufré wirkt gerade durch seine Fehler, seine emotionale Naivität, seine geradlinige Ehrlichkeit beinahe erschreckend authentisch. Auch all die anderen Charaktere werden durch das Auge des Erzählers lebendig, ob es nun der unschuldige kleine Mönch ist, der den Erinnerungen des Edelmannes lauscht, die Freunde, Feinde oder Geliebten dieses Mannes: Sie alle wirken stark und überzeugend.

Etwas schwächer ist die Sprache der Helden: Man mag Jaufré verzeihen, dass er durch sein hartes, sehr wechselhaftes Leben zu solch modernen Gedanken und Lebenseinstellungen gelangt ist, doch auch viele Nebenfiguren sprechen unangemessen für diese Epoche. Außerdem ist der sehr detailgetreue Stil manchmal zu ausschweifend, um die Spannung ungebrochen hochhalten zu können. Das sollte aber niemanden davon abhalten, dieses Epos zu genießen, das für männliche wie weibliche Leser viel zu bieten hat: Schlachtengetümmel, Kampf, Niederlage und Sieg, aber auch Liebe, Verlust, Intrigen.

Alles in allem ist „Der Bastard von Tolosa“ ein historischer Roman, der sich wohltuend von jenem Schema F abhebt, das sich in jüngster Zeit in dieses Genre eingeschlichen hat. Keine tapfere Heldin, die männlicher Gewalt trotzen muss, bis ihre wahre Liebe sie errettet, sondern authentische Menschen vor sorgsam recherchiertem Hintergrund, agieren hier.

Copyright © 2010 Alexandra Balzer
 
Titel bei Amazon.de:
Der Bastard von Tolosa

Abgelegt unter Belletristik, Historisch | Keine Kommentare »

Bluthunger

Erstellt von Werner Karl am 29. Januar 2010

bluthungerJim Butcher
Bluthunger

Originaltitel: Blood Rites (2004).
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski.
München: Droemersche Verlagsanstalt 2009.
Knaur Taschenbuch 50360.
Umfang: 432 Seiten
ISBN 9783426503607

www.droemer-knaur.de

Auch im sechsten Abenteuer des urbanen Magiers Harry Dresden lässt es der Autor wieder ordentlich krachen. Diesmal verwebt er sogar auf äußerst geniale Weise zwei scheinbar verschiedene Handlungsstränge zu einem. Denn während Harry die mächtige Vampirin Mavra vom Roten Hof, die ihm im Auftrag ihrer Sippe nach dem Leben trachtet, jagt, um endlich wieder Ruhe zu haben und seine Mitmenschen zu schützen, erhält er von einem Vampir des Weißen Hofs einen kniffligen Auftrag.

Da der Vampir des Weißen Hofs ihm bei seinem letzten Auftrag geholfen hat, bisher immer aufrichtig zu ihm war und Harry ihm noch etwas schuldig ist, nimmt er den Auftrag an. Er soll einen Filmregisseur beschützen, dessen Umgebung immer wieder von einem bizarren Fluch heimgesucht wird, welcher Menschenleben fordert. Was zunächst harmlos aussieht, erweist sich bald als von langer Hand eingefädelte Intrige, und Harrys Eingreifen scheint genau das zu sein, was den Verschwörern in den Kram passt. Währenddessen bereitet auch Mavra einen tödlichen Schlag vor und Harry bleibt nichts anderes übrig, als ihr um jeden Preis zuvor zu kommen, auch wenn er dazu einen teueren und überaus gefährlichen Söldner engagieren muss, um sich in die Höhle des Löwen zu begeben…

Die vehementen Abenteuer des Harry Dresden werden von Roman zu Roman immer besser. Wie bei seinem Vorgänger Silberlinge erscheinen auch hier die Action und ruhigere Sequenzen, bei denen der Leser etwas durchatmen kann, perfekt austariert. Das Buch knistert 432 Seiten lang ununterbrochen vor Spannung, ohne den Leser zu ermüden, bevor die Geschichte beendet ist. Die Konstruktion der beiden Handlungsebenen und ihre nahezu perfekte Verschränkung machen Bluthunger zu einem hochgradigen Lesegenuss. Mit dem Killer Kincaid erschafft der Autor zudem einen weiteren äußerst interessanten Protagonisten, der die Phantasie des Lesers beflügelt. Absoluter Hit sind jedoch wieder Harrys flapsige Sprüche, die in den unmöglichsten Situationen (und meist ganz besonders hier) aus ihm heraus purzeln, und sowohl Mitstreiter als auch Gegner nur zur absoluten Verzweiflung bzw. Weißglut treiben können. Bluthunger ist wieder Lesevergnügen pur; und wer sich dies entgehen lässt, dem ist eben nicht zu helfen! (5 x PRT)

Copyright © 2009 by Gunther Barnewald

Titel bei Amazon.de:
Bluthunger

Abgelegt unter Horror, Krimi & Thriller, geplante Preisrätsel | 1 Kommentar »

Alterra - Die Gemeinschaft der Drei

Erstellt von Werner Karl am 27. Januar 2010

alterra1Maxime Chattam
Alterra - Die Gemeinschaft der Drei

Originaltitel: Autre Monde, L´Alliance des Trois (2008).
Aus dem Französischen von Maximilian Stadler und Nadine Püschel.
München: Droemersche Verlagsanstalt 2009.
PAN Verlag Hardcover.
390 Seiten.
ISBN 9783426283004

www.pan-verlag.de
www.droemer-knaur.de

Matt Carter und seine Freunde sind All-American-Teenager und leben natürlich in New York (wer könnte je an einem anderen Ort leben!). Als nach einem Stromausfall bei einem Blizzard plötzlich fast alle Erwachsenen verschwinden und die wenigen Überlebenden Erwachsenen in Mutanten verwandelt werden, nehmen Matt und sein Freund Tobias die Beine in die Hand, um vor einer Abfolge sensationeller Ereignisse die Flucht zu ergreifen, dem Tod immer wieder von der Schippe zu springen und wahrscheinlich irgendwann die Welt zu retten, was man als Leser aber frühestens im dritten Teil erfahren darf, da der französische Autor naturgemäß mehr als 1000 Seiten brauchen wird, um seine überaus triviale Geschichte zu erzählen.

Zwar behauptet der Klappentext, der Autor sei bereits über 30 Jahre alt, der Inhalt reiht das Buch jedoch nahtlos in die Reihe der Bücher jener Jungautoren, die bereits mit 14 ihr erstes Opus magna verbrochen haben, es mit 16 veröffentlichen und nun die Welt damit beglücken. Dass der Franzose sein Werk auch noch in New York spielen lässt, ist nur die müde Eröffnung für eine gewaltige Aneinanderreihung übler Klischees. Schade, dass man bei Droemer ausgerechnet mit diesem gehaltlosen Schlagetot von Buch die neue Hardcover-Phantastikreihe eröffnet, obwohl sich der niveaulose Dumpfsinn wahrscheinlich rasend gut verkaufen wird, setzt der Autor doch wie in einem geschmacklosen Kochrezept alle Trivialitäten geschickt zu einer spannenden Melange zusammen, die für Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit wohlschmeckend und gut lesbar sein dürfte.

Einen gewissen Spannungsgehalt kann man der kruden Geschichte wahrlich nicht absprechen, der pseudointellektuelle Plot, den der Autor andeutet (und den Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan bereits mit deutlich mehr Glaubwürdigkeit und Verve in The Happening propagierte) und die an den Haaren herbeigezogenen Ereignisse der Erzählung lassen den erfahrenen Phantastikleser jedoch vollends verzweifeln. Für ahnungslose Jugendliche und Actionjunkies o. k., wer aber etwas Ahnung vom Genre hat, der wendet sich mit Grausen ab, was aber dem Verkauf wohl (wie so oft) keinen Abbruch tun wird.

Copyright © 2009 by Gunther Barnewald
 
Titel bei Amazon.de:
Alterra - Die Gemeinschaft der Drei

Abgelegt unter Fantasy, Mystery | Keine Kommentare »

Closer

Erstellt von Michael Drewniok am 12. Januar 2010

cortez-closerDonn Cortez
Closer

Originaltitel: The Closer (New York : Pocket Star Books, a division of Simon & Schuster 2004)
Übersetzung: Friedrich Pflüger
Deutsche Erstausgabe: September 2008 (Knaur Taschenbuch Verlag/TB Nr. 63703)
399 S.
ISBN-13: 978-3-426-63703-6
Als Hörbuch: Oktober 2008 (Argon Verlag)
Sprecher: Martin Kessler
5 CDs in Brillantbox (339 min.)
ISBN-13: 978-3-86610-548-5
(sfbentry)

Das geschieht:

Vor drei Jahren hat ein Serienkiller die gesamte Familie des Kunstmalers Jack Salter auf grausamste Weise ausgelöscht. Der ist daraufhin zum unerbittlichen Rächer mutiert. Er sucht den Unhold, doch in dem Wissen, dass noch viele andere Mörder ihr Unwesen treiben, hat Jack seinen Rachefeldzug auf alle in den USA und Kanada aktiven Psychopathen ausgeweitet. Er jagt sie systematisch, lockt sie in die Falle und sperrt sie in seinen privaten Folterkeller. Dort müssen sie ihm ihre Untaten gestehen. Mit der Leiche des schließlich getöteten Mörders werden die dabei entstehenden Tonaufnahmen der Polizei zugespielt.

Die Medien, die Gesetzeshüter und die Angehörigen der Mordopfer haben Jack längst ins Herz geschlossen, da er die Monster auslöscht, die man auf legale Weise oft kaum dingfest machen kann. Mann nennt ihn den „Closer“, denn Jack sorgt dafür, dass die Akten der Mörder geschlossen werden können.

Jack ‚arbeitet‘ auch deshalb so effektiv, weil er sich auf die Unterstützung der Prostituierten Nikki verlassen kann, der er einst das Leben rettete. Gemeinsam haben sie bereits diverse Serienkiller gestellt und ausgeschaltet. Jetzt steht Jack vor seiner größten Herausforderung: Er konnte die geheime „Jagdrevier“-Website infiltrieren, die Webmaster „Dschinn-X“ als Netzwerk für Serienmörder eingerichtet hat. Hier können sie als „Rudel“ miteinander kommunizieren, mit ihren Gräueltaten prahlen und ‚Jagdtipps‘ austauschen.

Wenn Jack die Nicknames der Teilnehmer entschlüsselt, kann er auf einen Schlag ein halbes Dutzend äußerst erfolgreicher Killer eliminieren. Darunter ist auch der „Patron“, in dem Jack den Mörder seiner Familie erkennt. Er gibt sich als „Dschinn-X“ aus und versucht seine Gegner zu täuschen und auszuspionieren. Doch die sind misstrauisch und sehr gewieft, wenn es um ihre Sicherheit geht. Nikki macht sich zudem Gedanken über Jacks psychische Verfassung. Die grausamen Folterverhöre haben ihre Spuren hinterlassen. Ist Jack noch der objektive Rächer, oder hat er das Lager gewechselt und ist selbst zum Lustmörder geworden …?

Wenn schon, denn schon …

Verkaufsbewährte Namen und grell angepriesene Unbekannte dominieren den deutschen Krimi-Buchmarkt. Gemeinsamer Nenner ist viel zu oft die mittelmäßige Qualität dieser Elaborate. Man muss wirklich entschlossen sein und über die Fähigkeit verfügen, Enttäuschungen gleich im Salventakt an der Leserseele abprallen zu lassen, will man in diesem Einheitsbrei nicht nur rühren, sondern etwas wirklich Lohnendes gleich Lesenswertes finden.

Wobei „lesenswert“ ja nicht unbedingt „neu“ oder gar „originell“ bedeuten muss. Beide Attribute kann Donn Cortez für „Closer“ sicher nicht beanspruchen. Das lässt sich aber selten so gut verschmerzen wie in diesem Fall. „Closer“ ist Handwerk pur und fern jeder klassischen Qualität, wie das diejenigen, die zwischen ‚Schund‘ und ‚Literatur‘ zu differenzieren pflegen, nur zu gern und angewidert bestätigen werden. Aber „Closer“ macht Spaß. Selten liest man einen Thriller, der nicht nur als Pageturner konzipiert wurde, sondern diesen Anspruch auch erfüllen kann. Dabei hat Donn Cortez im Grunde nur zwei bewährte Regeln beherzigt: Beherrsche deinen Job – das Schreiben – und gib dort Gas, wo die Wankelmütigen zaudern.

Der Vigilant mit seinem Drang zur Selbstjustiz gehört nicht nur in den USA zum festen Inventar der Unterhaltungsmedien. Zu verlockend ist der Gedanke, auf dem Weg zum ‚gerechten‘ Urteil eine Abkürzung zu nehmen, das scheinbar notorisch liberale und auch dem überführten Übeltäter schützenden Gesetz zu umgehen und die Strafe als Rache zu zelebrieren: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Selten wird dieses Prinzip so kompromisslos durchgespielt wie in „Closer“. Cortez arbeitet wie der Regisseur eines Horror-B-Movies mit intensiven Splatter-Einlagen. Zwar schwelgt er nicht in Blut & Gedärmen, doch er beschränkt sich nicht auf Andeutungen: Wenn Jack und das „Rudel“ foltern, dann erfahren wir, was sie ihren Opfern antun.

Unter Blut und Schweiß kaum auseinanderzuhalten

Das geschieht nicht (nur) als Service für die Fans des aktuell beliebten Folter-Pornos à la „Saw“ oder „Hostel“. Tatsächlich beschreibt Cortez  ‚nur‘ den entsetzlichen „Bind-Torture-Kill“-Alltag realer Serienkiller und lässt diese zusätzlich darüber reflektieren. Wenn die plakativen Sitzungen ausführlicher Foltersitzungen auszuufern drohen, ersetzt Cortez sie lieber durch fiktive ‚Essays‘, in denen „Dschinn-X“, „Gourmet“, „Patron“ oder „Road-Rage“ über ihren ‚Job‘ philosophieren. Das Entsetzen speist sich aus dem sachlichen Tonfall, in dem sie über schauerlichste Gräuel diskutieren.

Auf einer zweiten Handlungsebene ist „Closer“ die mindestens ebenso dramatische Höllenfahrt eines Mannes, der dem folgenschweren Irrtum unterliegt, er könne seinen inneren Frieden wiederfinden, indem er die Welt von ihren Dämonen befreit. „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ Dieser berühmte, fast schon zur Plattitüde verkommene Aphorismus Friedrich Nietzsches (Nr. 146; „Jenseits von Gut und Böse“, 1886) trifft den Nagel auf den Kopf. Jack hat die Grenze womöglich überschritten. Diese Frage stellt sich stellvertretend für den Leser Nikki, die nicht nur Jacks Partnerin bei der ‚Jagd‘ ist, sondern auch die Stimme der Vernunft verkörpert, für die Jack taub geworden ist. Wenn er foltert, dann wendet er die Methoden seiner Gegner an. Dabei bedient er sich der gleichen ‚Argumente‘ wie seine Gefangenen, wenn diese ihre Taten rechtfertigen. Kein Wunder, dass Nikki Schwierigkeiten hat, zwischen dem gleichermaßen mit Blut bespritzten Täter und seinen Opfer zu unterscheiden, wenn sie in Jacks Folterkeller schaut.

Die Ambivalenz des Mannes Jack, der im Grunde als Sympathiefigur dargestellt ist, wird von Cortez vorbildlich in den Dienst seiner Geschichte gestellt. Die Sprache ist nüchtern, kein Zeigefinger wird erhoben, keine Kompromisse werden gemacht; es wird erklärt aber nicht gewertet. Eine literarische Verfremdung der grausigen Fakten findet nicht statt. Dem Leser wird kein Hintertürchen gelassen.

Prompt und vom Verfasser natürlich methodisch geweckt stellt sich Unbehagen ein. Man wird zum Voyeur gemacht und muss Stellung beziehen: Ist es nicht ‚richtig‘, dass eingefleischte Psychopathen, die dem Gesetz und seinen Hütern viel zu oft durch die Finger schlüpfen, schlicht ausgerottet werden? Cortez verdeutlicht den Preis der Selbstjustiz, und das macht er besser als jeder predigende Gutmensch.

Mit dem Bleifuß auf dem Spannungspedal

Im Vordergrund steht für Cortez die Geschichte. Die ist beispielhaft geplottet, weil stringent, rasant und dabei doch voller Überraschungen. Wenn Jack sich gleich mit mehreren Serienkillern anlegt, hat er, den Cortez erfolgreich als extrem organisierten und deshalb so erfolgreichen „Closer“ dargestellt hat, sich eindeutig übernommen. Das Schiefgehen eines ausgeklügelten Racheplans ist Klischee, aber so geschickt wie hier variiert beschert er einem Roman zuverlässig zusätzliche Spannungsschübe. Cortez wird im Finale möglicherweise zu theatralisch mit „Patrons“ Rechtfertigung seiner Schandtaten als Katalysator einer monströsen und buchstäblichen „art pour le art“; hier orientiert sich Cortez unnötig am genialischen Metzel-Vorbild Hannibal Lecter.

Die Idee einer Website für Serienkiller ist so ‚logisch‘, dass sich tatsächlich die Frage stellt, wieso oder ob es so etwas nicht schon gibt. Schon erwähnt wurde, dass Cortez auch hier die ‚richtigen‘, d. h. erschreckenden Worte findet, wenn er seine Psychopathen chatten, über das Für und Wider verschiedener Mordmethoden beraten oder über frustrierende ‚Betriebsunfälle‘ klagen lässt. Dieser Wahnsinn hat Methode. Das lässt ihn sehr real wirken.

„Closer“ ist trotz der Geschwindigkeit, mit der die Ereignisse ablaufen, durchaus keine Hetzjagd von Mord zu Mord. Es gibt Ruhephasen, die vor allem der Erläuterung und Informationsvermittlung dienen. Sie sind sorgfältig in den Erzählfluss eingebettet. Nicht selten sprengen sie dessen Chronologie. Nicht einmal die Einleitung bleibt ohne Zeitsprünge. Was dort geschieht, wer Jack und Nikki sind und wer wen jagt, bleibt zunächst unklar. Nicht nur unsere beiden Hauptfiguren, sondern auch ihre Gegner lernen wir erst ‚bei der Arbeit‘ kennen.

Im letzten Drittel rückt Jacks Erkenntnisprozess in den Vordergrund. Er stellt sich endlich der Frage, ob „Closer“ womöglich der Spitzname eines weiteren Serienkillers geworden ist. Die Antwort fällt erneut anders aus als erwartet. Im Anschluss demonstriert Cortez, wie man den Leser mit einer ganzen Kette infam eingefädelter Schlusstwists von einer Verwirrung in die nächste stürzt: Die wahre Identität des „Patrons“ wird erfolgreich so spät wie möglich gelüftet.

Diese Tour-de-Force leitet gleichzeitig ein Happy-end ein, das man nur tragisch aber nochmals konsequent nennen kann. Es komplettiert einen Thriller, dessen Ökonomie vorbildlich ist. 400 Seiten benötigt Cortez für seine Geschichte. Sie werden mit einer Geschwindigkeit umgeblättert, die sogar den erfahrenen Leser überraschen dürfte …

Autor

Donn Cortez ist das Pseudonym des kanadisches Schriftstellers Don H. DeBrandt, der unter seinem Geburtsnamen Science Fiction und Horror schreibt. „The Quicksilver Screen“, sein Romandebüt von 1992, wurde vom renommierten SF-Magazin „Locus“ als Geheimtipp gehandelt. DeBrandt schrieb außerdem für “Marvel Comics”, wo er an Reihen wie „Spiderman 2099“ und „2099 Unlimited“ mitarbeitete.

Seit 2006 verfasst DeBrandt, der im kanadischen Vancouver lebt und arbeitet, Romane zur TV-Serie „CSI: Miami“. Über seine Werke informiert diese Website.

[md]

Titel bei Amazon.de
Titel bei Amazon.de (Audiobook)

Abgelegt unter Hörbuch & Hörspiel, Krimi & Thriller | Keine Kommentare »

Der Wald des Vergessens

Erstellt von Michael Drewniok am 25. Dezember 2009

hill-wald-cover-tb-2010Reginald Hill
Der Wald des Vergessens

Originaltitel: The Wood Beyond (London : HarperCollinsPublishers 1996)
Übersetzung: Xenia Osthelder
Deutsche Erstveröffentlichung (geb.): Februar 2005 (Europa Verlag)
480 S.
ISBN-13: 978-3-203-78010-8
Als Taschenbuch: Januar 2010 (Knaur Taschenbuchverlag/TB Nr. 62756)
608 S.
ISBN-13: 978-3-426-62756-3

Das geschieht:

Detective Superintendent (dieses Mal in der Übersetzung seltsamerweise & falsch als “Kommissar” betitelt) Andrew Dalziel, “der dicke Andy” (auch “das Ekelpaket”, “der fette Bastard” usw.) genannt, absolutistischer Herr der Kriminalpolizei von Mid-Yorkshire, muss zu seinem Ärger kurzfristig auf seinen besten Ermittler und Freund Peter Pascoe verzichten. Dem ist seine streitbare Oma Ada gestorben, um deren Bestattung und Nachlass er sich nun zu kümmern hat. Dabei fällt ihm aus einem Geheimfach des großmütterlichen Sekretärs ein altes Foto in die Hände. Es zeigt seinen Urgroßvater, der während des Ersten Weltkriegs in einer der vielen Schlachten bei Ypern 1917 gefallen ist.

Peter wird neugierig. Über ihren Vater hatte Ada nie reden wollen. Stattdessen stellte sie einen lebenslangen Hass auf alles Militärische zur Schau. Weil ihn das schlechte Gewissen plagt - mit der Großmutter hatte er sich vor Jahren zerstritten -, stellt er Nachforschungen über seinen Vorfahren an. Aus Interesse wird rasch Besessenheit, denn Peter stellt fest, dass ein düsteres Geheimnis das gar nicht so offizielle Ende des alten Soldaten umgibt.

In Mid Yorkshire lauert freilich schon Dalziel auf seine Rückkehr. Militante Tierschützer haben ein versteckt im Wald gelegenes Pharmalabor überfallen. Es misslang ihnen durch den Sperrgürtel ins Innere vorzudringen. Stattdessen fanden sie in einem Schlammloch ein menschliches Skelett. Dies lag dort wohl schon länger als das Labor existiert. Trotzdem ist Dalziel misstrauisch. Ihn irritiert der enorme Sicherheitsaufwand, der hier getrieben wird. Der Laborleiter ist auffallend nervös. Unter dem paramilitärisch gedrillten Wachpersonal erkennt Dalziel alte Bekannte, die manches Gefängnisjahr abgebrummt haben. Was geht also wirklich vor hinter diesen vorzüglich abgeschirmten Mauern - und hat Dalziels neue Liebe, die anarchistische Cap Marvell, etwas damit zu tun …?

Die schmutzigen Details des “Großen Kriegs”

Die Lektüre eines Dalziel/Pascoe-Romans von Reginald Hill bereitet dem vergnügten Leser jedes Mal eine Überraschung: Was hat sich der Verfasser nun wieder einfallen lassen, um sein Publikum zu unterhalten? Es gibt D/P-Krimis à la Agatha Christie, Politthriller, Noir-Parodien, Geister treten auf … Hills Fantasie sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Mit Genre-Elementen treibt er sein intelligentes Spiel. Puristen mögen ihm das übel nehmen. Wagemutige Leser dagegen schätzen es, immer wieder intelligent aufs Glatteis geführt zu werden - hier mit einem Historien-Drama; einem halben jedenfalls, denn Hill vergisst auch jene nicht, die einen ‘richtigen’ Mordfall gelöst sehen möchten (um stattdessen doch wieder aufs Kreuz gelegt zu werden).

Der Erste Weltkrieg, den man in England immer noch den “Großen” nennt, steht in der Reihe der nationalen Triumphe und Tragödien immer noch ganz oben, obwohl der zeitlich nähere Kampf gegen Nazideutschland manchmal die Erinnerung an die unmenschlichen Schützengrabenschlachten zwischen 1914 und 1918 verdeckt, denen 750.000 Engländer zum Opfer fielen.

Der Triumph bestand daran, dass Großbritannien 1918 zu den Siegernationen gehörte. Auf diese Seite wird vor allem von offizieller Seite gern und oft aufmerksam gemacht. Von der Tragödie spricht man dagegen weniger gern: Tatsache ist, dass dieser Sieg nicht wegen, sondern trotz militärischer Befehlshaber errungen wurde, die ihre Soldaten unzureichend ausgerüstet in völlig sinnlose Kämpfe schickten, wo sie nicht selten täglich zu Zehntausenden umkamen. Erst recht nur ansatzweise thematisiert wird das Schicksal von Kämpfern, die zwar überlebten, durch das erlebte Grauen in den Kraterlöchern und Schützengräben jedoch buchstäblich verrückt wurden. Sie verdarben das glanzvolle Siegesbild, denn manchmal taten sie das Undenkbare: Statt für das Vaterland in einem namenlosen Schlammloch zu verrecken, ergriffen sie die Flucht. Die Konsequenz: der Tod durch ein Hinrichtungskommando, das aus den eigenen Kameraden bestand. Es brauchte keinen Feind, um vom Krieg verschlungen zu werden. Diese bittere Lektion ist es, die Peter Pascoe lernen muss, der auf seiner Zeitreise seine schwierige Familiengeschichte bewältigt und erleidet.

Die Dalziel-Dampfwalze rollt

Wem das zu schwermütig klingt, sei auf die Eskapaden des fidelen Falstaff-Kriminologen Andy Dalziel hingewiesen. Als Polizist dieses Mal kaum gedämpft von seinem Partner Pascoe, läuft er zu ganz großer Form auf. Wie ein Tornado fällt er über Freund und Feind, über Verdächtige, Kollegen und ignorante Amtsträger gleichermaßen her. Kein bisschen lässt er sich durch die ungeschriebenen Regeln des Establishments beeindrucken: Hilfst du mir, dann geb’ ich dir – und Maul gehalten vor dem dummen Pöbel!

Nichtsdestotrotz kennt Dalziel sich aus im Gefüge der Macht. Er ist seinen Gegnern stets einen Schritt voraus und verwirrt sie mit unerwarteten Schachzügen. So dröselt er den rätselhaften Todesfall am Großlabor denn auch von hinten auf und schlägt bei den Ermittlungen erstaunliche Hasenhaken. Natürlich löst er den Fall – aber der Leser darf sich an einer wendungsreichen Jagd erfreuen.

Fröhliches Mäandern ist ohnehin ein Markenzeichen der Dalziel/Pascoe-Romane. Viele Krimileser der alten Schule (Untat – Ermittlung – Überführung – Sühne) ärgern sich über die Abschweifungen, die den Verfasser manchmal den roten Faden aus den Augen verlieren lassen. Reginald Hill hält sich nicht daran. Wieso auch, ergänzt er den klassisch strengen Handlungsablauf doch durch unterhaltsame Episoden, die zudem eine Chronik von Mid-Yorkshire erkennen lassen, die über nun schon viele Bände fortgesetzt wird. Und Vorsicht: Es kann durchaus sein, dass eine scheinbare Nebensache an anderer Stelle oder gar in einem späteren Roman wieder aufgegriffen wird. Insofern ist es doppelt schade, dass die D/P-Serie in Deutschland völlig planlos erscheint.

Nebenbei streut Hill, der Literaturkenner, wieder reichlich Zitate aus alten, halb oder ganz vergessenen Buch- oder Theaterklassikern ein. Man muss sie nicht zur Kenntnis nehmen. Sie bieten ein zusätzliches (intellektuelles) Vergnügen, denn sie kommentieren das Geschehen und geben versteckte Hinweise auf den Fortgang der Handlung. Dem Roman folgt ein Glossar, das jene Anspielungen auflöst, welche die Übersetzung nicht überstanden – Hill ist ein Meister des Wortspiels – oder zu schade zum Überlesen sind; ein hübscher Einfall.

Duo auf teilweise getrennten Pfaden

Mehr Raum als sonst räumt Reginald Hill wie schon gesagt dem unvergleichlichen Dalziel ein. Normalerweise dosiert er dessen Auftritte klug, so dass man sich freut ihn wirken und wüten zu sehen. Peter Pascoe und – auf seine eigene, stille Weise – Sergeant Wield puffern seine Ein-Mann-Feldzüge normalerweise ab. Wir lesen außerdem oft nur indirekt über Dalziels Eskapaden, die von ehrfürchtigen Kollegen, Freunden und den vom Dalziel-Blitz Getroffenen im Stile von Heiligenlegenden erzählt werden. So nutzt sich die Figur nicht ab und kann ihre Einzigartigkeit sichern.

Dieses Mal stellt Verfasser Hill seinen Helden vor eine sogar für ihn schwere Herausforderung: Dalziel verliebt sich. Das ist für einen Mann seines Charakters eine ernste Sache, zumal die Angebetete erstens ebenfalls über einen veritablen Dickkopf verfügt und zweitens als Verdächtige in mindestens einem Mordfall gilt, was den auf Freiersfüßen wandelnden (oder besser stampfenden) Dalziel zu einem aberwitzigen Eiertanz zwischen Balz- und Ermittlungsspielchen zwingt.

Peter Pascoe ist der zögerliche oder besser nachdenkliche Part des dynamischen Duos. Nur zu oft muss Dalziel darauf achten, dass aus Denken nicht Grübeln wird. Pascoe neigt dazu die Welt sehr schwer zu nehmen. Ihm geht das Talent seines Vorgesetzten und Freundes ab, Unerfreuliches an sich abtropfen zu lassen wie eine Ente das Wasser. Die Suche nach dem getilgten Urgroßvater ist ein Beispiel für Pascoes Engagement sowie sein Talent sich in eine Sache zu verrennen. Dazu kommt seine liberale Ader, die ihm manchen inneren Konflikt beschert. Pascoe ist nicht zufrieden mit dem System, das allzu viele Schlupflöcher für schlaue Strolche mit guten Beziehungen bietet, während mancher arme Tropf auf der Strecke bleibt. Forciert wird dieser Konflikt durch Peters Gattin Ellen, eine nur mühsam zu mäßigende Radikale, die um der guten Sache gern bereit ist öffentlichen Ärger zu beschwören, was der Karriere ihres Ehemanns verständlicherweise nicht gerade förderlich ist.

Auf Umwegen direkt ins Leserhirn

Dieses Mal geht es also gegen die Pharmaindustrie bzw. ein Labor, in dem Präparate an Tieren getestet werden. Ein militantes ‘Rettungskommando’ Mid-Yorkshirer Aktivistenfrauen begibt sich auf einen nächtlichen Einsatz. Was mit den befreiten Kreaturen geschehen soll, die in der freien Natur schneller umkommen würden als im besagten Labor – darüber haben sie sich keine Gedanken gemacht. Das ist auch unwichtig, denn es geht primär um “die Sache”: Hier macht sich Hills ironischer Witz besonders deutlich bemerkbar.

Den Dalziel/Pascoe-Romanen fehlt der seifenoperliche Grundton, der pseudodramatisch-kitschige Beziehungsdramen aus einem schwierigen Polizisten-Leben in den Kriminalplot zwingen will. Hill kann ernst, nachdenklich, traurig werden. Er stülpt dies der Handlung jedoch nicht über oder lässt es diese gar überwuchern. (Man lese nur einen Elizabeth-George-Thriller aus jüngerer Zeit, dann ist sogleich klar, was gemeint ist.)

Lässt Hill also den nötigen Ernst vermissen? Wer legt eigentlich fest, dass nur ein “ernster” Krimi ein “guter” Krimi ist? Genau diese Haltung räumt zumindest hierzulande einem Henning Mankell immer das Primat vor einem Reginald Hill, einem Ian Rankin, einem Carl Hiaasen ein, die wichtige Themen und kluge Gedanken mit Witz präsentieren. Das ist ausgesprochen ungerecht sowie falsch, und das scheint auch dem deutschen Publikum klar geworden zu sein, sodass sich die Lücken zwischen den übersetzten Bänden allmählich schließen.

Verfasser

Reginald Hill wurde 1936 in Hartlepool im Nordosten Englands geboren. Drei Jahre später zog die Familie nach Cumbria, wo Reginald seine gesamte Kindheit verbrachte. Später studierte er an der University of Oxford und arbeitete bis 1980 als Lehrer in Yorkshire, wo er auch seine beliebte Reihe um die beiden ungleichen Polizisten Andrew Dalziel und Peter Pascoe ansiedelte.

Deren Abenteuer stellen nur eine Hälfte von Hills Werk dar. Der Schriftsteller ist fleißig und hat insgesamt mehr als 40 Bücher verfasst - längst nicht nur Krimis, sondern auch Historienromane und sogar Science Fiction. Einige Thriller erschienen unter den Pseudonymen Dick Morland, Charles Underhill und Patrick Ruell. Erstaunlich ist das trotz solcher Produktivität über die Jahrzehnte gehaltene Qualitätsniveau der Hill-Geschichten. Das schlägt sich u. a. in einer wahren Flut von Preisen nieder. Für “Bones and Silence” zeichnete die “Crime Writers’ Association” Hill mit dem begehrten “Gold Dagger Award” für den besten Kriminalroman des Jahres 1990 aus. Fünf Jahre später folgte der “Diamond Dagger” für seine Verdienste um das Genre. Reginald Hill lebt mit seiner Frau Pat in Cumbria.

[md] (5xPRT)

Titel bei Amazon (Taschenbuch)
Titel bei Amazon. (geb.)

LAUFENDES BÜCHERPREISRÄTSEL
.
www.buchrezicenter.de veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon stellen werden, die richtig beantwortet werden müssen.
.
Die jeweiligen Gewinne werden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt, die wir namentlich unter die Rezension(en) als Gewinner bekanntgeben werden.
.
Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die fünf zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel!
.
Wer also einen der Gewinnpreistitel ergattern möchte, meldet sich am nächsten Werktag zwischen 18:00 und 18:15 unter 069-7306122. Bitte lest vorher aufmerksam die vorliegende(n) Rezension(en) des Preistitels durch, da alle Fragen, die gestellt werden, aus diesen zu beantworten sind. Bitte keine Anrufe vor oder nach diesem genannten Zeitraum und auch bitte keine anderen Telefonnummern benutzen, da sonst das Preisrätsel nicht problemlos vonstatten gehen kann. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht durchkommt, versucht es bei einem anderen Preisrätsel einfach nochmal, da wir ja laufend solche hier veranstalten.
.
Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

Abgelegt unter Historisch, Krimi & Thriller, laufende Preisrätsel | Keine Kommentare »