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Hero Heel 3

Erstellt von Detlef Hedderich am 4. September 2009

hero-heel-3Makoto Tateno
Hero Heel 3, Japan, 2007

EMA, Köln, 4/2009
TB, Manga, Boys Love, Drama, 978-3-7704-6940-6, 184/650
Aus dem Japanischen von Monika Hammond

www.manganet.de

Der junge Schauspieler Minami bewundert die Leistungen seines älteren Kollegen Sawada und möchte ihm nacheifern. Als Minami herausfindet, dass Sawada wechselnde Männerbeziehungen unterhält, lässt er sich aus Neugierde auf einen One-Night-Stand ein – und wird bitter enttäuscht, da Sawada ihn von nun an mit harschen Worten auf Distanz hält. Darunter leiden schließlich auch die Dreharbeiten.

Minami findet Trost bei Katagiri und glaubt, dass er über Sawada hinweg ist, als dieser mit seinem früheren Lover Takagi erneut zusammen kommt. Allerdings ist es nun Sawada, der Minami nicht in Ruhe lassen will und seine Spielchen mit den Gefühlen des Jüngeren treibt. Katagiri und Tagaki zeigen sich immer wieder tolerant, da sie die Männer, die sie lieben, nicht verlieren wollen.

Dann verletzt sich Sawada bei einem Stunt, spielt seine Probleme jedoch herunter, da er die letzten Szenen, die noch gedreht werden müssen, nicht gefährden will.

Trotz starker Schmerzen erfüllt er seine Rolle und bringt Minami auf diese Weise dazu, ebenfalls sein Bestes zu geben. Und das Gefühlschaos wird noch schlimmer…

Die beiden Handlungsstränge, zum einen die Ereignisse am Set, zum anderen das Privatleben der Protagonisten, die miteinander verwoben sind, werden im letzten Band von „Hero Heel“ zu einem Abschluss geführt, der alle noch offenen Fragen zufrieden stellend beantwortet.

Lange waren Sawadas Motive unklar, denn er gab Minami im Wechsel Zuckerbrot und Peitsche, so dass dieser nicht von ihm loskam, obwohl er in Katagiri einen viel netteren und verständnisvollen Partner finden konnte. Tatsächlich ist Katagiri der sympathischste Charakter, und man ahnt früh, dass er der große Verlierer sein wird, da er das Glück des Menschen, den er wirklich liebt, über sein eigenes stellt.

Immer wieder lenkt er die Geschehnisse in die richtigen Bahnen, damit es ein Happy End geben kann.

Dabei wirkt die Handlung so manches Mal arg konstruiert. Beispielsweise riskiert Sawada einen Totalausfall, als er trotz der sich verschlimmernden Verletzung die Arbeit fortsetzt. Was mutig und selbstlos sein soll, ist verantwortungslos. Dass er natürlich erst nach der letzten Szene zusammenbricht, ist zu schön, um wahr zu sein. Auch läuft ihm Minami wie ein Hündchen die ganze Zeit hinterher und bringt sich selber wieder und wieder in peinliche Situationen, über die Katagiri und Takagi lange Zeit viel zu großzügig hinweg sehen, statt die Konsequenzen zu ziehen, zumal sie früher als Sawada und Minami erkennen, wie alles enden wird.

Für den Leser ist das Finale daher auch keine große Überraschung – es kommt in solchen Geschichten ohnehin auf das Wie und die romantisch-erotischen Bilder an, die das Zusammensein der Paare mehr oder minder explizit beschreiben. In dieser Hinsicht erfüllt Makoto Tateno die Erwartungen, wie man es von ihr gewohnt ist. Die Illustrationen sind zart und Personen bezogen. Man weiß, was passiert, aber es wird mehr angedeutet, als im Detail gezeigt. Einige anatomische und perspektivische Fehler fallen hin und wieder auf, trüben aber nicht den Lesespaß.

„Hero Heel“ wendet sich an Leserinnen ab 15 Jahren, die Boys Love mögen. Drei Bände sind überschaubar, und wenn man den Stil der fleißigen Künstlerin („Yellow“, „Cute x Guy“, „Martini for Two“ etc.) schätzt, sind sie ihr Geld sicherlich wert. Positiv fällt auf, dass es sich bei den Protagonisten um Erwachsene handelt und die Geschichte nicht im überstrapazierten Schüler-Milieu angesiedelt ist. (IS)

Titel bei Amazon.de

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One Pound Gospel 4

Erstellt von Werner Karl am 11. August 2009

Rumiko Takahashi
One Pound Gospel 4

Ichi Pound No Fukuin Vol. 4, Japan, 2007
EMA, Köln, 9/2008
TB, Manga, Comedy, Romance
ISBN 9783770469055
Aus dem Japanischen von Costa Caspary
www.manganet.de
www.furinkan.com

Kosaku Hatanaka wird seit langem als hoffnungsvolles Talent im Box-Sport gehandelt, aber einen großen Erfolg konnte er noch nie landen. Tatsächlich sind es weniger die Gegner, die ihm zu schaffen machen, als sein ständiger Hunger. In Folge muss er hart trainieren, um innerhalb seiner Gewichtsklasse bleiben zu können. Moralische Unterstützung bekommt er dabei von der hübschen Novizin Schwester Angela. Seit sie einander kennen, besucht Kosaku ebenso oft die Kirche wie Schwester Angela den Ring. Für ihre Freunde ist es längst klar, was beide füreinander empfinden aber während die angehende Nonne hartnäckig ihre Liebe leugnet, möchte Kosaku sie aus Respekt nicht bedrängen. Dennoch hofft er…

Tatsächlich ist die Familie von Marie alias Schwester Angela der Meinung, dass sich die junge Frau nicht in ein Kloster weg sperren sondern heiraten und Kinder bekommen soll. Unter einem Vorwand sorgen die Angehörigen dafür, dass Marie beurlaubt wird, und der Koch Wakaoji möchte seine Chance nutzen – und er ist nicht der Einzige.

Schließlich wird der erzwungene Besuch in einem Host-Club Schwester Angela zum Verhängnis. Die Oberin erfährt davon und erteilt ihr Ausgehverbot, und das ausgerechnet, als Kosaku einen wichtigen Titelkampf bestreitet, bei dem es auch um den Erlass der Schulden geht, die sie in dem Club gemacht hat. Kosaku will alles geben für seine große Liebe – und Schwester Angela muss eine schwere Entscheidung treffen…

Von Anfang an arbeitete „One Pound Gospel“ auf dieses Finale hin: Wird sich Schwester Angela weihen lassen und im Kloster bleiben – oder sind ihre Gefühle für Kosaku stärker? Ein vergleichbares Thema verarbeitete Rumiko Takahashi bereits in „Maison Ikkoku“, nur standen hier ein mittelloser Student und eine wenig ältere Witwe im Mittelpunkt des romantischen Katz’ und Maus-Spiels. Allerdings hat die Mangaka diesmal die Geschichte nicht in die Länge gezogen, sondern bereits nach vier Bänden den Schlusspunkt gesetzt, was gewiss die richtige Entscheidung war, um eine Wiederholung der (Running) Gags und Konflikte zu vermeiden.

So liest sich die Geschichte auch sehr amüsant und kurzweilig, selbst wenn viele Entwicklungen vorhersehbar sind. Einen wichtigen Beitrag leisten natürlich auch die sympathischen Protagonisten, die man durchaus schon als ‚Takahashi-Archetypen’ betrachten kann, da sie in dieser oder ähnlicher Form in allen Reihen der Künstlerin zu finden sind. Abgerundet wird durch putzige Illustrationen, wie man sie stets erwarten darf.

Alles in allem ist „One Pound Gospel“ eine der kurzen Serien von Rumiko Takahashi, die vielleicht nicht ganz so spektakulär wie „Inu Yasha“ oder „Ranma ½“ ist, aber überzeugen kann und einen grandiosen Spaß für ein All Age-Publikum bietet.

Außer dem vierteiligen Manga gibt es noch einen OVA und einen Anime mit 13 Episoden. (IS)

Titel bei Amazon.de:
One Pound Gospel 04

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Oh! My Goddess 12: Keiichi und die Frauen

Erstellt von Werner Karl am 11. August 2009

Kosuke Fujishima
Oh! My Goddess 12: Keiichi und die Frauen

Ah! My Goddess Vol. 12 (Ah! Megami-sama Vol. 12), Japan, 1994
EMA, Köln, 11/2000
TB, Manga, Fantasy, Comedy, Romance
ISBN 9783898851695
Aus dem Französischen von Fritz Walter
www.manganet.de
www.tbs.co.jp/megamisama/

Der 12. Band der Serie „Oh! My Goddess“ setzt die im vorherigen Buch begonnene Storyline fort: Mit Peorth hat sich eine vierte Göttin in Keiichis Heim eingenistet. Sie gehört einer konkurrierenden Göttinnen-Hotline an und will erst dann wieder verschwinden, wenn sie Keiichi einen Wunsch erfüllt hat. Nun ist dieser jedoch mit seinem Leben zufrieden, und jemand oder etwas anderes als Belldandy braucht er nicht, um glücklich zu sein.

Peorths Aufdringlichkeit geht schon bald Urd und Skuld auf die Nerven. Um den Störenfried zu vertreiben, lassen sie sich auf Peorths Niveau herab, doch will es ihnen einfach nicht gelingen, sie zur Aufgabe zu zwingen. Schließlich geht Peorth sogar so weit, dass sie Belldandy einer Gemeinheit bezichtigt, an die sich diese überhaupt nicht erinnern kann. Was seinerzeit passiert ist, will Peorth erst verraten, wenn sich Belldandy einem Wettkampf stellt und gewinnt…

In erster Linie thematisieren die Episoden Peorths Bemühungen, Keiichi einen Wunsch zu erfüllen und ihre Kolleginnen, allen voran Belldandy, auszustechen. Obgleich Urds und Skulds Interventionen wenig Erfolg haben, beißt sie sich doch die Zähne an Keiichi aus, der keinen Wunsch hat, und Belldandy ist sie gleich zweimal nicht gewachsen.

Weshalb Peorth vor allem gegenüber Belldandy ihre Überlegenheit demonstrieren möchte, verrät ein Kapitel, das in die Vergangenheit zurückführt und ein Ereignis schildert, durch das sich Belldandy Peorths Zorn zugezogen hat. Kenner der Serie ahnen, dass es sich nur um ein Missverständnis und eine Bagatelle handeln kann. Auch die anderen Zwistigkeiten und Streiche sind für gewöhnlich nicht ernst zu nehmen und sorgen für lustige Einlagen. Am Ende löst sich der Konflikt in Wohlgefallen auf, so dass man als Leser zufrieden ist und sich mit den sympathischen Protagonisten freut.

Der Titel „Keiichi und die Frauen“ ist etwas irreführend, denn der ‚Hahn im Korb’ liebt nur Belldandy und ist ihr treu. Die weiblichen Charaktere, die außerdem auftreten, mögen mit ihm flirten oder kämpfen, oft unter dem Einfluss eines Zaubers, aber es ist keine dabei, die wirklich das Potential hätte, eine Rivalin für Belldandy zu werden. Längst wissen die beiden um ihre Gefühle füreinander, aber noch immer ist der entscheidende Schritt nicht getan – und wird sicher auch nicht so bald erfolgen, da die Romanze neben Fantasy-Action, Comedy und gelegentlich auch soft-erotischen Szenen notwendig ist, um die Handlung interessant und abwechslungsreich zu gestalten.

Die Illustrationen haben sich gegenüber den Anfangsbänden gesteigert, sind zarter und hübscher geworden. Etwas unangenehm macht sich bloß hin und wieder ein Moiré-Effekt bemerkbar, wobei man hier nicht weiß, ob dem Künstler beim Einsatz der Raster-Folien ein Fehler unterlief, oder der Druck das Phänomen verursacht hat.

Um richtig Spaß an der Serie zu haben, sollte man sie von Anfang an kennen, denn die Zahl der Personen wächst stetig, und es wird vorausgesetzt, dass man über die Beziehungen Bescheid weiß. Noch kann man relativ leicht als Quereinsteiger dazu kommen, aber der Reiz ist ungemein größer, kennt man die Geschichte von Anfang an.

Der Titel wendet sich an ein All Age-Publikum, das romantisch-humorige Liebesgeschichten mit Fantasy-Elementen schätzt. (IS)

Titel bei Amazon.de:
Oh! My Goddess, Bd.12, Keiichi und die Frauen: BD 12

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Nana 9

Erstellt von Werner Karl am 11. August 2009

Ai Yazawa
Nana 9

Japan, 1999
EMA, Köln, 1. Auflage: 6/2006, Neuauflage: 2008
TB, Manga, Drama, Romance
ISBN 9783770465415
Aus dem Japanischen von Christine Steinle
4 Farbseiten
www.manganet.de
http://comics-news.shueisha.co.jp/common/nana/
www.s-nana.com/
www.ntv.co.jp/nana/
www.nana-movie.com/

Nana Ozaki und Nana Komatsu, die jeder Hachi nennt, sind beste Freundinnen geworden, obwohl sie völlig verschieden sind. Die gemeinsame Zeit ist jedoch vorbei, und es scheint, als würde auch ihre Freundschaft an den jüngsten Ereignissen zerbrechen:

Nana konzentriert sich auf ihre Karriere mit der Band Blast und verbringt viel Zeit mit ihrem Freund Ren, der sie einst verließ, um bei Trapnest einzusteigen. Weil ihr Hachi am Herzen liegt und sie nicht wünscht, dass Takumi ihr nach Ren wieder einen wichtigen Menschen wegnimmt, bringt Nana die Freundin mit Nobu zusammen. Kurz darauf erfährt Hachi, dass sie schwanger ist – aber von wem? Nobu will das Kind nicht und enttäuscht Nana und Hachi. Takumi hingegen überrascht alle, indem er verkündet, Hachi heiraten und das Kind als seines anerkennen zu wollen. Hachi, die das Baby bekommen möchte, entscheidet sich für Takumi.

Damit bricht auch für Leila, die Sängerin von Trapnest, eine Welt zusammen. Schon immer war sie in Takumi verliebt, der sie jedoch wie eine kleine Schwester behandelte und zum Star der Band machte. Leila sucht Trost bei ihrem Ex Yasu, findet aber bei ihm nicht, wonach sie sich sehnt. Ob Shin, der sich an einsame Frauen verkauft, etwas bewirken kann?
Viele Charaktere sind in die Handlung involviert, und ein sehr komplexes Beziehungsgeflecht ist entstanden. Um sich hier noch zurechtzufinden, sollte man die Serie seit Bd. 1 verfolgen, denn Quereinsteiger haben es schwer, da die bisherigen Geschehnisse als bekannt vorausgesetzt werden und einige Figuren einander ähnlich sehen.

Es gibt keine großen Geheimnisse zu enträtseln oder spannende Action-Szenen zu bestaunen, und doch hat die Serie etwas, das einen schnell in den Bann zieht. Man nimmt Anteil am Schicksal der sympathischen Protagonisten, das wie eine Achterbahn von Höhen und Tiefen geprägt ist. Karriere, Freundschaft, Liebe und sonstige Verpflichtungen kollidieren ständig miteinander und sorgen für unvorhersehbare Entwicklungen.

Nachdem die beiden Nanas nun getrennte Wege gehen, werden die anderen wieder etwas mehr in den Mittelpunkt gerückt. Leila fürchtet, dass sie Takumi ganz verlieren und vielleicht auch als Sängerin nicht mehr benötigt wird. Yasu kann ihr nicht helfen, und mit Shin kommt jemand Neues ins Spiel. Yasu und jetzt auch Nobu müssen die Gefühle bewältigen, die die zerbrochenen Beziehungen ausgelöst haben. Insgesamt wird das Klima bei Trapnest und Blast nachhaltig beeinflusst, denn die Mitglieder kennen einander mehr oder minder gut bzw. sind/waren liiert. Man darf darüber spekulieren, welche weiteren Konflikte es deshalb noch geben wird, da sie Protagonisten Beruf und Privatleben nur schwerlich trennen können.

Die Zeichnungen sind comichaft, aber sehr detailreich, vor allem was die modische Kleidung betrifft. Sie ergänzen die Handlung gelungen. „Nana“ spricht besonders Leserinnen ab 13 Jahren an, die Spaß an Mode und Musik haben und tragisch-romantische Beziehungskomödien mögen. Die Serie bietet realistische und zu Herzen gehende Unterhaltung. Am Ende von jedem Band hätte man gern schon die Fortsetzung in den Händen, um zu erfahren, wie es weiter geht. (IS)

Titel bei Amazon.de:
NANA 09

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Oh! My Goddess 7: Rache ist Blutwurst

Erstellt von Redaktion am 4. August 2009

Kosuke Fujishima
Oh! My Goddess 7: Rache ist Blutwurst

Ah! My Goddess Vol. 7 (Ah! Megami-sama Vol. 7), Japan, 1992
EMA, Köln, 3/2000, 3. Auflage: 2005
TB, Manga, Fantasy, Comedy, Romance, 978-3-89885-164-0, 192/500
Aus dem Französischen von Fritz Walter
www.manganet.de
www.tbs.co.jp/megamisama/
(sfbentry)

Wieder einmal will sich Urd als Kupplerin versuchen und braut einen Liebestrank. Skuld passiert jedoch ein Missgeschick damit. Um das Malheur zu vertuschen, mischt sie ihn neu. Ahnungslos trinkt Belldandy davon und verwandelt sich in eine femme fatale. Keiichi möchte ihr zwar gern näher kommen, aber diese Belldandy ist ihm unheimlich.

Sayoko bemüht sich weiterhin, Belldandy Keiichi auszuspannen. Als die Rivalin mit viel Liebe einen Pullover für Keiichi strickt, nimmt Sayoko das Geschenk an sich. Am liebsten würde sie es weg werfen.

Die Dämonin Mara ist zurück und ergreift Besitz von Megumis Körper. Allein Megumis Hausgeist weiß davon und will Belldandy und die anderen warnen, doch Mara steckt ihn in den Körper eines Stofftiers. Außerdem lässt sie einen Flaschengeist frei, der Keiichi Pech bringen soll.

Nicht nur „Nr. 5 lebt“ – sondern auch Banpai, Skulds neueste Erfindung, die sie alle vor Maras Angriffen schützen soll. Unverhofft verliebt sich der Roboter in Belldandy.

Urd wird in den Himmel zurück befohlen. Weder möchte sie gehen, noch wollen die anderen sie verlieren. Aber dürfen sich die Göttinnen einer Anweisung von oberster Stelle widersetzen?

Diesmal präsentiert Kosuke Fujishima wieder kleine Einzelgeschichten um Keiichi und seinen Göttinnen-Haushalt, die nur locker miteinander in Verbindung stehen und auch problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden können. Zwar erkennen Quereinsteiger nicht die Running Gags und müssen Hinweise zu den Charakteren der laufenden Handlung entnehmen, doch trübt das nicht den Spaß, im Gegenteil: Vielleicht kommt man auf den Geschmack und beginnt, die Serie zu sammeln.

In erster Linie ist „Oh! My Goddess“ Comedy, denn die kuriosen Abenteuer der Protagonisten stehen im Vordergrund. Romantische Momente werden hin und wieder eingestreut, aber natürlich müssen Keiichi und Belldandy noch viele Hindernisse überwinden, bis sie zusammen kommen dürfen – die aktuelle Nummer ist die 35… Die Fantasy-Elemente erlauben viele ungewöhnliche Geschichten und unerwartete Wendungen, die in einer konventionellen Liebeskomödie nicht möglich wären. So bleiben die Beziehungen länger spritzig und witzig, denn mit allem ist zu rechnen.

Die Illustrationen haben sich gegenüber den ersten Bänden etwas weiter entwickelt. Der Strich ist feiner geworden, die Figuren wirken weniger plump. Sein Können beweist der Künstler aber hauptsächlich bei den detailgetreuen Abbildungen von technischen Gerätschaften wie Motorräder, Autos usw.

Die Serie versteht sich als ein All Age-Manga, dürfte aber vor allem dem reiferen Publikum gefallen, das einen etwas ruhigeren Humor bevorzugt und dem die zeitgenössischen Serien zu schrill sind. Die Leser von Titeln wie „Maison Ikkoku“, „City Hunter“ oder „Shishunki Miman“ haben gewiss auch an der Lektüre von „Oh! My Goddess“ viel Vergnügen. Bd. 7 ist in sich abgeschlossen und auch zum Antesten gut geeignet. (IS)

Bei Amazon.de
Oh! My Goddess, Bd.7, Rache ist Blutwurst: BD 7

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Nana 3

Erstellt von Redaktion am 4. August 2009

Ai Yazawa
Nana 3

EMA, Köln, 1. Auflage: 6/2005,  Japan 1999
TB, Manga, Drama, Romance, 978-3-7704-6172-1, 186/500
Aus dem Japanischen von Christine Rödel
www.manganet.de
http://comics-news.shueisha.co.jp/common/nana/
www.s-nana.com/
www.ntv.co.jp/nana/
www.nana-movie.com/

(sfbentry)

Die Punk-Sängerin Nana Ozaki und die behütete Nana Komatsu, Hachi genannt, ziehen nach Tokyo, um in der Nähe ihrer Freunde sein zu können. Ren Honjo und Shoji Endo haben die jungen Frauen der Karriere wegen verlassen. Ren ist nun einer der Stars der Band Trapnest, und Shoji jobbt, um sein Kunst-Studium finanzieren zu können. Die Nanas teilen sich eine Wohnung, und obwohl sie grundverschieden sind, werden sie schnell zu dicken Freundinnen.

Dann jedoch geht es Schlag auf Schlag für beide: Hachi verliert ihre Arbeit, da der Second-Hand-Shop schließt. Sie muss eine neue Stelle finden, um ihren Teil zum gemeinsamen Lebensunterhalt beitragen zu können. Shoji ist ihr dabei keine Hilfe. Obendrein hat er sich in seine neue Kollegin verliebt und bringt nicht den Mut auf, Hachi die Wahrheit zu sagen. Diese ahnt nicht das Geringste und freut sich darüber, ihrer Freundin und Nobu, der ebenfalls bei Blast spielte, bei Proben zuhören zu dürfen. Unverhofft steht Yasu vor der Tür, der Gründer der Band, der eigentlich Anwalt werden wollte. Hat er seine Pläne geändert? Wegen Nana?

Freud’ und Leid liegen dicht beisammen. Kaum haben sich die Nanas damit arrangiert, dass sie auf eigenen Füßen stehen müssen, weil es keine Märchenprinzen und Wunder gibt, beginnt alles, um sie herum zusammenzubrechen. Hachi verliert den Job, der ihr viel Spaß gemacht hat, und muss sich in einer anderen Branche einarbeiten, die ihr gar nicht liegt. Derweil kommt Shoji einer Kollegin näher – die Bombe ist kurz vor dem Platzen. Nana möchte wieder singen. Nach und nach versammeln sich ihre Freunde von Blast in Tokyo, und mit Shin ist schnell Ersatz für Ren gefunden. Allerdings ist der talentierte Neuzugang minderjährig und lässt sich von älteren Frauen aushalten, was Ärger geben könnte, wenn es bekannt wird.

Geschickt stellt Ai Yazawa die Weichen für kommende Konflikte. Gleichzeitig baut sie ein kompliziertes Netz an Beziehungen auf. Es scheint, als wären Nana und Yasu mehr als nur gute Freunde, doch da Nana immer noch Ren liebt, behält Yasu die Rolle des brüderlichen Trösters. Mit Shin kommt ein neuer Charakter ins Spiel, der eine Menge Geheimnisse hütet. Im Vergleich zu den anderen bleibt Nobu vorerst blass, als wisse die Mangaka noch nicht so recht, was sie mit ihm anfangen soll. Es sind ohnehin schon sehr viele Protagonisten involviert, die immer wieder Impulse geben, darunter der Personenkreis um Hachi.

Die Probleme der jungen Menschen sind realistisch und nachvollziehbar, vor allem für Mädchen ab 14 Jahren, die sich für Mode sowie das Showbiz interessieren und von der großen Liebe träumen. Noch wichtiger ist jedoch das Thema ‚Freundschaft’. Zwischen den Nanas besteht ein starkes Band. Sie geben einander mehr Halt, als sie selber wissen – und vielleicht ist ihre Beziehung sogar dauerhafter als die zu den jeweiligen Männern.

Die Zeichnungen sind detailreich und etwas cartoonhaft; der Übergang zu superdeformierten Abbildungen ist fließend. Wer Ai Yazawas andere Serien, darunter „Paradise Kiss“ und „Gokinjo Monogatari“, kennt, ist mit ihrem Stil vertraut. Die Figuren sind überschlank und großäugig. Besonders großer Wert wird auf flippige Kleidung und Accessoires gelegt.

Mag man zeitgenössische Mangas mit den Schwerpunkten ‚Drama’ und ‚Romanze’ und einer Prise Humor, dann sollte man ein wenig in „Nana“ blättern, um herauszufinden, ob Thema und Stil gefallen. Tatsächlich wird die Serie immer reizvoller, je mehr Bände man liest. (IS)

Bei Amazon.de
NANA 03

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Monster 7: Richard

Erstellt von Redaktion am 4. August 2009

Naoki Urasawa
Monster 7: Richard

EMA, Köln, 1. Auflage: 12/2003, Japan, 1995
TB, Manga, Psycho-Thriller, 978-3-89885-686-7, 208/650
Aus dem Japanischen von Mario Hirasaka
www.manganet.de

(sfbentry)

Der Polizist Richard Braun verlor seinen Job und seine Familie, nachdem er betrunken einen jugendlichen Verbrecher erschossen hatte. Inzwischen scheint er seine Probleme überwunden und sich als Privatdetektiv eine neue Existenz aufgebaut zu haben. Sein Glück wäre vollkommen, dürfte er hin und wieder seine kleine Tochter sehen.

Ein aktueller Fall bringt Braun auf die Spur von Johann, der schon bald den Spieß umdreht und den Verfolger mit Dingen aus der Vergangenheit konfrontiert, die dieser gern vergessen hätte. Der Arzt Kenzo Tenma, der Johann töten will, um ihn zu stoppen, kommt erneut zu spät und kann die Tragödie nicht verhindern. Allerdings gelingt es ihm, Dr. Reichwein, Brauns Psychologen, zu retten, der nun auch auf der Abschussliste steht, weil er zu viel weiß und nun erst recht Nachforschungen anstellt.

Welche teuflischen Pläne verfolgt Johann, der das Vertrauen eines einflussreichen Unternehmers genießt, diesmal? Tenma heftet sich an seine Fersen.

Unschuldig befindet sich Kenzo Tenma auf der Flucht – so wie „Dr. Kimble“. Längst geht es ihm nicht mehr darum, seinen Ruf als Arzt rein zu waschen sondern um die Korrektur eines Fehlers: Durch eine Operation rettete er vor Jahren dem kleinen Johann das Leben, doch dieser entpuppte sich als wahres „Monster“ und tötet seither gnadenlos die Menschen, die ihm Schlimmes angetan hatten, aber auch jene, die zu ihm und seiner Schwester freundlich waren, und alle, die in irgendeiner Weise seinen Plänen im Weg stehen. Dass er durch einen solchen Akt der Selbstjustiz auch zum Mörder würde, kümmert Tenma nicht. Die Personen in seinem Umfeld sehen das jedoch anders, aber können sie ihn aufhalten?

Wer mit Johann in Berührung kommt, erkennt meist zu spät die Gefährlichkeit des jungen Mannes und kann nicht verhindern, dass dieser weitere Morde begeht bzw. werden Außenstehende selbst zu Opfern, so wie Richard Braun. Eine blutige Spur säumt Johanns Pfad, und immer ist er Tenma einen Schritt voraus. Das könnte sich nun ändern, denn zum ersten Mal seit Jahren sieht Tenma seinen ehemaligen Patienten wieder. Der Band endet mit einem Cliffhanger, der offen lässt, ob Tenma tatsächlich auf Johann schießen wird und ihn unschädlich machen kann.

„Monster“ ist ein spannender Psycho-Thriller, der sich an ein reiferes Publikum wendet, das es vorzieht, auf billige Effekt-Hascherei und Klamauk zugunsten einer dramatischen, nachvollziehbaren Handlung mit realistischen Charakteren zu verzichten. Die Geschichte lebt auch vom Lokalkolorit, denn als Kulisse wurden deutsche Städte gewählt. Gerade für hiesige Leser ist es interessant, bekannte Plätze und Bauwerke zu entdecken.

Man sollte auf jeden Fall die Lektüre mit Bd. 1 beginnen, damit man die Hintergründe kennt und zusammen mit Tenma und seinen Gesinnungsgenossen das raffinierte Puzzle Stück für Stück zusammensetzen kann. Zweifellos ist „Monster“ einer der reizvollsten Titel für ein anspruchvolles Publikum, welches Themen zu schätzen weiß, die eher selten in einem Manga verarbeitet werden. (IS)

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Monster, Bd. 7: Richard

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Midoris Days 8

Erstellt von Redaktion am 4. August 2009

Kazurou Inoue
Midoris Days 8

Midori no hibi Vol. 8, Japan, 2004
EMA, Köln, 8/2008
TB, Manga, Comedy, Romance, Fantasy, SF, 978-3-7704-6901-7, 204/600
Aus dem Japanischen von Oke Maas
www.manganet.de
http://pierrot.jp/title/midori/index.html

Der berüchtigte Schläger Seiji Sawamura staunt nicht schlecht, als er eines Tages statt seiner rechten Hand die kleine Midori Kasugano vorfindet. Nach und nach gelingt es ihnen, sich miteinander zu arrangieren – und sie haben bald jede Menge Spaß zusammen. Dass Seiji durch Midori umgänglicher wird, merken auch andere, und so bekommt er einige heimliche Verehrerinnen. Takako Ayase gesteht ihm schließlich, was sie für ihn empfindet, doch Seijis Herz gehört längst Midori, obwohl er es nicht ausspricht.

Er weiß nicht, dass Midoris richtiger Körper immer schwächer wird. Kota Shingyoji, ein Mitschüler von ihr, möchte helfen: Er verkleidet sich als Mädchen, um Seiji den Kopf zu verdrehen. Wenn es klappt, kehrt Midori vielleicht in ihren Körper zurück und kann normal weiter leben. Seltsam nur, dass Kota Herzklopfen hat, als er sich Seiji nähert…

Midori ist glücklich und wird doch immer nachdenklicher. Haben die anderen Recht, die sagen, dass diese Form des Zusammenseins keine Zukunft hat? Darf sie ihrer Familie, die an ihrem Bett wacht, so viel Kummer bereiten? Sie beschließt, einen letzten schönen Tag mit Seiji zu verbringen und dann in ihren Körper zurückzukehren. Seiji will sie nicht gehen lassen, denn Midori würde all ihre Erinnerungen verlieren. Was wird dann aus ihrer Liebe?

Im vorherigen Band wurden die Weichen für das Finale gestellt. Praktisch jeder Charakter hat nun noch einen Auftritt, und es werden Lösungen für die verschiedenen Konflikte gefunden. Seiji steht endlich zu seinen Gefühlen für Midori und will sie auf keinen Fall verlieren. Zu sehr fürchtet er sich davor, was sein wird, wenn sie alles vergessen hat. Wird sie ihn trotzdem noch mögen? Können sie dann ein ‚normales’ Paar werden?

Die Freunde, die das Geheimnis kennen, helfen, wo sie können. Letztlich jedoch muss Midori die Entscheidung treffen: Sie will nicht, dass sich ihre Familie und alle anderen weiter um sie sorgen, nur weil sie feige vor der Realität davon läuft. Will man erfahren, was die Zukunft für sie und Seiji vorgesehen hat und ob es ein Happy End gibt, so sollte man sich die Serie kaufen.

Es lohnt sich, denn trotz des vordergründigen Klamauks fehlt es nicht an tiefer gehenden und wirklich rührenden Szenen. Man amüsiert sich köstlich über die Probleme, denen sich Seiji stellen muss, seit Midori seine rechte Hand ersetzt, und die Reaktionen jener, die das Geheimnis entdecken. Die Geschichte ist eingebettet in den gängigen japanischen Schulalltag, berücksichtigt aber auch die Freizeitgestaltung der Jugendlichen und bietet einiges an Action. Es geht um Angst und Mut, Freundschaft und Liebe.

Zwar dienen die phantastischen Elemente nur dem Zweck, eine Schüler-Romanze aufzupeppen und für kuriose Wendungen zu sorgen, aber es funktioniert. Die Serie ist mit acht Bänden nicht übermäßig lang und endet rechtzeitig, bevor sich die Gags zu wiederholen beginnen. Die Illustrationen tendieren in Richtung Cartoon, passen aber zu der quirligen Story.

Auf den ersten Blick hin möchte man „Midoris Days“ den Shonen-Titeln zuordnen, denn die Illustrationen, die mitunter deftigen Witze, der Klamauk und die gelegentlichen Panty-Shots orientieren sich an den Bedürfnissen männlicher Leser ab 13 Jahren.

Tatsächlich kann aber auch das weibliche Publikum seinen Spaß an der Lektüre haben. Die Protagonisten sind sympathisch und entwickeln sich weiter, ihre Sorgen und Hoffnungen sind – größtenteils – nachvollziehbar, ihr Alltag und ihre Probleme werden auf die Schippe genommen. Die Geschichte hat einen gewissen Tiefgang, und der Mangaka übertreibt es nicht mit der Wäscheschau.

Man sollte „Midoris Days“ eine Chance geben, denn es steckt mehr drin, als es zunächst den Anschein hat. (IS)

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Midoris Days 08

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Kamikaze Kaito Jeanne 2 – Perfect Edition

Erstellt von Redaktion am 4. August 2009

Arina Tanemura
Kamikaze Kaito Jeanne 2 – Perfect Edition

Phantom Thief Jeanne Perfect Edition, Vol. 2, Japan, 1998
EMA, Köln, 1. Auflage: 10/2008
PB, Manga, Fantasy, Romance, 978-3-7704-6975-8, 214/1200
Aus dem Japanischen von Rie Kasai
16 Farbseiten
www.manganet.de
www.toei-anim.co.jp/lineup/tv/jeanne/

Schon als kleines Mädchen wurde Marron Kusakabe von ihren Eltern allein gelassen und der Obhut der Familie Todaiji anvertraut. Nie ließ sich Marron anmerken, wie sehr sie unter dieser Situation litt und noch leidet. Sie fühlt sich ungeliebt – und nun wollen sich die Eltern sogar scheiden lassen. Trost spenden jetzt Marrons Freunde: Miyako Todaiji, Chiaki Nagoya und Yamato Minazuki.

Aber auch ihre göttliche Aufgabe gibt Marron Halt. Als Bilderdiebin Jeanne bannt sie Dämonen, die sich in Kunstwerken eingenistet haben und die Herzen der Menschen verderben. Dabei hilft ihr der Grundengel Fynn Fish, die hofft, eines Tages ein richtiger Engel zu werden, wenn sie ihre Arbeit ordentlich erledigt.

Plötzlich bekommt Jeanne einen Rivalen. Sindbad und sein schwarzer Engel Access Time jagen ebenfalls Dämonen. Sind sie Gesandte des Teufels? Merkwürdigerweise hilft Sindbad Jeanne so manches Mal, wenn sie in Bedrängnis gerät. Dann küsst er sie sogar und bittet sie, mit dem Stehlen aufzuhören.

Jeanne bzw. Marron ist verwirrt, vor allem von ihren eigenen Gefühlen. Als sie herausfindet, dass Sindbad und Chiaki ein und dieselbe Person sind, ist sie bitter enttäuscht. Hat er die ganze Zeit bloß mit ihr gespielt? Zu gern möchte sie ihm vertrauen…

Phantastische Action und gefühlvolle Romantik mit einer Prise Humor halten sich in „Kamikaze Kaito Jeanne“ die Waage. Im Wechsel muss die Titelheldin gegen Dämonen und ihren Gegenspieler kämpfen, dann wieder konfrontiert sie der Schüler-Alltag mit bodenständigeren Problemen. Auf den Hintergrund wird dabei nicht näher eingegangen. Die Mangaka bedient sich eines Motivs aus dem europäischen Mittelalter (Jeanne d’Arc), - in japanischen Augen - exotisch anmutenden Details aus der Bibel und gängiger Fantasy-Elemente.

In diesem Band erfährt man Näheres über die Familien von Marron, Chiaki und Miyako. Zwar spielen die Eltern – von Chiakis Vater einmal abgesehen, der Opfer eines Dämons wird – auch weiterhin keine nennenswerten Rollen, doch weiß man nun mehr über den Einzelnen und auch, weshalb Miyako, die nichts von Marrons Alter Ego ahnt, die Diebin Jeanne jagt. Weiterhin ein Geheimnis bleibt, wieso Marron und Chiaki auserwählt wurden, als Jeanne und Sindbad Dämonen zu bannen.

Die keimenden Romanzen treten, wie nicht anders zu erwarten, vorerst auf der Stelle. Zwar sind sich Marron und Chiaki über ihre Gefühle füreinander im Klaren, aber beide befürchten, dass ihre Aufgabe diese Liebe nicht erlaubt. Noch komplizierter wird alles durch eine angebliche Verlobte Chiakis, Miyako und Yamato, die auf eine Beziehung hoffen.

Dieser Mix bietet spritzige Unterhaltung für Leserinnen ab 10 Jahren, die Spaß an den spannenden und romantischen Abenteuern eines Magical Girls haben. Auch die Illustrationen erfüllen die Erwartungen der Zielgruppe, denn die sympathischen, comichaften Protagonisten sehen niedlich aus, und die verspielten Accessoires – Bänder, Schleifen, wehendes Haar, fliegende Röckchen - bringen Bewegung in die Panels. Wer Reihen wie „Sailor Moon“ oder „Wedding Peach“ mag, tut auch mit „Kamikaze Kaito Jeanne“ keinen Fehlgriff.

Zum ersten Mal erschien der Manga 2001 parallel zum Anime. EMA entschloss sich nun, die Bände nachzudrucken, so dass jene, denen der eine oder andere Band fehlt, ihre Sammlung ergänzen können bzw. junge Neuleserinnen Zugang zu einer altersgerechten Lektüre erhalten.

Die „Perfect Edition“ spricht außerdem die reiferen Sammler an durch Extras wie Überformat, Relief-Cover, Farbseiten, Hintergrund-Informationen. Ob das den Inhalt wettmachen kann, der sich – so spannend, humorig und romantisch er auch sein mag - an ein jüngeres Publikum wendet, bleibt abzuwarten. Leser ab 15 Jahren wünschen sich jedenfalls, dass auch andere (vergriffene) Reihen, die mehr auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, noch mal in dieser ansprechenden Form aufgelegt werden – und nicht nur die Kiddie-Titel, denn auch wenn eine neue Lesergeneration nachkommt, das Publikum wird älter und nicht jünger. (IS)

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Kamichama Karin 7

Erstellt von Redaktion am 4. August 2009

Koge Donbo
Kamichama Karin 7

EMA, Köln, 5/2007, Japan, 2005
TB, Manga, Comedy, Fantasy, 978-3-7704-6661-0,182/500
Aus dem Japanischen von Josef Shanel und Matthias Wissnet
www.manganet.de
www.tv-tokyo.co.jp/anime/kamichamakarin/
(sfbentry)

Die japanische Künstlerin ist für ihre niedlich gezeichneten und naiven Mangas bekannt, die sich eher an sehr junge Leser wenden. Bei EMA sind Seite 41 von 50

bereits die Serien „Digi Charat“, „Pita Ten“ und „Tiny Snow Fairy Sugar“ erschienen.

Anders als bei diesen Titeln tauchen nicht kleine Geister oder Feen bei etwa gleichaltrigen Grundschülern auf, die der Mittelstufe entgegen fiebern, sondern die Heldin selbst geht noch in eine der unteren Klassen. Sie ist sportlich eine Niete und auch in den anderen Fächern nicht gerade eine Leuchte. Das wird noch schlimmer, als die Eltern überraschend sterben und Karin nun völlig alleine ist. Sie erbt den Ring ihrer Mutter und entdeckt durch Zufall, dass sie sich in eine Göttin verwandeln kann.

Allerdings hat das auch unangenehme und gefährliche Folgen, denn sie ist nicht die Einzige. Vor allem die Geschwister Karasuma versuchen, ihr die besonderen Kräfte abzujagen. Nur mit Kazune Kujo verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Als dieser allerdings durch die heimtückischen Angriffe in ein Koma fällt, ist guter Rat teuer. Karin gelingt es, ihn wieder aufzuwecken, aber dadurch bringt sie auch jemanden auf ihre Spur, der ganz andere Pläne mit ihnen hat.

Der Abschlussband der Serie führt die offenen Enden zusammen und enthüllt die letzten Geheimnisse, die die Heldin, ihre Freunde und ihre besonderen Kräfte betreffen. Dabei kommt es noch einmal zu einem dramatischen Höhepunkt, in dem sich zeigt, wie viel Freundschaft und Liebe wert sind, ehe die Serie mit einem für Koge Donbo so typischen Happy End ausklingt.

So zuckersüß, niedlich und gefühlvoll wie die Geschichte sind auch die Zeichnungen, so dass sich vermutlich vor allem jüngere Leser, die es noch lustig und hübsch mögen, mit der Reihe wohl fühlen werden. (CS)

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Kamichama Karin 07

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