Buchrezicenter.de

neuauflage

  • Rezi-Tipp

  • Verlage

  • Archiv



Knochenkälte

Erstellt von Werner Karl am 12. März 2010

knochenkalteGraham McNamee
Knochenkälte

Bonechiller, USA, 2008
cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 12/2009
TB, Jugendbuch, Mystery-Thriller, Horror
ISBN 9783570306093
Aus dem Amerikanischen von Yvonne Hergane-Magholder
Titelgestaltung von init.büro für gestaltung, Bielefeld unter Verwendung eines Motivs von:
Jon Helgason, Anssi Ruuska, Aleksandar Velaseric Istockphoto
Autorenfoto von Random House US

www.cbt-jugendbuch.de

Seit dem tragischen Tod der Mutter sind Danny und sein Vater auf der Flucht vor ihren Erinnerungen und dem Leben. Vor kurzem haben sie sich in Harvest Cove, Kanada niedergelassen – aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Unrast sie weiter treibt. Danny hat sich mit seinen Mitschülern Pike, Howie und Ash – echten military brats – angefreundet. Vor allem die toughe Ash hat es ihm angetan, und es scheint, als wäre sie auch nicht völlig desinteressiert, wenngleich sie, wie ihm sehr wohl bewusst ist, mehr Mann ist als er.

Auf dem Heimweg wird Danny von einem mysteriösen Monster angefallen. Nur knapp kann er entkommen, aber das Wesen hat ihn verletzt: Ein winziger blauer Punkt, wie von einem Füllerstich, befindet sich auf seinem Handrücken. Plötzlich wird Danny von Albträumen heimgesucht, er ist nicht mehr kälteempfindlich und vermag im Dunkeln zu sehen. Genau dasselbe passiert wenige Tage später Howie, aber er hat nicht gar so viel Glück und wird ins Krankenhaus gebracht, wo man ihm, der sich ebenfalls langsam verändert, nicht helfen kann. Der intelligente Junge beginnt zu recherchieren und findet heraus, dass in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Teenager unter seltsamen Umständen verschwanden – und zuvor zeigten sie ähnliche Symptome.

So verrückt es auch klingen mag, es scheint, als wären an den Legenden vom Windigo, einer Menschen fressenden Bestie, mehr dran, als jeder auch nur vermutet hätte. Ein alter Mann, der ebenfalls als Jugendlicher gezeichnet wurde, rät Danny, schleunigst zu verschwinden, so weit weg, wie nur möglich, denn es gibt kein Entkommen. Aber Danny bleibt. Er will nicht schon wieder davon laufen. Außerdem kann er Howie nicht im Stich lassen. Zusammen mit Ash und Pike will er das gefährliche Wesen unschädlich machen. Aber was haben vier Teens und ein alter Mann einer Kreatur aus der Mythologie schon entgegenzusetzen? Es steht zwar „Thriller“ auf dem Cover, aber „Knochenkälte“ ist eher dem Horror-Genre zuzuordnen, denn es gibt keine Verbrechen und Ermittlungen, wie man sie aus Krimis kennt, dafür treibt jedoch ein mythisches Monster sein Unwesen und zieht junge Menschen in seinen Bann.

Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen vier Teens, von denen zwei als Opfer ausgewählt werden. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern schaffen sie es jedoch, Informationen zu sammeln, und erkennen, womit sie es zu tun haben. Zwar können sie sich niemandem anvertrauen, da die Wahrheit zu phantastisch ist, aber das Wissen reicht, um Gegenmaßnahmen einzuleiten. Danny, aus dessen Sicht die Ereignisse geschildert werden, findet dank seiner Freunde die Kraft, sich dem Feind zu stellen. Das mit dem Tod seiner Mutter verbundene Trauma und die Liebe zu Ash sind die wichtigsten Triebfedern. Zwar wahren die ‚cool Kids’ eine gewisse Distanz zum Leser, da sie einem Milieu entstammen, das einem fremd ist, aber gerade dieser Punkt erweist sich als Zünglein an der Waage.

Der Autor zieht durch seinen flüssigen Stil, der die jungen Protagonisten glaubhaft in Szene setzt, in den Bann. Man fiebert richtig mit, während die Puzzlestücke zusammengetragen werden, und das Finale überzeugt. „Knochenkälte“ ist ein spannender Horror-Roman, der an ein All Age-Publikum adressiert ist und von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhält.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei: Buch24.de
Titel erhältlich bei: Booklooker.de

Abgelegt unter Horror, Kinder & Jugend, Mystery | Keine Kommentare »

Das Haus der kalten Herzen

Erstellt von Werner Karl am 6. März 2010

das-haus-der-kalten-herzenSarah Singleton
Das Haus der kalten Herzen

Century, GB, 2005
cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 2/2010
TB, Jugendbuch, Mystery, Gothic, Drama
ISBN 9783570306475
Aus dem Englischen von Catrin Frischer
Titelgestaltung von Hauptmann & Kompanie Werbeagentur, München – Züric
 unter Verwendung eines Motivs von Maja Homen (Mädchen) und Gleb Vinnikov/Shutterstock (Eisenornament)
Autorenfoto von Martin Phelps

www.cbt-jugendbuch.de
www.crowmaiden.plus.com/
www.haka.com/
www.majahomen.com/
http://astralwind.deviantart.com/
www.shutterstock.com/

Für die Schwestern Mercy und Charity Verga, 12 und 10 Jahre alt, gleicht ein Tag dem anderen, d. h., sie stehen auf, sobald es dunkel wird, essen, werden unterrichtet, spielen und legen sich schlafen, wenn der Morgen anbricht. Dann entdeckt Mercy, die Geister sehen kann, eine junge Frau im See, die sie nicht kennt. Unverhofft bringt das Unruhe nach „Century – Das Haus der kalten Herzen“, und Trajan, der Vater der Mädchen, lässt sich dazu herab, mit ihnen zu speisen und zu mahnen, denn Veränderungen sind unerwünscht. Von nun an werden die Kinder von ihrer Gouvernante Galatea auf den Spaziergängen begleitet. Dennoch gelingt es Mercy, der Obhut kurz zu entwischen. In der Kapelle trifft sie auf Claudius, einen jungen Mann, der sie bittet, den Zauber zu brechen, den Trajan, sein Bruder, über Century geworfen hat. Mercys Neugierde ist geweckt: Ist dieses eintönige, einsame Leben wirklich alles, was ihnen vergönnt ist? Und was stieß ihrer Mutter, die angeblich tot ist, zu? Claudius lässt die Hoffnung keimen, Mercy könne Thekla begegnen.

In Folge setzt sich Mercy über das Verbot des Vaters hinweg und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Es gelingt ihr sogar, ein Portal zu öffnen und das Sonnenlicht zu sehen! Mercy ist fasziniert und weiht Charity ein, die ihre geheime Verbündete wird. Aber Trajan, Galatea und die Haushälterin Aurelia sind auf der Hut und versuchen zu verhindern, dass Mercy erneut den Durchgang öffnet. Als man sie einsperrt, bleibt ihr keine andere Wahl als die Flucht in die Vergangenheit, um das Rätsel zu lösen. Aber tut sie das Richtige? Weder Trajan noch Claudius spielen mit offenen Karten oder beantworten alle Fragen. Schon bald wird Mercy klar, dass ihr Onkel eine schreckliche Tat begangen und Trajan durch seinen Zauber den Bruder eingesperrt hat - und mit ihm alle anderen Familienmitglieder. Was wird passieren, wenn Claudius frei kommt? Ist das nächste Unheil vorprogrammiert, oder wird sich das Leben von allen zum Besseren wenden? Für Zweifel ist es längst zu spät, denn Mercy hat durch ihre Besuche in der Vergangenheit schon zu viele Lücken in den Zauber gerissen und angefangen, Trajans Buch über das Haus Century neu zu schreiben …

Nach den ersten Seiten glaubt man, einen Roman in der Tradition der Gothic Novel in Händen zu halten, der das Motiv des haunted manor in Verbindung mit Vampiren aufgreift, aber im Laufe der Handlung erfährt man die wahren Wurzeln, die sogar beim Namen genannt werden. Die Vergas sind nicht wie andere Menschen, doch was der Vater Mercy und Charity sowie den weitläufigeren Verwandten, die in Century den Status von Bediensteten innehaben, abverlangt, scheint grausam. Keiner darf das Tageslicht sehen, sie sind in im ewigen Winter gefangen und vorzeitig gealtert. Und schlimmer noch: Die Erinnerungen an sonnige, warme und glückliche Tage wurden gelöscht – und die an die Mutter! Ein Zufall bringt jedoch die Veränderungen, die nie hätten auftreten dürfen. Aber können diese wirklich alles zum Guten wenden? Mercy muss das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen, um die Wahrheit zu erfahren, aber bis zum Schluss weiß sie nicht, ob ihr Handeln richtig oder falsch ist.

Als Leser fiebert man mit der jungen Hauptfigur, vor allem nachdem klar ist, dass man es nicht mit einem konventionellen Vampir-Roman zu tun hat. Die Autorin bedient sich populärer Versatzstücke, macht daraus jedoch etwas Neues und Eigentümliches, das bis zum Schluss fesselt – und nicht nur junge Leser sondern auch das reifere Publikum, das dankbar ist für alle guten Titel abseits von eintöniger Romantic Mystery und Splatter. Sarah Singleton liefert einen soliden, unheimlichen Gruselroman, der trotz junger Protagonisten ein All Age-Publikum zu fesseln weiß und dem Genre unter Verwendung bekannter Motive doch einige neue Facetten hinzuzufügen vermag. Ein klasse Buch für Leser und vor allem Leserinnen ab 12 Jahre!

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)
 
Titel bei Buch24.de:
Das Haus der kalten Herzen

Abgelegt unter Kinder & Jugend, Mystery | Keine Kommentare »

Teufelsengel

Erstellt von Werner Karl am 9. Februar 2010

teufelsengelMonika Feth
Teufelsengel

cbt Verlag 2009
Hardcover
Umfang: 416 Seiten
Umschlagbild: F. B. Regös
ISBN 9783570160459

www.cbt-jugendbuch.de
www.monikafeth-thriller.de

Zur Autorin:
Monika Feth wurde in Hagen geboren, arbeitete nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium zunächst als Journalistin und begann dann, Bücher zu verfassen. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von Köln. Durch den sensationellen Erfolg der Erdbeerpflücker-Thriller wurde Monika Feth weit über die Grenzen des Jugendbuchs hinaus bekannt. Ihre Bücher wurden in 19 Sprachen übersetzt.

Zum Buch:
Romy lebt in Köln. Dort hat sie eine Volontärstelle beim Köln Journal ergattert. Sie ist sehr ehrgeizig und ihr Chef Greg setzt große Stücke auf sie. Als sich in Köln mehrere Morde hintereinander ereignen, wittert Romy einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen. Bei der Polizei sieht man das scheinbar anders, denn jeder Mordfall wird von einem anderen Kommissar und seinem Team bearbeitet, wohl auch deshalb, weil man an allen Tatorten unterschiedliche DNA gefunden hat. Im letzten Mordfall, dem Mord an einem jungen Mann, ermittelt Kommissar Bert Melzig, den alle Leser von Monika Feths Büchern wohl schon kennen dürften. Bert hat sich nach der Trennung von seiner Frau nach Köln versetzen lassen und versucht nun dort ein neues Leben anzufangen.

Auch in ihm keimt der Verdacht eines Zusammenhangs zwischen den Taten. Nur die Verbindung ist weder für Romy noch für Bert auf den ersten Blick erkennbar. So ermittelt jeder für sich, wie das im Innenverhältnis zwischen Polizei und Presse auch sein muss. Zwischendrin erfährt der Leser noch einiges über Romys Beziehung zu ihrem Freund Calypso mit all ihren Höhen und Tiefen und über den Journalisten Ingo vom Kölner Anzeiger, der wohl in der gleichen Sache recherchiert und ein gespaltenes Verhältnis zu Romy hat.

Die Fäden laufen in einem Kloster zusammen. Bei Vero, dem Oberhaupt der Getreuen, einer religiösen Gemeinschaft. Vero, der ein asketisches Leben führt und noch an Dämonen und Teufelsaustreibungen glaubt, gibt diesem Buch eine ganz besondere Richtung. Sehr schön wird die Handlung immer aus unterschiedlichen Perspektiven fortgeführt. Mal wird die Geschichte aus der Perspektive von Vero erzählt, mal aus Sicht von Romy, Bert, Calypso oder auch aus Sicht von Pia, die in die Fänge der Gemeinschaft geraten ist.

Dem Leser ist relativ schnell klar, wer für die Morde verantwortlich ist, aber die Hintergründe erschließen sich erst nach und nach. Die Spannung im Buch wird daher eigentlich nicht aufgebaut durch die Suche nach dem Täter an sich, sondern durch die Frage was als nächstes passieren mag. Das hat die Autorin wohl auch so beabsichtigt und es ist ihr sehr gut gelungen. Als erwachsener Leser sollte man nicht aus dem Auge verlieren, dass das Buch Teufelsengel von Monika Feth sich an Jugendliche in der Altersgruppe ab ca. 14 Jahren richtet. Es ist von seiner Aufmachung und seinem Schreibstil her natürlich auch auf dieses potentielle Leserpublikum zugeschnitten.

Das Buch besteht aus 28 Kapiteln und jedes einzelne Kapitel beginnt mit einem Eintrag aus Romys „Schmuddelbuch“. Das ist das Notizbuch, in dem Romy alles aufschreibt, was mit ihren Recherchen zu tun hat. Dies finde ich eine ganz tolle Idee. Gerade junge Leute schreiben noch häufig Tagebuch und haben gerade zu solchen Einträgen eine ganz besondere Beziehung. Das Schmuddelbuch verdeutlicht dem Leser auch sehr gut Romys Gefühlszustand, der sich von Kapitel zu Kapitel und von Recherche zu Recherche verändert, vor allem natürlich gegen Ende des Buches.

Dieses Buch ist mehr als nur ein Thriller, es ist auch ein Gedankenanstoß. Man sollte mit offenen Augen durchs Leben gehen und sich nicht von anderen so beeinflussen lassen, dass man nicht mehr man selbst ist.
 
Copyright © 2010 by Iris Gasper

Titel bei Amazon.de:
Teufelsengel

Abgelegt unter Kinder & Jugend, Krimi & Thriller, Mystery | Keine Kommentare »

Herzensjunge

Erstellt von Werner Karl am 7. Januar 2010

herzensjungeCarmen Korn
Herzensjunge

cbt-Verlag, München, Originalausgabe: 12/2009
TB, Jugendbuch, Drama, Romance
ISBN 9783570306505
Titelgestaltung von Zeichenpool, München unter Verwendung eines Motivs von Corbis/Sutterstock
Autorenfoto von Foto DIVA

www.cbt-jugendbuch.de
www.shutterstock.com

Die 13-jährige Antonia fühlt sich wohl im Kreis ihrer Lieben, bei denen es immer turbulent zugeht. Zwar ist der Vater, ein Grundschullehrer, ein Kontrollfreak und Gesundheitsfanatiker und die Mutter als Klatsch-Journalistin ständig auf Achse, Adrian nervt wie alle kleinen Brüder, aber der etwas ältere Andreas und die lebenslustige Großmutter sind immer zuverlässige Verbündete, wenn es darum geht, die Grenzen der familiären Regeln aufzuweichen oder auch mal ein Alibi zu bekommen, nachdem die Grenzen stärker perforiert wurden, als die Eltern hinnehmen würden.

Etwas Kummer hat Antonia wegen ihrer Freundin Hanna, die kaum noch Zeit für sie hat und immer ihre ‚Erfahrungen’ raushängen lässt, seit sie mit Kalli zusammen ist. Antonia hätte auch gern einen Freund, aber mit 176 cm ist sie den Jungen in ihrer Klasse zu groß, und außerdem interessieren sich die Spätentwickler bloß für das neueste Egoshooter-Game. Unverhofft trifft dann doch Amors Pfeil: Jan, ein neuer Freund von Andreas, gefällt ihr auf Anhieb. Aber wieso sollte sich ein Sechzehnjähriger mit ihr abgeben? Und doch wird sie von Jan bemerkt, und es dauert nicht lange, bis er sie fragt, ob sie mit ihm gehen möchte. Antonia schwebt im siebten Himmel, und das Glück scheint perfekt, als die Oma für die Zeit ihres Krankenhausaufenthalts den beiden den Wohnungsschlüssel übergibt. Allerdings muss Antonia versprechen, nichts Unüberlegtes zu tun und den Eltern keine Sorgen zu bereiten.

Natürlich läuft dann doch nichts so, wie Antonia es sich ausgemalt hat. In der Ehe der Eltern scheint es zu kriseln, und während sich die Mutter neue Freiheiten erkämpft, kontrolliert der Vater die Familie umso strenger. Auch die Oma gibt Anlass zur Sorge, da sie sich von der Operation nicht so schnell erholt, wie erhofft. Jan möchte weder über die Narbe an seinem Kopf sprechen, die er meist unter einer Mütze verbirgt, noch über den tragischen Tod seiner Mutter, bis er zusammen mit seinem Vater vor Gericht geladen wird…

Dank des lebhaften, lockeren Tons zieht Carmen Korn Leserinnen ab 13 Jahren schnell in die Geschichte hinein. Fast jedes Mädchen kann sich in Antonias Denken, in ihre Sorgen und Träume hineinversetzen, wenngleich sie eine Bilderbuchfamilie und keine Schwierigkeiten in der Schule hat, ihre Figurprobleme gar keine sind und die Romanze trotz einiger Geheimnisse glatt und glücklich verläuft. Es ist eigentlich alles viel zu schön, um wahr zu sein – und doch hat man Spaß an der Erzählung, vielleicht gerade weil die Konflikte klein gehalten werden, alles von selber seinen Gang geht und nicht dieses ganze unterhaltsame Drumherum den Schwerpunkt ausmacht sondern das Verhalten der Protagonisten. Antonia, Andreas und Jan zeigen, dass auch schon Kinder und Teenager verantwortungsbewusst handeln können und dabei nicht nur ihre eigenen Interessen verfolgen, sondern ebenso das Wohl anderer berücksichtigen.

Tatsächlich steckt Andreas so manches Mal zurück, um Antonia ihre Dates mit Jan zu ermöglichen, und als dieser spurlos verschwindet, setzt er alle Hebel in Bewegung, um eine Spur zu finden und Antonia beruhigen zu können. Jan gibt Antonia zwar anfangs einige Rätsel auf, aber häppchenweise gibt er ‚die Geheimnisse’, die ihn und seinen Vater belasten, preis. Obwohl er seiner Freundin näher kommen möchte, nimmt er Rücksicht auf ihr Alter und drängt nicht. Auch um seinen Vater kümmert er sich aufopferungsvoll, obwohl er selber Hilfe bräuchte. Antonia zeigt sich dankbar für jedes Entgegenkommen und missbraucht nicht das Vertrauen, das die Oma und Andreas in sie setzen, und auch als sich die Situation zuspitzt, lässt sie Jan nicht fallen.Anders sieht es bei Hanna aus, die ihrem Kalli gefallen und ihn an sich binden will, egal zu welchem Preis. Als per Handy ein Video von ihnen die Runde macht, bekommen sie nicht nur Ärger mit den Eltern, und ihre Beziehung droht darüber zu zerbrechen, sondern sie erfahren auch, was Mobbing bedeutet. Andere Schüler nehmen sich eine Menge heraus, und sogar Lehrer vergreifen sich im Ton – auch das ist ein trauriger Alltag, der vielen Lesern bekannt sein dürfte. Allerdings kommen die beiden noch einmal mit einem blauen Auge davon, und für die Lehrerin hat das beleidigende Fehlverhalten Konsequenzen, so dass die heile Welt des Buchs wieder hergestellt ist.

Überdies wird daran erinnert, dass auch die Erwachsenen Probleme haben und Fehler begehen, die sich später nur schwer korrigieren lassen. So nimmt die Oma die Schuld auf sich, dass Antonias Vater extrem überkorrekt geworden ist, die Mutter gibt schließlich ihre geheimen Sehnsüchte preis und arbeitet auf einen Kompromiss hin, und auch Jans Vater hat etwas zu bereuen. Eigentlich wollen die Eltern ihren Kindern nur unschöne Erfahrungen ersparen, die sie einst machen mussten, und schießen dabei über das Ziel hinaus, denn manche Einsichten kann ein junger Mensch nur selber erlangen, auch wenn es schmerzhaft ist.

Allen Protagonisten ist gemein, dass sie sehr genau wissen, was sie aneinander haben, wie viel ihnen das Glück der Familie bedeutet, das auch ihr eigenes ist – und wie furchtbar es ist, dieses zu verlieren. Die Autorin wirbt für Verständnis in beide Richtungen: Kinder müssen begreifen, dass auch Eltern Menschen sind, die sich irren können und die noch immer Träume haben. Nur weil man eine Familie gegründet hat oder in Rente geht, ist das Leben noch lange nicht vorbei. Die Eltern wiederum sollten lernen loszulassen, wenn ihre Kinder langsam erwachsen werden, und Vertrauen zu haben.

„Herzensjunge“ ist eine schon fast märchenhafte Romanze, die trotz des Heile-Welt-Hintergrundes, des Happy Ends und den deutlichen Messages nicht in den Kitsch abgleitet, da die Geschichte unterhaltsam und schlüssig erzählt wird, sich die Autorin eines für Jugendliche überzeugenden Stils bedient, ohne in einen künstlich wirkenden Jargon abzugleiten – und man gern auch mal ein Buch in Händen hält, das nicht in den finstersten Farben Schreckensszenarien malt.

Irene Salzmann (IS)
 
Titel bei Amazon.de:
Herzensjunge

Abgelegt unter Kinder & Jugend, Liebe & Romantik | 1 Kommentar »

Der gebrochene Schwur

Erstellt von Werner Karl am 8. Dezember 2009

der-gebrochene-schwurHolly Black & Ted Naifeh
Der gebrochene Schwur
Feenland 1

The Good Neighbours – Book One: Kin, USA, 2008
cbt-Verlag, München, 10/2009
PB mit Klappbroschur, Graphic Novel im Comicformat auf Kunstdruckpapier
Urban Fantasy
ISBN 9783570306215

Aus dem Amerikanischen von Anne Brauner
Titelgestaltung von init.büro für gestaltung, Bielefeld unter Verwendung einer Illustration von Ted Naifeh

www.cbj-verlag.de
www.blackholly.com/
www.tednaifeh.com/

Wer Fantasy und Comics mag, für den werden Holly Black, die Autorin der „Spiderwick-Chroniken“, und Ted Naifeh, der Zeichner von „Polly und die Piraten“ vermutlich keine Unbekannten sein. „Feenland 1: Der gebrochene Schwur“ ist nun ihr erstes gemeinsames Werk, eine Graphic-Novel in Schwarz-Weiß. In den USA ist bereits ein weiterer Band erschienen und ein dritter für 2010 angekündigt.

Rue Silvers Leben ist alles andere als leicht. Ihre exzentrische Mutter ist urplötzlich verschwunden. Dem Vater, ein Dozent, wird der Mord an einer seiner Studentinnen angelastet, und nun glaubt die Polizei, er könne auch seine Frau getötet haben. Rue, die mit ihren Freunden gern durch die Straßen der Stadt zieht und aus Spaß in leer stehende Häuser einbricht, sieht zudem bizarre Wesen, die für andere unsichtbar sind. Ist sie dabei, verrückt zu werden? Da sie nicht an die Schuld ihres Vaters glaubt, beginnt Rue, Nachforschungen anzustellen. Dabei entdeckt sie auch das Geheimnis ihrer Familie: Ihre Mutter Nia ist eine Fee, und ihr Vater brach einen Schwur, so dass sie nicht länger bei ihm bleiben durfte. Obendrein hat er durch seine Tat etwas in Gang gesetzt, das die Stadt und seine Bewohner langsam verändert.

Unerwartet taucht Rues Großvater Aubrey auf und will sie mit in sein Reich nehmen, ist sie doch eine der ihren. Rue weigert sich, aber so leicht gibt Aubrey nicht auf. Plötzlich ist auch Nia wieder da, sie kränkelt und stirbt. Die Anklagepunkte gegen den Vater werden fallen gelassen, da er ein Alibi hat, doch mit seinem Leben kommt er nicht mehr zurecht. Amanda, eine alte Freundin der Familie, tut für Rue und ihren Vater, was sie nur kann – zu viel, wie Rue meint. Was haben Amanda und der Vater Nia angetan? Und ist sie wirklich tot? Das Bild der schönen und freundlichen Feen wurde vor allem von Märchen, Illustrationen im Jugendstil und auch von alten Stammbuchbildern geprägt. In anderen Regionen kennt man aber auch boshafte und gefährliche Feen, die durchaus unheimlich anmuten, sogar hässlich sein können.

Die Geschöpfe von Holly Black gehören nicht zu der harmlosen Sorte – das stellt auch Rue, die Hauptfigur, aus deren Sicht die Geschehnisse in einer altersgerechten, zeitgenössischen Sprache geschildert werden, fest. Noch beobachten sie nur, mit einigen kann Rue auch reden, Aubrey und Tam scheinen immer in ihrer Nähe zu sein. Aber was wollen sie? Weshalb soll Rue mit ihnen gehen? Und welche Pläne schmieden sie gegen die Menschen? Stück für Stück setzt das Mädchen die Puzzleteile zusammen und kann zumindest einige Antworten erhalten. Doch wem darf sie vertrauen? Ihre Freunde sind zunächst skeptisch, stehen ihr dann aber bei, als Rue die Leiche ihrer Mutter ausgraben will, nur nicht Dale, auf dessen Hilfe sie am meisten gehofft hatte. Und inwieweit darf sie den oft kryptischen Worten der Feen Glauben schenken? Rue findet sehr schnell in diese neue Welt hinein, und diese Akzeptanz ist ihr von großem Nutzen. Trotzdem wäre sie lieber ein normales Mädchen mit einem einfachen, langweiligen Leben, das nicht von den Feen verfolgt würde. Weder gehört sie richtig zu diesen noch zu den Menschen, von denen sie sich zunehmend entfremdet.

Das alles wird in realistischen Bildern erzählt, die durch die vielen Grau-Nuancen düster wirken und eine bedrohliche Atmosphäre vermitteln. Auch wenn „Feenland“ bei einem Jugendbuch-Verlag erscheint, ist die Geschichte überhaupt nicht kindlich und kann erwachsene Comic-Fans, die das Thema mögen, ebenfalls überzeugen. Man darf wirklich gespannt sein, wie es weiter gehen und welche Entdeckungen die Protagonistin noch machen wird.

Irene Salzmann (IS)

Titel bei Amazon.de:
Der gebrochene Schwur

Abgelegt unter Fantasy | Keine Kommentare »

Tagebuch eines Vampirs 02 - Bei Dämmerung

Erstellt von Werner Karl am 4. November 2009

bei-dammerungLisa J. Smith
Tagebuch eines Vampirs 02 - Bei Dämmerung

The Struggle - The Vampire Diaries 2, USA, 1991
cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 12/2008
dt. Erstausgabe: „Der Kampf“, CORA Verlag, Hamburg, 2002
TB, Jugendbuch, Romantic Mystery, Horror
ISBN 9783570304983
Aus dem Amerikanischen von Ingrid Gross, neu bearbeitet von Kerstin Windisch
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Motivs von Rebecca Czychi
Autorenfoto von privat

www.cbt-jugendbuch.de
www.hildendesign.de

Elena und Stefano sind endlich ein Paar. Selbst sein grausiges Geheimnis – er ist ein Vampir! – konnte ihre Liebe nicht gefährden. Den Preis, den die beiden für ihr Glück zahlen müssen, ist hoch: Elena und Caroline sind keine Freundinnen mehr, die Mitschüler schneiden Elena, nach den jüngsten Vorfällen in der Schule gibt es sogar einige, die glauben, Stefano habe einen Lehrer ermordet, und nachdem Elenas Tagebuch gestohlen wurde, will jemand sie und Stefano bei einer öffentlichen Veranstaltung bloßstellen. Zum Glück können die beiden auf Bonnie, Meredith und Matt zählen, die zu ihnen stehen, auch wenn sie nicht einmal ahnen, was Stefano vor ihnen verbirgt. Allerdings zeigen sich die Freundinnen fasziniert von Damon, der neu in der Stadt ist und auch schon das Vertrauen von Elenas Tante und dessen Lebensgefährten gewinnen konnte. Die beiden sind strikt gegen Stefano, würden aber eine Beziehung mit Damon absegnen, denn sie wissen nicht, dass der Blender Stefanos Bruder und Feind ist!

Er erpresst Elena mit dem Leben ihrer kleinen Schwester, so dass sie sich nicht weigern kann und ihn ihr Blut trinken lässt. Im Gegenzug hilft er ihr das eine oder andere Mal aus der Patsche. Schließlich beginnt sich Elena langsam zu verändern, und dann passiert ein Unglück… War es Damon? In „Im Zwielicht“, dem ersten Band von „Tagebuch eines Vampirs“, wurde Elena als die perfekte Highschool-Queen präsentiert. Sie war umringt von Mädchen und Jungen, die sich in ihrem Glanz sonnen wollten und sich auch die eine oder andere Hoffnung machten, irgendwann mehr für sie zu sein. Als Stefano zu einem Problem wird, zeigt sich, wer die wahren und die falschen Freunde sind. Von Elenas Glanz ist nun nicht mehr viel übrig, denn sie wurde isoliert. Wie weit Caroline, ihre unmittelbare Rivalin, und Tyler zu gehen bereit sind, wird klar, als den beiden Elenas Tagebuch in die Hände fällt. Vergeblich durchsuchen Elena und ihre Freundinnen Carolines Zimmer, und auch als sie wissen, wo der Beweis gegen Stefano versteckt wird, sind sie machtlos.

Da noch zwei Bücher folgen – in den USA wird eine neue Trilogie vorbereitet: „The Vampire Diaries: The Return“, davon ist ein Band bereits erschienen -, liegt auf der Hand, dass das größte Unheil abgewendet werden kann. Allerdings hat alles seinen Preis, und die Folgen für Elena, Stefano und Damon sind noch nicht absehbar. Man darf spekulieren, aber Gewissheit bringt erst die Fortsetzung. „Bei Dämmerung“ ist nicht ganz so spannend wie „Im Zwielicht“ – ein Manko vieler ‚Mittel-Bände’. Inzwischen kennt man die wichtigsten Figuren und Konflikte, aber es darf nicht zu viel verraten werden, damit noch einige Überraschungen fürs Finale bleiben. Stattdessen werden die bestehenden Probleme ausgebaut, die Bezüge zu Ereignissen in der Vergangenheit konkretisiert, wird Damon im gleichen Maße in den Vordergrund gerückt, wie Stafano zurück tritt.

Die Konflikte sind ein wenig hausgemacht, denn Elena wäre einiger Ärger erspart geblieben, wenn sie Stefano gleich zu Beginn eingeweiht hätte – aber dann wäre die Geschichte zu langweilig glatt verlaufen. Außerdem sollte die Rivalität zwischen den Brüdern eskalieren. Während der ‚Gute’ schließlich seine dunkle Seite bejaht, erweist sich der ‚Böse’ als differenzierter und damit durchaus auch als interessanter. Man fühlt sich ein wenig an „Buffy“ erinnert, findet sich hier doch ein ähnlicher Kontext. Allerdings ist die Buch-Reihe nicht ganz so schräg und albern wie die populäre TV-Serie, die einige Jahre später gestartet wurde. Von daher hat auch das etwas reifere Publikum Spaß am „Tagebuch eines Vampirs“, denn die Autorin schreibt flüssig und bringt das Thema unterhaltsam rüber, obwohl die Geschichte nicht neu ist.

Freilich wird man gut unterhalten und nimmt Anteil am Schicksal von Elena und den Menschen in ihrem Umfeld. Der Band endet mit einem Cliffhanger, so dass man auf jeden Fall die Fortsetzung kaufen sollte, möchte man erfahren, was als nächstes passiert. „Tagebuch eines Vampirs“ lässt sich vergleichen mit „Bella & Edward“, ist aber nicht ganz so weit schweifig. Vor allem Leserinnen ab 14 Jahren, die Freude haben an Titeln wie „Night World“ (ebenfalls von Lisa J. Smith), „Evernight“ (Claudia Grey) oder „Das Zeichen des Vampirs“ (Susan Hubbard), dürften gespannt den weiteren Ereignissen um Elena, Stefano und Damon entgegen fiebern. (IS)

Titel bei Amazon.de:
Tagebuch eines Vampirs 02 - Bei Dämmerung

Abgelegt unter Horror, Kinder & Jugend, Mystery | Keine Kommentare »

Die Sturmjäger von Aradon 01 - Feenlicht

Erstellt von Werner Karl am 4. November 2009

feenlichtJenny-Mai Nuyen
Die Sturmjäger von Aradon 01 - Feenlicht

cbt-Verlag, München, 9/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Fantasy, Romance
ISBN 9783570160336
Titelgestaltung von Benita Winkler
Illustrationen im Innenteil und Karte von Jenny-Mai Nuyen

www.cbt-verlag.de
www.jenny-mai-nuyen.de
www.eeanee.com/

Hel wird mit ca. fünf Jahren an die Sturmjäger der Schwalbe verkauft. Dieses Schiff jagt in den Lüften nach Lirium. Das magische Elixier wird kostbarer und wertvoller, da es durch die Raffgier der Händler immer weniger wird. Kapitän Gharra wird Hels Ziehvater. Hel hat eine ganz besondere Gabe. Sie kann sehen, wann ein Liriumsturm bevorsteht, und ist so ein unbezahlbarer Schatz für die Sturmjäger. Als ihr Schiff zerstört wird, ist sie die einzige Überlebende. Ein geheimnisvoller junger Mann rettet sie und verschwindet ebenso schnell wieder aus ihrem Leben.

Hel bekommt den Auftrag, vier Dämonen zu vernichten, die für das Verschwinden des Liriums verantwortlich zu sein scheinen. Sie sammelt einige Mitstreiter um sich, um die Aufgabe zu erledigen. Mit Entsetzen findet sie heraus, dass einer der Dämonen Mercurin ist - der geheimnisvolle Fremde, der ihr einst das Leben rettete. Mercurin stellt sie vor eine schwierige Entscheidung. Mit den „Sturmjägern von Aradon“ ist es der Autorin gelungen, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Liebevoll werden die einzelnen Charaktere beschrieben. Hels Kampf mit sich selbst, als sie herausfindet, wer Mercurin in Wahrheit ist, ist sehr dramatisch, und auch der Dämon bleibt von dem Gefühlschaos nicht verschont. Dabei wird eine spannende und abenteuerliche Geschichte um die beiden Hauptpersonen gewebt.

Die Zeichnungen der einzelnen Charaktere sowie eine Karte vom Lebendigen Land sind zusätzliche Highlights. Die Umschlaggestaltung bewirkt, dass „Feenlicht“ wie ein kostbares Kleinod erscheint. Dies wird vor allem durch die grün und golden gehaltenen Farben hervorgerufen, die in den verschiedensten Schattierungen vorhanden sind. Wer Geschichten wie „Twilight“ liebt, aber eine Heldin sucht, die selber stark ist und nicht nur herum jammert, wird seine helle Freude an dieser besonderen Geschichte haben. Man darf auf die Fortsetzung gespannt sein! (PW)

Titel bei Amazon.de:
Die Sturmjäger von Aradon 01 - Feenlicht

Abgelegt unter Fantasy, Kinder & Jugend, Liebe & Romantik | Keine Kommentare »

Night World 01 - Engel der Verdammnis

Erstellt von Werner Karl am 3. November 2009

night-world-01-engel-der-verdammnisLisa J. Smith
Night World 01 - Engel der Verdammnis

Night World – Dark Angel, USA, 1996
cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 10/2009
TB, Jugendbuch, Urban Fantasy, Romance, Drama
ISBN 9783570306338
Aus dem Amerikanischen von Michaela Link
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock
Autorenfoto von privat

www.cbt-jugendbuch.de
www.ljanesmith.net/
www.hildendesign.de
www.shutterstock.com

Die 17-jährige Schülerin Gillian hat sich damit abgefunden, eine graue Maus zu sein. Dennoch ist sie enttäuscht, wie schnell sie von ihrer Freundin Amy ‚abserviert’ wurde, kaum dass diese einen festen Freund hat. Als Gillian auf dem einsamen Heimweg das Weinen eines Kindes hört, verlässt sie die Straße und folgt der Stimme in den Wald hinein. Im Schnee rutscht sie aus und stürzt in den Fluss. Wie durch ein Wunder kann sie sich ans Ufer retten, aber die Unterkühlung hat ihr keinerlei Kraft gelassen. Plötzlich sieht Gillian ein strahlendes Licht, ein überirdisch schöner Junge, der sich Angel nennt, erscheint und fordert sie zur Umkehr auf. Es gelingt Gillian, ein Auto anzuhalten. Am Steuer sitzt ihr großer Schwarm David, der sie sogleich nach Hause bringt und sich rührend um sie kümmert. Nach und nach begreift Gillian, dass sie gestorben ist und ihr Schutzengel sie gerettet hat. Von nun an will Angel ihr helfen, dass sich ihr größter Wunsch erfüllt: David näher zu kommen.

Obwohl Gillian so manches seltsam vorkommt, befolgt sie Angels Ratschläge und spricht die Worte aus, die er ihr in den Mund legt. Plötzlich steht Gillian in ihrer Klasse im Mittelpunkt. Die graue Maus ist vergessen, jeder will mit ihr befreundet sein, die Jungen reißen sich um ihre Aufmerksamkeit. Auch David sieht Gillian jetzt mit anderen Augen an, aber er geht mit Tanya, die sich den Freund nicht so leicht ausspannen lässt. Natürlich weiß Angel auch eine Lösung für dieses Problem. Er enthüllt Gillian ein Geheimnis, das in ihrer Familie seit Generationen weiter vererbt wurde, und aus dem harmlosen Spaß wird bitterer Ernst, der auch David in Lebensgefahr bringt. Immer mehr bezweifelt Gillian, dass Angel wirklich ein Schutzengel ist. Aber was ist er dann? Und was hat er vor?

In der „Night World“-Serie sind in den USA bislang neun in sich abgeschlossene Romane erschienen; der zehnte ist für Frühjahr 2010 angekündigt. cbt hat – aus welchen Gründen auch immer – nicht die originale Reihenfolge übernommen, sondern vorerst den vierten, den achten und den fünften Band ins Programm genommen. Da nur der Hintergrund die Bücher verknüpft, wirkt sich diese Auswahl nicht nachteilig auf das Lesevergnügen aus. In „Engel der Verdammnis“ – der Originaltitel lautet treffender „Dark Angel“ – entdeckt ein junges Mädchen, dass die bekannte Welt weit mehr Geheimnisse bereit hält, als die Menschen auch nur ahnen, denn unter ihnen leben all die Kreaturen, die man als Fabelwesen abtut. Der kurze Tod hat nicht nur Gillians Augen für die Wahrheit geöffnet und neue Kräfte in ihr geweckt, sondern Angel ermöglicht, aus dem Zwischenreich zu ihr zu kommen. Zunächst erweist er sich als smarter Ratgeber, aber dann ereignen sich Dinge, die Gillian nicht mehr kontrollieren kann und die ihr Angst einjagen. In Folge bleibt ihr keine andere Wahl, als das Wagnis einzugehen, Angel mit ihren Vermutungen zu konfrontieren und ihn dazu zu bewegen, endlich die Wahrheit zu sagen.

Diese Geschichte spielt in einer typisch amerikanischen Kleinstadt. Hauptfiguren sind Teenager auf der Schwelle zum Erwachsenen, die sich noch ein oder zwei Jahre mit den üblichen Problemen arrangieren müssen, seien es Konflikte mit den Eltern, der Wunsch, nicht länger ein Außenseiter zu sein, sondern zu den ‚coolen’ und beliebten Kids zu gehören, einen Freund (Seelengefährten) zu haben usw. Für Gillian, mit der sich Leserinnen ab 13 Jahren leicht identifizieren können, werden all ihre Träume wahr, dank einer guten Portion Fantasy. Leider versäumt die Autorin, näher auf den Hintergrund ihrer magischen Welt einzugehen und man muss – zumindest für diesmal – mit vagen Andeutungen zufrieden sein. Zwar wird das Hauptproblem auf gefällige Weise gelöst, doch viele Fragen bleiben offen und wecken die Hoffnung auf eine Fortsetzung, die allerdings nicht kommen wird. Schade, denn die Geschichte verfügt über das Potenzial für ein Sequel. Was auf der einen Seite positiv ist – die in sich abgeschlossene Handlung – wird so zum Manko.

Trotzdem wird die Zielgruppe gut unterhalten, denn das Buch bietet alles, was sich das Fantasy begeisterte Publikum wünscht: eine sympathische Identifikationsfigur, einen geheimnisvollen und einen bodenständigen Traumtypen, die gängigen Schulintrigen, Romantik und Magie. Dazu ist die Story gar nicht mal so oberflächlich, denn die Autorin möchte schüchternen Mädchen darin bestärken, auch ohne einen Angel mutig zu sein, zwischen echten und falschen Freunden zu unterscheiden lernen und zu wissen, wo die Grenzen liegen und dass man Verantwortung für seine Taten übernehmen muss. Lisa J. Smith, die man bereits durch ihre Serie „Tagebuch eines Vampirs“ (in den USA fünf Bände, zwei weitere sind in Vorbereitung) kennt, bietet mit der „Night World“-Reihe spannendes und unterhaltsames Lesefutter für die Fans von Titeln wie „Bella und Edward“, „Vampire Academy“ und „Gegen das Sommerlicht“. Auch reifere Fantasy-Leser sollten ruhig einen Blick in die Programme der Jugendbuch-Verlage werfen, da man hier so manchen interessanten Roman finden kann, der an ein All Age-Publikum adressiert ist – wie auch die „Night World“-Bücher. (IS) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de:
Night World 01 - Engel der Verdammnis

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
.
www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
.
Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
.
Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
.
Die Gewinner der Preisrätseltitel:
.
1.Antje Schütte
2.Christa Sikau
3.Wiebke Schauer
.
Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

Abgelegt unter Fantasy, Kinder & Jugend, Liebe & Romantik, beendete Preisrätsel | Keine Kommentare »

Die Gilde von Shandar 03 - Der Jäger

Erstellt von Werner Karl am 1. November 2009

die-gilde-von-shandar-3Mark Robson
Die Gilde von Shandar 03 - Der Jäger

Imperial Traitor, GB, 2007
cbt-verlag, München, 2/2009
PB, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570305355
Aus dem Englischen von Tanja Ohlsen
Titelillustration von Marek Hlavaty

www.cbj-verlag.de
www.cbt-jugendbuch.de
www.markrobsonauthor.com/
www.prasart.com/

Mark Robson erzählt in seiner Geschichte um „Die Gilde von Shandar“ von der jungen Spionin Femke, die zusammen mit dem General Surabar gegen einen abtrünnigen Magier gekämpft hat, der in der Gestalt des wahren Kaisers die Macht an sich gerissen hatte, und nun gemeinsam mit dem Kameraden versucht, die Ordnung im Land wieder herzustellen, denn es gibt auch genug Menschen, die in der Zeit der Diktatur profitiert haben und das nicht mehr missen wollen. So wie die „Gilde von Shandar“, ein Bund von Assassinen, die mit dem Tyrannen gemeinsame Sache machten. Femke kennt sie besser als alle anderen Feinde, denn sie war selbst einmal eine Auftragsmörderin. Obwohl sie ihnen zusammen mit dem jungen Soldaten Reynik bereits mehrfach schweren Schaden zugefügt hat, weiß sie, dass die Gefahr nicht gebannt ist – vor allen so lange der heimtückische Shalidar noch lebt und ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Dann tritt das Unfassbare ein: Surabar wird in seinen Privatgemächern ermordet. Alles spricht für eine Tat des Meister-Assassinen, doch dieser kann seine Unschuld beweisen und entkommen. Durch den Erfolg übermütig geworden, geht er sogar noch einen Schritt weiter. In den nun entstehenden Wirren und Machtkämpfen umgarnt er einen Adligen und bringt ihn mit dem Versprechen, ihm den Kaisermantel zu verschaffen, dazu, ihn zu adoptieren – etwas, das auch der Gilde missfällt, da er sich zu viel anmaßt. Derweil hat Femke alle Mühe, Surabars designierten Nachfolger vor den mörderischen Nachstellungen zu beschützen, nachdem er dem ersten Attentat beinahe zum Opfer gefallen wäre. Sie weiß, dass es nun nur noch eine Möglichkeit gibt, ihren Erzfeind auszuschalten und dessen Machtergreifung zu verhindern. Doch ist der Preis dafür wirklich das Risiko wert, sich mit den Feinden verbünden zu müssen?

Auch diesmal müssen sich die Helden und Schurken wieder mehr auf ihren Verstand als auf ihre Kampfkraft verlassen. Klug gewählte Worte, Tricks und Verkleidungen sind ihr Handwerkszeug, weniger Fäuste und Klingen, auch wenn der Showdown letztendlich schon fast klassisch ist. Interessanterweise ist Reynik diesmal eher die Hauptfigur als Femke. Die Spionin bleibt mehr im Hintergrund. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Bänden folgt der Autor diesmal deutlich den klassischen Handlungsmustern, die man schon aus unzähligen anderen Romanen kennt, sei es nun im Verhalten Shalidars, der all zu übermütig wird und dafür einen hohen Preis zahlen darf. Immerhin, eines fehlt: Auch wenn es unübersehbar zwischen Reynik und Femke knistert, so spielen Liebe und Romantik keine besondere Rolle in der Geschichte.

Wie in den ersten Bänden der Saga sind auch diesmal die Handlung, die Intrigen und die Figuren relativ einfach gestrickt, so dass Jugendliche damit zurechtkommen. Trotzdem kann man auch als Erwachsener seinen Spaß an der abenteuerlichen. Geschichte haben. Wie die beiden anderen Bände um „Die Gilde von Shandar“ ist auch „Der Jäger“ unterhaltsame All Age-Fantasy für jedes Geschlecht, in der vor allem Abenteuer und Freundschaft im Vordergrund stehen, jedoch keine schwülstige Romanze. (CS) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de:
Die Gilde von Shandar 03 - Der Jäger

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
.
www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
.
Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
.
Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
.
Die Gewinner der Preisrätseltitel:
.
1. Ludwig Strohmeier
2. Melanie Pollmann
3. Olaf Sautmann
.
Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

Abgelegt unter Fantasy, Kinder & Jugend, beendete Preisrätsel | Keine Kommentare »

Blutherz

Erstellt von Werner Karl am 27. Oktober 2009

blutherzMichael Wallner
Blutherz

cbt-Verlag, München, 8/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Romantic Mystery, Horror
ISBN 9783570160466
Titelgestaltung von N. N.

www.cbt-jugendbuch.de

Samantha Halbrock, gerade 17 Jahre jung, ist glücklich, ihr ödes Heimatdörfchen Lower Liargo an der schottischen Grenze hinter sich gelassen und in London eine Stelle als Lernschwester in einer großen Klinik gefunden zu haben. Schon nach wenigen Tagen begegnet ihr der attraktive Taddeusz Kóranyi, der sie in einen exklusiven Club einlädt, aber trotz seines offensichtlichen Interesses recht zurückhaltend auf ihren spontanen Kuss reagiert. Sam hat sich nach dieser Zurückweisung bereits damit abgefunden, Teddie nie mehr wieder zu sehen, als sie eine offizielle Einladung erhält und in der Villa der Kóranyis den anderen Gästen gewissermaßen als Teddies Freundin vorgestellt wird. Seltsam, findet Sam: Auf der einen Seite entwickelt sich ihre Beziehung in einem rasanten Tempo, andererseits wahren sie Distanz, obwohl sie sich nach mehr sehnen. Die Verwirrung wächst, als Richard, Teddies jüngerer, schwächlicher Bruder, Sam eine kryptische Warnung zukommen lässt. Die folgenschwere Liebesnacht kann Richard jedoch nicht verhindern. Sam merkt bald, dass sie von Teddie schwanger ist – und das Kind wächst schneller als jeder normale Säugling.

Endlich begreift Sam: Sie wurde auserwählt, um einem Vampir das Leben zu schenken. Danach soll sie gewandelt werden oder sterben. Obwohl Teddie immer mehr Zuneigung für seine aufgeweckte Braut empfindet, ist er zu schwach, um sich dem Befehl seines Vaters, der Probleme befürchtet, zu widersetzen. Dafür beweist Richard, dass mehr in ihm steckt, als jeder ihm zugetraut hat. Und so beginnt eine wilde Flucht durch halb Europa auf der Suche nach einem Mittel, das Sam und das Baby vor den Vampiren retten kann…

Michael Wallner greift ein momentan populäres Thema auf: Ein junges, lebenslustiges Mädchen verliebt sich in einen Vampir. Obwohl sie ihren schönen Liebsten nicht vergessen kann, muss sie vor ihm fliehen, um das tragische Schicksal, das ihr und ihrem ungeborenen Kind droht, abwenden zu können. Ein unerwarteter Helfer steht ihr bei, und die tragische Romanze entwickelt sich zu einer Dreiecksbeziehung. Dieses Konzept half bereits Stephenie Meyer zum Durchbruch, liegt den Serien von z. B. Lara Adrian und Mary Janice Davidson zugrunde und wird inzwischen von vielen Autorinnen und Autoren aufgegriffen – mit mehr oder minder expliziten Szenen.

Zunächst beginnt „Blutherz“ spannend und düster, wartet mit einem geheimnisvollen Lover und einer interessanten Background-Geschichte über die Vampire auf. Etwa in der Mitte jedoch ist ein Bruch spürbar, als Teddie sich nicht schützend vor Sam stellt und der Außenseiter Richard (Dickie) die Rolle ihres Gefährten übernimmt. Der lockere Ton ist plötzlich flapsig, die Figuren entwickeln sich immer mehr zu klischeehaften Genre-Archetypen, die Geschehnisse verlieren an Dramatik und tragen zunehmend die Züge einer Abenteuer-Komödie. Dieser Wandel lässt sich auch beim Setting beobachten. Wurde zunächst der Krankenhaus-Alltag und das Leid der Kranken sehr realistisch beschrieben, innerhalb dieses Rahmens sogar das Thema ‚Organspende’ aufgegriffen, bringen schon bald die Schilderungen des Kóranyi-Anwesens das „Cinderella“-Motiv ins Spiel, das zu schön ist, um wahr zu sein, und natürlich platzt Sams Traum. Die Hetzjagd im Road-Movie-Stil bleibt aus, obwohl sich die Hauptfigur und ihr Begleiter auf eine Quest begeben. Im weiteren Verlauf bekommen sie es mit mysteriösen Sektierern zu tun und decken ein Geheimnis auf, das Sams Familie und die Vampire umgibt.

Zwar gehören Sams leidenschaftlichen Gefühle weiterhin dem Vater ihres Kindes, aber auf der Reise mit Richard lernt sie, die positiven Seiten des ungewöhnlichen Vampirs zu schätzen, der mit den Traditionen seiner Art brechen will. Irgendwann muss sie sich entscheiden, was bzw. wen sie eigentlich will. Und so bleibt das Buch ‚clean’, mit Ausnahme der einen Liebesnacht, bei der nicht weiter ins Detail gegangen wurde. Der Roman ist so angelegt, dass er ein relativ rundes Ende bietet, aber bei Bedarf fortgesetzt werden kann.

„Blutherz“ ist ein Jugendbuch, das sich vor allem an Mädchen ab 14 Jahren wendet, durch das Thema aber auch reifere Genre-Fans neugierig machen wird. Letztere werden allerdings nach dem viel versprechenden Anfang über den Bruch stolpern und sich spätestens ab diesem Punkt an den klischeehaften Ereignissen und Ungereimtheiten stören. Beispielsweise ist die Rolle der Sektierer recht diffus; man weiß lange nicht, ob sie Sam und Richard aufhalten sollen oder ihnen zu helfen versuchen und warum. Auch der Urvater der Vampire, der als Deus ex Machina eingreift, vermag seine Beweggründe nicht überzeugend zum Ausdruck zu bringen. Den Gipfel schießt allerdings Sam ab, die sich am Ende praktisch in eine Superheldin verwandelt, die ihren mächtigen Gegner mit Links zu Staub werden lässt.

Tatsächlich fragt man sich nach der Lektüre, ob der Autor eingangs mit Begeisterung an dieses Projekt heran trat, dann jedoch die Vielzahl vergleichbarer Titel entdeckte und sich nur noch lustig machte über die Romantic Mystery-Welle und ihre Schemata. Man wird durchaus gut unterhalten, wenn man das Buch als Parodie betrachtet. Nimmt man es ernst, enttäuschen die mitunter simplen Lösungen und die Ansammlung von bekannten Genre-Motiven. Das Buch ist flott geschrieben und ähnelt eingangs durch die Motive dem Polanski-Film „Rosemarys Baby“, vor allem ab der zweiten Hälfte durch Umgangston und Action jedoch der populären TV-Serie „Buffy“. Ab dem Bruch liest sich die Story immer mehr wie eine Parodie, was vermuten lässt, dass der Autor die Handlung nicht mehr ernst nahm und mit den Klischees bloß noch spielte, statt die Charaktere weiter zu entwickeln, ihnen Tiefe zu verleihen und eine nachvollziehbare, spannende Handlung mit überraschenden Wendungen zu konstruieren. Es wäre sehr viel mehr möglich gewesen – ein Roman im Stil von „Bis(s) zum Morgengrauen“ -, doch der Autor verschenkte eine gute Chance. (IS) (3xPRT)

Titel bei Amazon.de:
Blutherz

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
.
www.buchrezicenter.de veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon* gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.
.
Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!
.
Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!
.
Die Gewinner der Preisrätseltitel:
.
1. Markus Rechel
2. Ralf Epp
3. Maria Kalina
.
Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

Abgelegt unter Horror, Kinder & Jugend, Liebe & Romantik, Mystery, beendete Preisrätsel | Keine Kommentare »