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Das Amulett

Erstellt von Werner Karl am 14. März 2010

das-amulettCinda Williams Chima
Das Amulett
Das Erbe des Dämonenkönigs 1

The Demon King, 2008
cbj-Verlag, München, 10/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570137253
Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch von Susanne Gerold
Titelbild von Max Meinzold

www.cbj-verlag.de
www.cindachima.com/
http://maxmade.deviantart.com/

Cinda Williams Chima verfasste bereits als Teenager Geschichten, die leider immer wieder von ihren Lehrern konfisziert wurden, weil sie sie damit im Unterricht erwischten. Aber sie hat sich nicht beirren lassen, lebt mittlerweile mit ihrer Familie in Ohio und ist Schriftstellerin geworden. Nun ist ihr Debütwerk „Das Amulett“, der erste Teil der Geschichte um „Das Erbe des Dämonenkönigs“, auch in Deutschland erschienen.

Vor etwa tausend Jahren hat der Dämonenkönig das Land mit seiner Magie verheert und viel Leid über die Völker gebracht. Nach dem Sieg über ihn schlossen die Stämme und die Stadtbewohner einen Pakt: Es sollte keinem Zauberkundigen erlaubt werden, jemals wieder so viel Macht zu sammeln, dass er derartigen Schaden anrichten könne. Daher wird seither ein empfindliches Gleichgewicht aufrechterhalten. Alle haben sich verpflichtet, die strengen Regeln einzuhalten, die ihnen enge Fesseln anlegen. Doch ausgerechnet der derzeitige Hochmagier sieht nicht ein, diese Einschränkungen weiter zu billigen. So spinnt der intrigante Gavan Bayar hinter dem Rücken der Königin und der Vertreter der Stämme seine Pläne. Er arbeitet daran, die junge Thronerbin in seine Hand zu bekommen. Wenn er Prinzessin Raisa heiratet und sich zum König aufschwingt, kann er die Gesetze leicht ändern. Doch das Mädchen hat seinen eigenen Kopf und wagt die Flucht nach vorne.

Han Alister, der jugendliche Anführer einer Straßenbande in der Hauptstadt des Königreich Fells, hat derweil andere Schwierigkeiten. Mitglieder einer anderen Bande, mit denen er in Fehde liegt, sind nacheinander gefoltert und dann ermordet worden, und jeder nimmt an, dass er dahinter steckt. Ehe er sich versieht, wird er unvermittelt in ein Netz aus tödlichen Intrigen gezogen, das weitaus größere Ausmaße hat, als er zunächst vermutete. Außerdem erfährt er schließlich, dass er weit mehr als nur ein einfacher Junge ist.

Die Geschichte nimmt sich viel Zeit, das Setting mitsamt dem Hintergrund und den Figuren in ihrem normalen Umfeld einzuführen, so dass sich die Handlung nur langsam aufbaut. Da ist einmal die Prinzessin, die aus ihrem goldenen Käfig ausbricht und sich gegen die Traditionen stellt, und auf der anderen Seite der Straßenjunge, der mit allen Mittel darum kämpft, dass seine Familie überleben kann und der dennoch das unvermeidliche Schicksal nicht wirklich zu ändern vermag. Beide sind zwar grundverschieden, aber einander ähnlicher, als sie denken, und die kurze Begegnung stellt Weichen, die aber vermutlich erst in den kommenden Bänden zu tragen kommen.

Sicherlich erkennen erfahrene Leser vieles wieder, da die Autorin die Fantasy ganz und gar nicht neu erfindet. Dennoch gewinnt Cinda Williams Chima der Mär von dem machtgierigen Magier, der hinter den Kulissen die Fäden zieht und bekämpft werden muss, auch noch die eine oder andere neue Wendung ab, gerade weil die Nebenfiguren mehr als nur ein Gesicht haben und manchmal sehr unerwartet handeln.

Das Buch zehrt in erster Linie von den lebendigen Charakteren. Man lernt recht schnell, Sympathien oder Abneigungen zu entwickeln, so dass man intensiv Anteil an dem Schicksal der Helden nimmt. Aber Langeweile kommt nicht auf, und man ist fast schon enttäuscht, dass es nicht sofort weiter geht, wenn das Buch sein Ende erreicht hat, denn das einzige wirklich störende Manko ist der offene Schluss. Alles in allem ist „Das Amulett“, der erste Band der Saga um „Das Erbe des Dämonenkönigs“, ein viel versprechender Roman, der Lust auf mehr macht.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

Titel erhältlich bei: Buch24.de
Titel erhältlich bei: Booklooker.de

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Wie vier Schwestern

Erstellt von Werner Karl am 13. März 2010

wie-vier-schwesternElizabeth Craft und Sarah Fain
Wie vier Schwestern

Bass Ackwards and Belly up, USA, 2006
cbj-Verlag, München, 02/2009
HC, Jugendbuch, Drama, Romance
ISBN 9783570132753
Aus dem Amerikanischen von Anja Galic
Titelgestaltung von Zeichenpool, München unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock

www.cbj-verlag.de
www.myspace.com/lizandsarah1
www.shutterstock.com

Eigentlich war den vier Freundinnen Harper, Sophie, Becca und Kate ganz klar, wie es nach der Highschool weiter gehen sollte. Sie alle würden an verschiedene Colleges gehen und sich mit dem Studienalltag herum schlagen. Dann verkündet Harper, dass sie stattdessen ein Jahr lang versuchen wird, einen Roman zu schreiben und damit ihren Traum zu leben, ehe sie ans College geht. Und nach dem ersten Sturm der Entrüstung entschließen sich auch die anderen, für diese Zeit ihren Sehnsüchten zu folgen und nicht das zu tun, was vernünftig wäre und von ihnen erwartet wird.

Während Harper also in den Keller ihrer Eltern zieht und feststellt, dass es viel schwieriger ist, eine Schriftstellerin zu sein, als sie gedacht hatte, lässt sich Sophie in Los Angeles nieder, um Schauspielerin zu werden. Becca geht tatsächlich aufs College, um bei einem berühmten Ski-Coach zu studieren, bekommt aber von ihren Freundinnen den Auftrag mit, sich zu verlieben. Und die besonders strebsame, Ziel orientierte Kate bricht zu einer Rundreise durch Europa auf, um überhaupt erst einmal heraus zu finden, was ihr Traum ist. Die vier unzertrennlichen Freundinnen sind somit weiter voneinander entfernt als je zuvor, bleiben aber über E-Mails und Telefonate in Kontakt. Und bei ihnen allen zeigt sich, dass ein Jahr reicht, um das Leben komplett zu verändern.

Die beiden Autorinnen, die ansonsten Drehbücher für Fernsehserien schreiben, haben mit „Wie vier Schwestern“ eine moderne, lebensnahe, wenngleich natürlich sehr amerikanische Erzählung über Träume und ihre Verwirklichung, über die damit verbundenen Ängste, Sehnsüchte und Freuden vorgelegt. Zwar geht es in dem flott geschriebenen Erstlingswerk viel um ‚süße Jungs’ und Partys, um stundenlange Vorbereitungen in Badezimmern und Markenklamotten, doch hinter den vordergründigen Geschehnissen verbergen sich auch tiefere Gedanken darüber, wie anstrengend, erschreckend und lohnend es ist, sich selber zu entdecken.

Dabei ist es gerade die Reise von Kate, die sie an ihre eigenen Grenzen und darüber hinaus bringt – und mit einer von den Freundinnen geschriebenen Liste von 100 Dingen, die sie in Europa machen soll, findet sich hier auch der vielleicht schönste Einfall des ganzen Buches. Die vier Erzählebenen und die Hauptfiguren sind unterschiedlich genug, um immer einen spannenden Wechsel zu garantieren, und auch wenn einige Geschehnisse ziemlich voraussehbar sind, passieren doch genug unerwartete Dinge.

Das macht „Wie vier Schwestern“ zu einem durchaus unterhaltsamen und lesenswerten Buch.

Copyright © 2010 by Britta van den Boom (BvdB)

Titel erhältlich bei: Buch24.de
Titel erhältlich bei: Booklooker.de

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Plötzlich blond

Erstellt von Werner Karl am 13. März 2010

plotzlich-blondMeg Cabot
Plötzlich blond
Em/Nikki 1 (von 3)

Airhead, USA, 2008
cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 01/2010
HC, Jugendbuch, Romance, Drama, SF
ISBN 9783570135341
Aus dem Amerikanischen von Katarina Gunslandt
Titelgestaltung von Zeichenpool, München unter Verwendung eines Motivs von Masterfile

www.jbj-verlag.de
www.megcabot.de
www.megcabot.com

Emerson Watts zählt zu den Freaks an ihrer Schule. Sie sieht zwar nicht übel aus, gehört aber nicht zu den Mädchen, bei denen die Jungen Schlange stehen, um ein Date zu bekommen. Statt für ‚In-Themen’, Klamotten und Make-up interessiert sie sich für PC-Games und ist eine gute Schülerin, sogar mit einem Begabten-Stipendium. Am liebsten hängt sie mit dem Nachbarjungen Christopher ab, der ebenfalls ein leidenschaftlicher Gamer ist. Als Em ihre jüngere Schwester Frida begleitet, die auf Autogramme des populären Sängers Gabriel Luna und des Models Nikki Howard hofft, welche im neuen Stark Megastore auftreten, passiert ein Unglück. Ein riesiger Monitor löst sich von der Decke und droht, Frida zu erschlagen. Im letzten Moment kann Em ihre Schwester zur Seite stoßen, wird aber selber unter dem schweren Gerät begraben.

Als Em wieder zu sich kommt, befindet sie sich in einer Klinik und lag einen Monat lang im Koma. Merkwürdigerweise wollen die Ärzte nicht recht mit der Sprache heraus, wie es um die Patientin steht. Auch die Eltern und Frida verhalten sich anders als sonst. Aber wirklich seltsam ist, dass Em Besuch von Gabriel Luna und Lulu Collins, der besten Freundin von Nikki Howard, bekommt – das kann doch nur ein verrückter Traum sein. Und es wird noch bizarrer. Lulu und Brandon Stark, Nikkis Freund, entführen Em und reden sie außerdem stets mit ‚Nikki’ an. Im Loft, das sich die Mädchen teilen, sieht sich Em erstmals im Spiegel und erblickt: das schöne Top-Modell Nikki Howard! Wie kann das sein? „Plötzlich blond“ ist der erste Band einer Trilogie aus der Feder der beliebten Jugendbuch-Autorin Meg Cabot („Susanna: Auch Geister können küssen“, „Plötzlich Prinzessin“, „Geheimsache Jessica: Vom Blitz getroffen“ usw.).

Der amerikanische Titel „Airhead“ = Dummkopf, Hohlkopf spielt auf die erfolgreichen Schauspielerinnen, Sängerinnen und Models an, die selten durch Intelligenz und Talent auffallen, aber dank ihrer Barbie-Puppen-Schönheit die Karriereleiter hinauf stöckeln bzw. auf die umschwärmten ‚Schul-Schönheiten’, die keine anderen Themen als sich selber und die neuesten Modetrends kennen. Zumeist sind sie blond – die Blondinen-Witze kommen schließlich nicht von ungefähr. Blondinen in der Dummchen-Rolle haben eine lange Tradition. In der Literatur sind sie für gewöhnlich passiv, müssen vom Helden beschützt werden und begehen gravierende Fehler, die ihn in Lebensgefahr bringen (die Brünetten sind die treu sorgenden Ehefrauen, Mütter und Kameraden; die Schwarzhaarigen verkörpern die zumeist verführerischen, bösen Vamps und ‚Mannweiber’; die Rotschöpfe sind oft stolz und streitlustig oder treten als undurchschaubare ‚Hexen’ auf). Im Film sieht es nicht anders aus, und Titel wie „Blondinen bevorzugt“ mit einer betont naiv spielenden Marilyn Monroe bringen es auf den Punkt. In den letzten Jahren sorgten echte und unechte Skandal-Blondinen wie Paris Hilton und Lady Gaga für Aufsehen – und das auf eine Weise, die für hohe Intelligenz spricht, denn sie inszenieren sich gekonnt und befriedigen das Publikum gezielt mit allen Klischees, die es haben will.

Auch in „Plötzlich blond“ wird mit den entsprechenden Motiven gearbeitet. Em ist eine Brünette, der klassische Kumpel, intelligent und ohne Freund. Sie belächelt die reichen und schönen ‚lebenden Toten’ in ihrer Klasse, die sie ausgrenzen und für die ihre Schwester schwärmt. Auch die Klatsch-Magazine über Stars interessieren Em nicht sonderlich, aber anscheinend blättert sie oft genug in den Heften, sonst würde sie sich weniger gut mit den Celebrities auskennen. Obwohl sie es dementiert, ist sie in Christopher verliebt, der in ihr aber nur jemanden sieht, der sein Hobby, PC-Games, teilt; zumindest vermittelt er diesen Eindruck. Ems Gegenteil ist das Top-Model Nikki. Sie ist groß, schlank, hübsch, und wenn sie lächelt, liegen ihr die Männer zu Füßen. Eine Familie hat sie nicht (mehr) und führt ein unabhängiges Leben in Luxus. Mit ihrem Freund Brandon ist Nikki mal zusammen, mal nicht; Affären scheinen in diesen Kreisen Gang und Gäbe zu sein. In Lulu hat sie eine Freundin, die besser ist, als man vermutet hätte. Aber ist wirklich alles Gold, was bei einem Star glänzt?

Ein Hauch SF macht es möglich, dass Em hinter die Kulissen blicken darf und für sie im wahrsten Sinne des Wortes ein völlig neues Leben beginnt. Erfahrene Leser ahnen früh, was passiert ist. Der Unfall lädt zu Spekulationen ein, die der Klinikaufenthalt nach und nach bestätigt. Em ist jetzt Nikki und sieht sich gezwungen, ihre Familie, die Schule und Christopher hinter sich zu lassen. Dank Lulu und den wenigen Eingeweihten gelingt es Em immer besser, in Nikkis Fußstapfen zu treten. Sie erfährt von den Problemen des Models, die nun ihre sind, und wie hart dieser Job ist. Aber Em ist auch noch immer Em und setzt durch, dass sie zurück an ihre alte Schule darf. Irgendwo tut es ihr doch ganz gut, „plötzlich blond“, schön und beliebt zu sein, denn die Zicken und Blödmänner, von denen sie immer verspottet wurde, wollen nun alle mit ihr befreundet sein, und sie kann ihnen auch mal eins auswischen. Allein Christopher lässt sich nicht von Nikki beeindrucken – so ein Pech! Das verrät bereits der Klappentext …

Damit endet auch schon das Buch, einerseits relativ abgeschlossen, da das Rätsel um Em und Nikki gelöst wurde und die Protagonistin einen Mittelweg einschlagen konnte, auf der anderen Seite jedoch offen – es sollen zwei Bände folgen -, denn viele Fragen müssen noch beantwortet werden. Wird Em, die ihr Geheimnis nicht verraten darf, Christopher erobern können? Oder schenkt sie einem von Nikkis attraktiven Verehrern das Herz? Wird die Wahrheit eines Tages herauskommen? Wenn ja, mit welchen Konsequenzen? Interessanterweise wandelt sich das Blondinen-Image nach und nach. Zwar erfährt man bloß durch andere Personen Näheres über Nikki, doch zeichnen sie ein differenzierteres Bild von ihr als Mensch mit vielen Schwächen und einigen guten Seiten, wenngleich letztendlich Em ihr einen neuen Stempel aufdrückt, jedoch nicht, ohne selbst verändert zu werden. Leserinnen ab 13 Jahren können sich leicht mit Em, aus deren Sicht die Geschehnisse geschildert werden, identifizieren. Wer zu Büchern greift, gehört i. d. R. nicht einer ‚In-Clique’ an und interessiert sich für Dinge, die über „DSDS“ und Fashion hinausgehen. Trotzdem hätten sie gewiss nichts dagegen, auch mal im Mittelpunkt zu stehen. Für Em wird dieser Traum war – natürlich könnte er jederzeit zum Albtraum werden. Die Veränderung bringt eine neue Sichtweise mit sich, und die kommenden Romane werden verraten, ob sich die Protagonistin trotzdem treu bleiben und Toleranz zeigen wird oder ob sie das Fähnchen in den Wind hängt.

„Plötzlich blond“ ist eine spannende, witzige Lektüre, die zeitnah erzählt ist und alle jungen Mädchen, die spritzige, romantische Komödien mögen, begeistern wird.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei: Buch24.de
Titel erhältlich bei: Booklooker.de

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Pangea – Der achte Tag

Erstellt von Werner Karl am 6. März 2010

pangea-e28093-der-achte-tagAndreas Schlüter & Mario Giordano
Pangea – Der achte Tag

cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 04/2008
HC, Jugendbuch, SF, Fantasy
ISBN 9783570135549
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendun
eines Motivs von Maximilian Meinzold und Shutterstock
Autorenfotos von Andreas Schlüter und Mario Giordano

www.cbj-verlag.de
www.aschlueter.de
www.mariogiordano.de
www.shutterstock.com

Huan ist fünfzehn und sieht aus wie Millionen andere Teenager in seinem Alter. Seit frühester Kindheit hat er Vorahnungen und Visionen. Seine Eltern schleppten ihn darum von einem Psychiater zum anderen. Also erzählte Huan nicht mehr, was er sah. Sein bester Freund ist ein Kater, den er Kurkuma nennt. In der Schule ist er nur ‚der seltsame Huan’, der nicht zu den coolen Kids gehört.

Eines Tages erfüllt eine seltsame Melodie Huans Kopf, und er sieht ein Symbol, das ihn zu verfolgen scheint. Das Verschwinden seines geliebten Katers und das Auftauchen seltsamer Männer in farblich irisierenden Anzügen führt Huan zu einem phantastischen Abenteuer in eine weit entfernte Zukunft. Ihm wird mitgeteilt, dass er sich auf Pangea, einem einzigen großen Kontinent auf der Erde, befindet. Dort erfährt Huan, dass er der Auserwählte ist. Sie nennen ihn ‚den Sariel’. Huan soll einen fürchterlichen Feind bekämpfen. Wird Huan den Kampf aufnehmen? Wird er den Weg zurück in seine Zeit finden, und - das Wichtigste! - will er überhaupt zurück?

Die Autoren erzählen mit diesem phantastischen Buch voller SF-Elementen ein ungewöhnliches Abenteuer. Die Geschichte zieht den Leser vom ersten Moment an in seinen Bann. Mit Huan, dem Teenager und Außenseiter, treffen sie den Nerv der Zeit. In unserer Welt spielt nur derjenige eine Rolle, der aus dem Rahmen fällt. Wer leise und verträumt ist, hat wenige Chancen in unserer Ellenbogengesellschaft. So werden sich viele Jugendliche, gleich welchen Geschlechts, sofort mit Huan identifizieren können.

Das Cover des Buches erregt mit seiner Karte von Pangea sofort die Aufmerksamkeit, hebt sich die grüne Farbe doch deutlich aus der Schwärze des Hintergrundes hervor. Das Wort Pangea erweckt die Neugier der Leseratten, und es geht gar nicht anders. Der geneigte Leser muss zugreifen! Diese Story um Liebe, Vertrauen, Verrat und selbstloser Aufopferung im Angesicht der Gefahr ist ein wahrer Leckerbissen, den nicht nur heranwachsende Jugendliche begeistert verschlingen werden.

Copyright © 2010 by Petra Weddehage (PW)
 
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Pangea – Der achte Tag

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Das Vermächtnis der Feuerelfen

Erstellt von Werner Karl am 5. März 2010

das-vermachtnis-der-feuerelfen1Monika Felten
Das Vermächtnis der Feuerelfen

cbj-Verlag, München, 06/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570135815
Titelillustration von Christoph Vacher

www.randomhouse.de/cbjugendbuch/
www.monikafelten.de
www.vacher.com/

Das Mädchen Caiwen wächst auf der Riffinsel auf, deren Bewohner – die Nachfahren von Piraten - sich vom Rest der Welt verborgen halten. Um ihre Abgeschiedenheit zu garantieren, sind sie gezwungen, alle Schiffbrüchigen, die bei ihnen anlanden, zu töten und dem Meergott zurück zu geben. Doch eines Tages erfährt Caiwen, deren blondes Haar und besonderen Sinne sie von den anderen Riffbewohnern unterscheiden, dass sie eine dieser Gestrandeten ist, eine Überlebende, die es nicht hätte geben dürfen. Und nun, fünfzehn Jahre nach dem Sturm, der sie zu der Insel brachte, beginnen Leute, nach ihr zu suchen, alle getrieben von Hoffnung und Verzweiflung, aber jeder aus anderen Gründen. Denn Caiwen ist nicht nur vom Volk der Elfen, sie ist zudem die Tochter der Hohepriesterin, die alleine in der Lage war, den Winter zurück zu halten.

Seit ihrem Tod und dem Verlust der Wächterstatue fallen die Eisdämonen und mörderischen Kreaturen der Nacht über das Zweistromland und die Länder der Menschen her. Doch nicht nur die Elfe Finearfin sucht nach Caiwen, um sie in die Heimat ihrer Mutter zurück zu bringen, auch die Anhänger der Verräterin Nimeye machen Jagd auf sie, damit sie den Fluch lösen kann, der die Feuerelfen in ihrem Exil hält – so dass sie zurückkehren und mit ihren dämonischen Verbündeten die Länder in Feuer und Asche hüllen können. Die Erzählung von Caiwen und ihren Gefährten ist eine von Flucht und Verfolgung, von dem sich wendenden Schicksal, der Konfrontation mit den Geheimnissen der Vergangenheit und den großen Aufgaben der Gegenwart.

Monika Felten webt ein dichtes Netz aus den persönlichen Geschichten der Protagonisten und verknüpft die Fäden geschickt und angenehm miteinander und mit den großen Geschehnissen. Die Welt ist in sich schlüssig und zwar weitgehend vertraut, doch mit genug phantastischen Elementen versehen, um nicht nur altertümlich zu wirken. Der Leser lernt allerdings nur einen relativ kleinen Bereich von ihr kennen. Die Geschichte selber ist nicht wirklich neu oder überraschend, aber die sehr gut zu lesende, angenehme Schreibweise gleicht das aus und garantiert unterhaltsame und spannende Lesestunden.

Die Hauptcharaktere sind meist mehr als nur Schablonen; sie haben eine eigene Tiefe, teilen ihre Hoffnungen, Zweifel und Ängste dem Leser mit. Wenn die Autorin nun noch der Versuchung widerstanden hätte, die bösen Feinde mit dem alten und keiner Erläuterung bedürfenden Hunger nach Macht und Herrschaft auszustatten und sie damit sehr zu stilisierten Gegenspielern zu machen, wären alle Figuren erfrischend vielschichtig geworden. Sehr angenehm fällt auf, dass Caiwen, obgleich von den plötzlichen Ereignissen überrannt und oft unsicher, wem sie vertrauen kann und was der richtige Weg wäre, sich nicht allzu sehr in Grübeleien und verzweifelten Gedanken verliert, sondern handlungsfähig bleibt, selbst wenn sie vielfach wie ein Spielball herumgeworfen wird. Besonders spannend sind allerdings die Kriegerin Finearfin und der Kopfgeldjäger Durin, da sie es sind, die mit ihren Handlungen wieder und wieder das Geschehen beeinflussen und vorantreiben.

Ein weiterer Pluspunkt ist sicherlich auch, dass am Ende des Buches zwar der Blick auf weitere Abenteuer gerichtet wird, die Erzählung aber in sich abgeschlossen ist und einen nicht mitten im Geschehen hängen lässt, ein Umstand, für den im Zeitalter der Zyklen auch ein so umfangreiches Hardcover keine Garantie mehr ist. Insgesamt ist „Das Vermächtnis der Feuerelfen“ gute, empfehlenswerte Fantasy für jüngere, aber auch für erwachsene Leser.

Copyright © 2010 by Britta van den Boom (BvdB)
 
Titel bei Buch24.de:
Das Vermächtnis der Feuerelfen

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WissensWelten: Sterne & Planeten

Erstellt von Werner Karl am 16. Februar 2010

wissenswelten-sterne-planetenDr. Mike Goldsmith
WissensWelten: Sterne & Planeten

Navigators. Stars and Planets, GB, 2008
cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 8/2009
HC, Kinderbuch, Sachbuch, Bildband, Naturwissenschaften, Astronomie
ISBN 9783570136263
Aus dem Englischen von Lilian Kura
Titelgestaltung von init.büro für Gestaltung, Bielefeld
Illustrationen von Chris Moore, Alex Pang, The Peter Bull Art Studio
Fotos und Abbildungen aus verschiedenen Quellen

www.cbj-verlag.de
www.chrismooreillustration.co.uk/

In der Reihe „WissensWelten“ des cbj-Verlags erscheinen Sachbücher für neugierige Leserinnen und Leser ab 8 Jahren, die sich mit Themen beschäftigen, die praktisch alle Kinder dieses Alters interessieren: „Ritter & Burgen“, „Mein Körper“ usw. In diesen wird kurz und prägnant das Wesentliche zusammengefasst und vor allem durch Fotos und realistische Illustrationen dargestellt. Hilfreiche Links erlauben es, bestimmte Themen ausführlicher im Internet zu recherchieren.

In „Sterne & Planeten“ erfahren junge Astronomen zunächst, wie es überhaupt möglich ist, Kenntnisse über die weit entfernten Planeten, Sonnen und Galaxien zu erlangen. Auch den Theorien, wie das Universum entstand, wie es aufgebaut ist und woraus es besteht, sind einige Anmerkungen gewidmet. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit den Galaxien, unserem Sonnensystem, seinen Planeten und Monden, den Sonnen-Typen und Black Holes, den Pionieren im Weltall u. v. m.

Tatsächlich bekommt man nur zu gängigen Stichworten kurze Erklärungen geliefert, aber die Zusammenhänge vermisst man. Haben Reihen wie „Was ist Was“ die faq der Zielgruppe bestmöglich beantwortet, so machen die Informationen in „WissensWelten“ vor allem neugierig auf mehr, da sie viel zu kurz ausfallen und den Platz auf den Seiten den aufwändigen Illustrationen überlassen.

Das mag im Zeitalter von Multimedia und der visuellen Reize der einzige Weg sein, Kinder für Bücher zu interessieren, doch fragt man sich gleichzeitig, ob jene, die ohnehin zu Büchern greifen, nicht vielleicht doch der Information gegenüber dem Bild den Vorzug geben würden und man mit den „WissensWelten“, so optisch ansprechend sie auch sind, nicht doch eine gewisse Enttäuschung hinterlässt, da sich die Zielgruppe mehr Wissensvermittlung erhofft hat – zumindest den Weltraum betreffend.

Copyright © 2010 Irene Salzmann (IS)
 
Titel bei Amazon.de:
WissensWelten: Sterne & Planeten

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Ayani - Die Tochter des Falken

Erstellt von Werner Karl am 15. Februar 2010

ayani-die-tochter-des-falkenPeter Freund
Ayani - Die Tochter des Falken
Mysteria 2 (von 3)

cbj-Verlag, München, 10/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570137246
Titelillustrationen von Elizaveta Reich

www.cbj-verlag.de

Niko hat den Weg nach Mysteria entdeckt. Mit dem Alwenmädchen Ayani hat er eine Freundin gefunden, die ihm in diesem Land, in dem Magie etwas Alltägliches zu sein scheint, hilfreich zur Seite steht. Nachdem es den beiden gelungen ist, unter Lebensgefahr das Königsschwert Sinkkâlion an sich zu bringen, erhalten sie Hilfe von den Waldbewohnern. Diese sind vor dem neuen Herrscher geflohen und machen ihm seither mit kleinen Raubzügen das Leben schwer. Derweil hat Nicos Freundin Jessie den Reisemantel gefunden. Sie legt in sich um und gelangt dadurch ebenfalls nach Mysteria. Dies gefällt dem Alwenmädchen so gar nicht. Jessie hat aber ebenfalls ein Geheimnis, das sie in große Gefahr bringt. Niko findet immer mehr Hinweise darauf, wer sein Vater ist. Gemeinsam wollen die Freunde nun versuchen, die Menschen im Königreich vor dem brutalen Herrscher Rhogarr von Khelm zu befreien. Dabei kommt ihnen so mancher Alwe zur Hilfe.

Aber auch die dunkle Seite schmiedet Pläne, um doch noch den Sieg davon zu tragen. Die Schwarzmagierin Sâga kocht ihr eigenes Süppchen und bemüht sich, immer wieder die einzelnen Parteien gegeneinander auszuspielen. Dabei wird sie vom geheimnisvollen Odhur gewarnt, nicht zu weit zu gehen. Peter Freund ist es auch diesmal gelungen, die Faszination von Mysteria in passende Worte zu kleiden. Häppchenweise serviert er der Leserschaft immer neue Erkenntnisse. Dabei spart er nicht mit überraschenden Wendungen in der Geschichte. In der realen Welt häufen sich die Ereignisse und steuern auf einen Countdown zu.

Die einzelnen Protagonisten werden mit immer mehr Eigenschaften ausgestattet. Da gibt es Jessie, die Nicos Freundin wurde und mit der er täglich auf dem Hof seines Opas die Pferde versorgte. Das Alwenmädchen Ayani scheint seine zweite Hälfte zu sein. Sie ergänzen sich hervorragend. Gerade die Gegensätze der beiden Mädchen kristallisieren sich in diesem Band besonders heraus. Dabei schafft es Jessie, sich nach und nach den Respekt von Ayani zu verdienen. Auch die Gegenspieler, wie die Schwarzmagierin Sâga, bekommen immer mehr Substanz. Sâga geht es um Macht. Dafür würde sie fast alles tun.

Der Schutzumschlag fällt durch seine in Grün gehaltene Grundfarbe auf. Dabei wird mit goldenen Schriftzeichen und Emblemen nicht gespart. Dadurch werden schon hohe Erwartungen an die Fantasy-Geschichte geweckt. Ein Mädchen hält einen Falken und erinnert mit seiner Kleidung ein wenig an einen weiblichen „Robin Hood“. Sie steht auf einem Felsen und im Hintergrund wird sie durch eine Feuerlohe beleuchtet.

Peter Freund wurde auch durch die „Laura“-Bände bekannt. Mit seinem Sohn schrieb er Geschichten über „Die Drachenbande“, die ebenfalls reißenden Absatz finden. Ein ganz großer Autor auf dem deutschen Fantasy-Markt, der seinesgleichen sucht! Dieser Band ist nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet. Auch Erwachsene erliegen schnell dem Charme dieser Erzählung. Jeder, der phantastische Geschichten liebt wie „Der Herr der Ringe“ oder Waldläuferstorys über „Robin Hood“, findet hier auf jeden Fall eine glänzende Mischung. Die hohen Erwartungen die dieses Band positiv beantwortet, werden hoffentlich auch im sehnsüchtig erwarteten Abschlussband erfüllt.

Copyright © 2010 Petra Weddehage (PW)
 
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Ayani - Die Tochter des Falken

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Elfenherz

Erstellt von Werner Karl am 12. Februar 2010

elfenherzHolly Black
Elfenherz
Elfensage 2

Valiant – A Modern Tale of Faeries, USA, 2005
cbt-Verlag, München, 1/2010
TB, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570306253
Aus dem Amerikanischen von Anne Brauner
Titelgestaltung von init.büro für gestaltung, Bielefel
unter Verwendung eines Bildes von Sammy Yuen Jr.
Autorenfoto von Simon & Schuster

www.cbj-verlag.de
www.blackholly.com/
www.comixology.com/podcasts/43/NYCC-Special-12-Holly-Black

Nach „Elfentochter“ und „Elfenkönigin“ ist nun der dritte Band der „Elfensage“ von Holly Black erschienen – im Original eigentlich der zweite Band, in dem Charaktere im Mittelpunkt stehen, die mit denen des ersten Buchs im dritten Teil vereint werden. Die Autorin wurde vor allem durch die „Spiderwick-Chroniken“ bekannt. Auch in dem Comic „Feenland – Der gebrochene Schwur“, gezeichnet von Ted Naifeh, befasst sie sich mit ihren offensichtlichen phantastischen Lieblingswesen.

Zufällig entdeckt Val, dass ihr Freund und ihre Mutter eine Affäre haben. Enttäuscht und wütend über diesen Vertrauensbruch reißt sie aus und schließt sich einigen Jugendlichen an, die in einer verlassenen U-Bahn-Station hausen. Lolly, Dave und sein Bruder Luis erzählen ihr die verrücktesten Dinge, die Val auf schmerzliche Weise als Wahrheit akzeptieren muss, als der Troll Ravus sie beim Stehlen ertappt. Wie die beiden Jungen muss sie von nun an kleine Botengänge für ihn erledigen. Ravus ist ein Heiler, der den anderen Elfenwesen, die in der Menschenwelt im Exil leben, Tränke braut, die ihnen gegen das gefährliche Eisen helfen sollen. Allerdings sterben immer mehr von seinen Kunden an Gift, und es geht das Gerücht um, Ravus sei ihr Mörder. Als Val dem wahren Täter auf die Schliche kommt, ist es bereits zu spät: Ravus wurde das Herz heraus geschnitten – und das kann selbst ein Troll nicht überleben. Stirbt er, ist auch Dave verloren, der sich zu sehr in die Intrigen der Elfen verstrickt hat und ihrer berauschenden Droge verfallen ist. Um ihren Freunden zu helfen, riskiert Val alles…

Holly Blacks Elfen sind keine hübschen, niedlichen und hilfsbereiten Geister sondern bizarre, gefährliche Geschöpfe. Und auch ihre menschlichen Protagonisten entsprechen nicht dem gängigen Bild vom mehr oder minder unverstandenen und adretten Teenager, der zufällig in eine abenteuerliche Geschichte mit einem Happy End hinein gezogen wird. Stattdessen handelt es sich um Außenseiter, die sich optisch (‚coole’ Klamotten, Piercings) und durch ihre Taten (Diebstähle, Drogenkonsum) von der konservativen Masse abheben. Das mag jugendlichen Lesern im ersten Moment interessant erscheinen, aber wirklich identifizieren kann man sich - bei allem Verständnis für ihre Situation und einige der Motive - nicht mit den Charakteren.

Dennoch ist man bereit, sich in eine düstere, geheimnisvolle Welt entführen zu lassen, tiefer und tiefer. Geschickt baut die Autorin den Roman zunächst als Jugenddrama auf und schildert die Hintergründe von Vals Flucht aus ihrem Heim und ihr Hineinschliddern in die Obdachlosigkeit und Kriminalität. So ‚cool’ es aus der Sicht der Jungen und Mädchen, die wenigstens 15 Jahre (eher 17+) alt sind, auch erscheinen mag, wenn sie im Drogenrausch Magie wirken, ahnungslose Bürger bestehlen, in ihre Häuser eindringen und einem erschreckenden Vandalismus freien Lauf lassen – es bleiben Straftaten, die zu sehr bagatellisiert werden. Erst nachdem ein tragisches Unglück passierte und Val ihre Abhängigkeit von ‚Nimmermehr’ zu erkennen beginnt, wird ihr klar, dass es nicht weitergehen kann wie bisher.

Allerdings hat sie zu diesem Punkt schon alles verloren: Familie, Freunde, den Mann, den sie liebt; und noch mehr steht auf dem Spiel. Hier kommt es zur Wende, denn „Elfenherz“ ist ein Jugendbuch, das nach drastischen Szenen doch ein versöhnliches Ende anstrebt. Val hat gewisse Fähigkeiten und Kenntnisse erworben, die es ihr ermöglichen, ihren neuen Freunden zu helfen, allerdings darf sie sich nicht auf die trügerische Magie verlassen sondern nur auf ihre eigene Stärke, und das ist schwer, seit sie das ‚Nimmermehr’ nimmt. Nur wenn sie ihre eigene Schwäche überwindet, kann sie ihre Fehler wieder gut machen. Die Elfen bleiben geheimnisvolle Randfiguren, die die Handlung mit Fantasy, Schönheit und Groteske schmücken. Sie intrigieren genauso wie die Menschen und sind oft noch viel grausamer - zueinander, zu denen, die nichts von ihnen ahnen, und mehr noch zu jenen, die etwas wissen. Dabei folgen sie ihren eigenen Regeln und Gesetzen, die nicht näher erklärt werden und die Rahmenbedingungen für Vals Handeln liefern.

Holly Black erzählt die Geschichte spannend und ohne zu werten. Glaubwürdig beschreibt sie die Betroffenheit, als die Protagonisten begreifen, worauf sie sich eingelassen haben, was sie getan haben und welche Folgen ihr Übermut und Egoismus für andere hat. Man ist fasziniert, selbst wenn man Distanz zu den Street-Kids wahrt und ihre Aktionen verurteilt. Alles in allem ist „Elfenherz“ ein faszinierender Roman, der für ein Jugendbuch sehr düster und grausam ist und die gesellschaftlichen Werte über lange Passagen hinweg als ausgehöhlt und verlogen infrage stellt. Die Leseempfehlung des Verlags ab 14 Jahre erscheint doch recht niedrig angesetzt, da ein so junges Publikum i. d. R. noch auf der Suche nach der eigenen Identität ist, ‚cool’ sein möchte und dabei leicht über das Ziel hinaus schießen kann bei falschen Vorbildern. Von daher möchte man die Lektüre einem reiferen Publikum ab 16 Jahre ans Herz legen, das zwischen Realität und Fiktion, zwischen echter ‚Coolness’ bzw. Richtig und Falsch trennen kann.

Copyright © 2010 Irene Salzmann (IS)
 
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Elfenherz

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Die Elfen von Dreamdark 02 - Seidensänger

Erstellt von Werner Karl am 4. Februar 2010

seidensangerLaini Taylor
Seidensänger
Die Elfen von Dreamdark 2

The Fairies of Dreamdark: Silksinger, USA, 2009
cbj-Verlag, München, 01/2010
TB 21969, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570219713
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Stoll und Friedrich Pflüger
Titel- und Innenillustrationen von Jim di Bartolo

www.cbj-verlag.de
www.lainitaylor.com
www.jimdibartolo.com

Einst erschufen sieben Dschinn die Welt. Sie erträumten in der unendlichen Leere glitzernde Fäden. Daraus woben sie einen Traumteppich. Als die mächtigen Wesen ihr Werk vollbracht hatten, verknüpften sie die Enden und schlossen die unendliche Leere aus. Die Welt mit all ihrer Farbenpracht und Lebensvielfalt begann zu existieren. Nachdem es Magpie Windfee und ihren Freunden gelungen ist, den Blackbringer zu bezwingen, steht ihnen eine weitere große Aufgabe bevor. Sie müssen alle sieben Dschinn vereinen. Nur so kann der fast zerstörte Weltenteppich wieder repariert werden. Magpie ist nicht allein; auf ihre Krähenfreunde kann sie sich jederzeit verlassen. Aber auch Talon Wagedorn, ein Krieger aus Dreamdark, steht ihr treu zur Seite.

Als die Gefährten erfahren, dass die verloren geglaubte Sippe der Seidensänger überlebt hat, eilen sie Whisper, der letzten Überlebenden des Stammes, zu Hilfe. Auch Hirik vom Stamm der ebenfalls tot geglaubten Mottmager will beweisen, dass er würdig ist, als Streiter für den Dschinn Azazel zu kämpfen. Die Mottmager gelten als Verräter, und man gab ihnen die Schuld am Tod des letzten Drachen Schwind. Magpie und ihre Mitstreiter können nicht ahnen, dass es noch Feuerdrachen gibt, gefangen von einem uralten, sehr bösen Wesen. Diesem gelang es, durch das Blut der Feuerdrachen die Jahrtausende zu überstehen. Ein tapferer kleiner Teufel namens Slomby muss jeden Tag die Blutegel an die Feuerdrachen legen und diese dann seinem Herrn zum Verspeisen servieren.

Slomby verehrt die Feuerdrachen, doch sein kleines Herz ist von großer Furcht erfüllt. Die Feuerdrachen beschwören ihn, diese Furcht zu überwinden und ihnen zu helfen. Doch Slomby bringt es nicht übers Herz, diese wunderschönen Wesen zu töten. Als die Seidensängerin ebenfalls in die Hände seines Meisters gerät, erwacht Mut in ihm. Nur wenn es ihm gelingt, seine Furcht zu besiegen, hat die Welt noch eine Chance auf Rettung. Wieder einmal schafft Laini Taylor das Kunststück, den Leser in den Bann ihrer Erzählung zu ziehen. In diesem zweiten Band sind Magpie, Talon und die Krähen schon alte Freunde, denen man immer wieder gerne einen Besuch abstattet.

Die Autorin warnt eindringlich davor, dass der äußere Schein, auch trügen kann. Das Böse kommt oft in einer angenehmen Verpackung daher. Das Gute hingegen sieht man nicht immer auf den ersten Blick. Vor allem der Kleinteufel Slomby, ein Sklave, zunächst feige und hässlich, bekommt in dieser Erzählung einen besonderen Platz. Seine Sorgen und Nöte machen ihn zu einer liebenswerten Figur. Hirik Mottmager und Whisper Seidensängerin sind die neuen Figuren in dieser Geschichte, die einem schnell ans Herz wachsen. Jim di Bartolo visualisiert zudem mit seinen wundervollen Zeichnungen die einzelnen Gestalten. Auf seinem Coverbild sieht man diesmal die Seidensängerin Whisper und Hirik vom Stamm der Mottmager. Sie legt beschützend die Hände um einen Topf. Er hat kampfbereit sein Krummschwert gezogen. Die Figuren sind in kalten Blautönen gestaltet. Daher heben sie sich gut vom Hintergrund ab. Dieser ist in warmen Rottönen, mit dunklen Schatten, die Bäumen gleichen, gestaltet worden. Der grün glänzende Schriftzug verleiht dem Band ein edles Design.

Die Autorin hat in diesem zweiten Band der „Elfen von Dreamdark“ eine gelungene Fortsetzung geschaffen. Dieses Buch ist nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet sondern auch für erwachsene Leseratten, die phantastische Geschichten mögen. Wieder einmal kann die Fortsetzung gar nicht schnell genug erscheinen!

Copyright © 2010 Petra Weddehage
 
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Dardamen – Gefährten der Finsternis

Erstellt von Werner Karl am 5. Dezember 2009

dardamen-e28093-gefahrten-der-finsternisChiara Strazzulla
Dardamen – Gefährten der Finsternis

Gli eroi del crepuscolo, Italien, 2008
cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 11/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570137413
Aus dem Italienischen von Katharina Schmidt und Barbara Neeb
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung einer Illustration von John Jude Palencar
Karte von Erhard Ringer
Autorenfoto von Nicola Bardola

www.cbj-jugendbuch.de
www.hildendesign.de
www.johnjudepalencar.com/

Nachdem die Ewigen von Gott auf die Welt gebracht wurden, lebten sie viele Generationen in Harmonie mit den Menschen und all den anderen Völkern. Im Laufe der Zeit entfremdeten sie sich jedoch voneinander, und selbst durch die schrecklichen Kriege konnten die Völker nicht wieder so zusammengeschweißt werden wie in dem vergangenen goldenen Zeitalter. Nach einigen Jahren der Ruhe plant nun ein neuer Herr der Finsternis, sich alle Lebewesen untertan zu machen. Die Ewigen stehen diesmal ganz allein dem Feind gegenüber, denn die alten Bündnisse gerieten in Vergessenheit. Es kommt aber noch schlimmer: Der Herr der Finsternis entführt Prinzessin Eileen und erpresst mit ihrem Leben die Ewigen. Lyannen, halb Ewiger, halb Sterblicher, der trotz der Standesschranken in das Mädchen verliebt ist, bricht zusammen mit einigen mutigen Gefährten auf, um die Geisel zu befreien. Keiner der jungen Männer ahnt, worauf er sich einlässt und welches Schicksal ihn erwartet. Auf dem Weg zum Druidenkreis schließen sich ihnen weitere Kämpfer an, und das ist auch gut so. Lyannen kann jegliche Hilfe brauchen, denn der Herr der Finsternis ist weit grausamer und mächtiger als sein Vorgänger…

Wenn junge Fans ihr erstes großes Fantasy-Epos schreiben, dann merkt man dem Werk die Quellen, aus denen geschöpft wurde, deutlich an. So auch bei „Dardamen“: „Der Herr der Ringe“, „Urshurak“, „Das Schwert von Shannara“ u. a. standen Pate. Man findet die üblichen Völker (die Ewigen = Elben/Elfen, Trolle, Kobolde, Goblins, Zentauren…) und die gängigen Archetypen (der unterschätzte Außenseiter, der wahre Thronfolger, die hilflose Prinzessin, die männermordenden Amazonen, der finstere Magier…). Die ‚Guten’ sind groß, schön und edel, die ‚Bösen’ klein, hässlich und verschlagen, Grauzonen gibt es nicht, wohl aber Personen, die die Seiten wechseln und dadurch für Überraschungen sorgen. Auch die Szenarien wirken vertraut (Dardamen ist eine unvergleichliche Stadt und erinnert an Gondolin, Mymar an Lothlorien, die Baum-Golems der Wächterinnen an den Wald der Ents, Feenquell an Avalon, der Druidenkreis an Stonehenge …). Wie immer ist der Süden schön und fruchtbar, der Norden öde - nomen est omen bei Ortsnamen ist Gang und Gäbe. Der Konflikt ist bombastisch und ebenfalls nicht neu, denn ‚Gut’ kämpft gegen ‚Böse’, vom Ausgang der Schlacht hängt das Schicksal der ganzen Welt ab, und eine Handvoll Helden stellt das Zünglein an der Waage dar.

Der Roman beginnt recht zäh. Zunächst beschreibt die Autorin den mythischen und historischen Hintergrund ihrer Welt. Dann befindet man sich auch schon mitten in der Handlung. Die ersten wichtigen Charaktere werden vorgestellt, wobei ihrem Aussehen und ihrer Kleidung sehr viel mehr Platz eingeräumt wird als ihren individuellen Eigenarten und Fähigkeiten. Man erfährt vom Krieg und den Problemen mit den Verbündeten, von einer nicht standesgemäßen Liebe und einer Entführung, vom Plan einiger junger Leute, die die Prinzessin befreien wollen, und wie sie ihn durchsetzen. Es wird viel geredet, und bis die Reise endlich beginnt, vergehen 100 Seiten (noch in den 1970er Jahren hätten die Vorbereitungen nur 10 Seiten gedauert).

Auch nach dem Aufbruch plätschert die Handlung friedlich vor sich hin. Die zunächst vier jungen Männer haben überhaupt keinen konkreten Plan, keinerlei Erfahrungen, und man fragt sich allen Ernstes, wie kluge Strategen solche Kindsköpfe mit einer wichtigen Mission betrauen können – eine vage Prophezeiung ist eine recht dünne Begründung. Sicherlich hätte man den einen oder anderen erfahrenen Kämpfer aussenden können, der mit den Örtlichkeiten vertraut ist und keine solchen Anfängerfehler begehen würde wie diese Dreihundertjährigen, die sich wie Fünfzehnjährige aufführen. Selbst wenn Unsterbliche langsamer reifen, was haben sie dann in all den Jahren überhaupt gelernt?! Den Krieg halten sie immer noch für ein Spiel und sehnen sich nach der ersten Schlacht… Mit mehr Glück als Verstand erreichen sie weitere 100 Seiten später ihr letztes ruhiges Quartier, nachdem sie zwei neue Gefährten gewinnen konnten und sich auch die übrigen Beobachter als Freunde entpuppt haben.

Dann gibt es tatsächlich den ersten Kampf, die Helden tragen kleine Blessuren davon, einer stirbt, und ein nützliches Artefakt braucht weitere 100 Seiten, um die Tragödie zu richten. In der Zwischenzeit und im Anschluss wendet sich die Autorin verstärkt anderen Schauplätzen zu, führt weitere Figuren ein, die später ihre vorhersehbaren Geheimnisse enthüllen, bringt so manchen Einzelgänger mit einem Gesinnungsgenossen, aber auch junge Männer und Frauen zusammen und erzählt Geschichten in der Geschichte. So geht es weiter, ohne dass die vermehrt geschilderten Kampfhandlungen Spannung erzeugen oder es überhaupt herausragende Höhepunkte gibt - bis zum Showdown und dem anschließenden ‚Aufräumen’ auf den letzten 100 Seiten.

Wer schon so manchen Fantasy-Roman und insbesondere die genannten Titel gelesen hat, kann durchaus auf „Dardamen“ verzichten. Vor allem das reifere Publikum wird mit diesen kindlichen Helden, ihren eindimensionalen Gegenspielern und der harmlosen Handlung nicht viel anfangen können. Zwar packt die Autorin eine Menge in die Geschichte hinein, aber weniger wäre hier mehr gewesen. Durch eine straffere Handlung, nicht so viele, aber dafür individuell gestaltete Schauplätze und Charaktere, weniger und dafür realistisch ausgearbeitete Konflikte hätte der Roman gewinnen und an Spannung zulegen können. Hingegen Leser und vor allem Leserinnen zwischen 12 und 16 Jahren, deren Vorstellung von Fantasy durch die „Herr der Ringe“-Kinofilme geprägt wurde, werden exakt das vorfinden, was sie sich wünschen. Die Handlung ist clean und nicht unnötig grausam, die Zahl der tragischen Opfer erfreulich klein, die Reise durch eine Phantasiewelt beinahe so nett wie eine Kaffeefahrt, die Repräsentanten der verschiedenen Völker und ihre Kümmernisse bzw. Geheimnisse werden ausführlicher geschildert als die Kämpfe. Romantik ist kein großes Thema, Sex schon gar nicht – die Protagonisten haben schon Angst, sich zum Baden auszuziehen.

Die Autorin zieht ihre Story trotz zahlreicher Schauplätze, Protagonisten und kleinerer Konflikte sicher bis ans Ende durch und weiß auch zu fabulieren. Der Ausgang ist für erfahrene Leser vorhersehbar. Als Debütroman einer so jungen Autorin (Chiara Strazzulla verfasste den Band im Alter von 17 Jahren) und als Jugendbuch geht „Dardamen“ in Ordnung, wenn man es weitschweifig und harmlos mag. Genre-Fans mit Lese-Erfahrung erwarten von einem 800-Seiten-Wälzer jedoch mehr. (3xPRT)

Irene Salzmann (IS)

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Dardamen – Gefährten der Finsternis

LAUFENDES BÜCHERPREISRÄTSEL
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www.buchrezicenter.de veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels am Telefon stellen werden, die richtig beantwortet werden müssen.
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Die jeweiligen Gewinne werden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt, die wir namentlich unter die Rezension(en) als Gewinner bekanntgeben werden.
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Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die drei zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel!
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Wer also einen der Gewinnpreistitel ergattern möchte, meldet sich am nächsten Werktag zwischen 18:00 und 18:15 unter 069-7306122. Bitte lest vorher aufmerksam die vorliegende(n) Rezension(en) des Preistitels durch, da alle Fragen, die gestellt werden, aus diesen zu beantworten sind. Bitte keine Anrufe vor oder nach diesem genannten Zeitraum und auch bitte keine anderen Telefonnummern benutzen, da sonst das Preisrätsel nicht problemlos vonstatten gehen kann. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht durchkommt, versucht es bei einem anderen Preisrätsel einfach nochmal, da wir ja laufend solche hier veranstalten.
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Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!
* Telefongebühren des Anrufers gehen immer zu Lasten des Anrufers. Bitte informieren Sie sich über die ortsüblichen aktuellen Kosten bei Ihrem Telekommunikationsanbieter!

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